Beiträge von kmh456

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    Ich frage mich immer: Wozu der ganze Aufwand?
    Ich fahre jetzt den zweiten Kuga, BJ 2021 und 2024, und habe bei keinem der Fahrzeuge Probleme mit der Batterie gehabt.

    Hallo MichaelTE,

    deshalb der Aufwand, weil das Auto nur 9 Monate alt und jetzt schon 3 mal Meldung "12 V Batterie Ladestand niedrig" zeigte. Soll ich die Meldungen ignorieren, bis das Auto nicht mehr starten kann?

    Wenn es bei Ihnen kein Problem mit Batterie gibt, heißt doch nicht, dass alle Kuga kein Batterie Problem haben dürfen.

    Ich gratuliere Sie, dass Sie ein gutes Kuga gekauft haben.

    Nach wieder einem Tag habe ich heute die 12V Batterie noch einmal gemessen, also nur Kofferraum aufgemacht und direkt an Batterie Polen. Die Spannung ist nur 12,22V.


    Bilanz: 200km Autobahnfahrt » 16 Stunden in Garage » 12,47V » 24 Stunden in Garage » 12,22V.


    Radio ist ausgeschalt, Automatische Software Update deaktiviert, alle Türen richtig geschlossen, trotzdem ist die Ruheverbrauch hoch. Oder die Batterie entlädt selbst sehr stark?

    Zitat

    ich habe aktuell auch die Auskunft vom fFH erhalten, dass die 12V nur bis um die 80% über das BMS geladen wird…

    Danke für die Information!

    Was ich nicht verstehe ist, warum die 12V Batterie (Blei-Säure/AGM ...) nicht vollgeladen wird. Die allgemeine Regel ist, dass eine 12-Volt-Autobatterie immer voll geladen werden sollte, um Sulfatierung und Kapazitätsverlust zu vermeiden. Der gesunde Bereich zwischen 20% und 80% gilt normalerweise für Lithium-Batterie.


    Ich werde nächsten Tagen meine 12V Batterie noch messen und schauen, ob sie bei Standzeit stark fällt oder nicht.

    Ich habe jetzt gelesen, dass man auch den Temperaturkoeffizient für die Batteriespannung berücksichtigen muss. Der Temperaturkoeffizient liegt ca. 1,5 mV/°C pro Zelle. Meine Messung war bei ca. 4°C. Die entsprechende Spannung bei 20 °C ist:

    12,47V (bei 4°C) + (20°C – 4 °C) * 0,0015V/°C pro Zelle * 6 Zellen in Batterie = 12,614V (bei 20°C)

    Das ist schon ca. 90% Kapazität. Also ich muss doch zufrieden mit dem Aufladen mit der 200km Autobahnfahrt sein.

    Gestern Nachmittag bis Abend bin ich 200km Autobahn gefahren. Das Auto stand danach in der Garage über 4 Grad. Heute Früh habe ich das Auto gar nicht eingeschaltet, sondern nur den Kofferraum geöffnet und an die 12 V Batterie (Plus/Minus Pol) direkt gemessen (die Batterie ist in/unter dem Kofferraum). Das war 12,47 V, also ca. 70% Kapazität. Das Auto ist nur 9 Monate alt und der Ford Werkstattmeister sagte vor einer Woche alles in Ordnung. Das deutet hin, dass die 12V Batterie absichtlich nicht vollgeladen wird oder die Ladeleistung durch DC/DC Wandler absichtlich relativ gering geregelt wird.

    Hallo Jörg,

    Das 12V Bordnetz wird leider nicht absolut von der Hochvolt-Batterie über DC/DC Wandler versorgt. Und der DC/DC Wandler kann auch nicht immer 300A liefern.

    Eine einfache Berechnung: HV-Batterie ist eine Lithium Batterie und 1,1 kWh groß. Die Kapazität wird durch die Steuerung zwischen 20% und 80% wegen Garantie und Lebensdauer geregelt. Wenn 12V Bordnetz voll belastet wird, kann 3kW brauchen. 3kW für 5 Minuten ist 0,25kWh. Das ist 0,25kWh/1,1kWh = 23% Kapazität der HV-Batterie. Wenn die HV-Batterie selbst schon nur knapp über 20% hat, kann sie (auch mit Aufladen vom Benzinmotor) das 12V Bordnetz gar nicht richtig versorgen. Die Steuerung lässt die HV-Batterie Kapazität auf keinen Fall unter 20% sinken. Also die 12V Batterie wird bei dieser Situation stark belastet.

    Mit der Messung von O-Haxer also 15A Ladestrom: 15A * 15V (Ladespannung) * 30 Minuten (Ladezeit) = 112,5 Wh entsprecht nur ca. 112,5 Wh / 720Wh = 16% von der 12V Batterie geladen, wobei Batterie Kapazität 12V * 60Ah = 720Wh ist. Das ist sicher nicht viel, eher wenig.


    Ihre 12V Batterie ist nur 3 Jahre schon kaputt. Das ist schon ein Armutszeugnis. Das ist die Folge, dass die Batterie dauerhaft in nicht gesundem Ladestand war.

    Ich habe Anfang Januar nur kurze Strecken gefahren und ein paar mal alle Heizungen wegen sehr kaltem Wetter nach dem Starten ca. 5 Minuten voll eingeschaltet. Drei Tage danach zeigte das Auto 3 mal die Warnung „12V Batterie Ladestand niedrig“. Ich habe das Auto in Werkstatt überprüfen lassen. Das Ergebnis ist: alles in Ordnung, zu viele kurze Fahrten, also extern nachladen oder lange fahren.

    Ich habe über 30 Jahre kein Problem mit 12V Batterie von Verbrenner-Autos. Ich habe recherchiert und das Ergebnis ist das folgende:

    Beim Verbrenner wird das 12V Bordnetz von der Lichtmaschine versorgt. Wenn die Leistung der Lichtmaschine für das 12V Bordnetz nicht reicht, wird die Leistung der 12V Batterie dazu genommen. Sonst wird die restliche Leistung von der Lichtmaschine vollständig für das Aufladen der 12V Batterie verwendet.

    Beim Ford Vollhybrid ersetzt die Hochvolt-Batterie mit DC/DC Wandler die Lichtmaschine und vorsorgt das 12V Bordnetz. Auch die 12V Batterie unterstützt das 12V Bordnetz. Sonst wird die 12V Batterie von DC/DC Wandler aufgeladen.

    Der entscheidende Unterschied ist, dass die Ladeleistung aus dem DC/DC-Wandler für die 12V Batterie von der Steuersoftware geregelt und leider relativ niedrig ist. Daher wird die 12V Batterie relativ langsam aufgeladen. Der Hauptgrund ist, damit die Angabe für Verbrauch, Emissionen usw. besser ausschaut. Der Nachteil ist, dass die 12V Batterie bei kurzen Fahrten oft mehr verbraucht als aufgeladen wird.

    Z.B. Beim Starten des Autos ist die Hochvolt-Batterie relativ „leer“ (< 30%). Die Steuerung lässt daher sehr wenige Leitung durch DC/DC-Wandler an das 12V Bordnetz und die 12V Batterie wird stark belastet (durch Heizungen usw.). Bei 2kW für 5 Minuten kommt es zu ca. 166Wh, das ist schon mehr als 20% der Kapazität der 12V Batterie. Bei anschließender kurzer Fahrt kann die 12V Batterie von DC/DC-Wandler nicht viel aufgeladen werden. Daher wird das Defizit immer größer.


    Die traurige Tatsache ist, dass man sein Fahrprofil an das Hybrid Auto anpassen muss, oder oft extern aufladen muss, oder oft zusätzlich unnötige lange fahren muss. Autoverkäufer und Werkstattmeister sagen einfach auch so, ohne Scheu. Das ist wirklich Wahnsinn!!!

    Vielen Dank Kuga-Stromer für Ihre Antwort.

    Ihre Erklärung bestätigt auch mein Kenntnis, dass die 12 V Batterie vom HV-Akku durch DC/DC-Wandler geladen wird und der Benzinmotor durch E-Motor/Generator mit HV-Akku gestartet wird. Daher wird die 12 V Batterie eigentlich nicht extrem gelastet.

    Aber mein Kuga ist nur 7 Monate alt und hat schon einmal die Meldung „12 V Batterie Ladestand niedrig“ gezeigt, nachdem das Auto nur 4 Tage in der Garage (Temperatur > 0 Grad) stand. Ich habe den Verkäufer bei Ford kontaktiert. Er sagte mir, dass mein Fahrprofil die Ursache ist. Und er meinte, dass die 12 V Batterie stark durch Anlasser (Starter) belastet wird und nur durch den laufenden Benzinmotor über die Lichtmaschine geladen wird. Daher konnten wir nicht mehr auf der gleichen Basis diskutiert werden. Die einzige brauchbare Information von Ihm ist, dass die 12 V Batterie regelmäßig zusätzlich aufgeladen werden muss, damit der Ladestand im gesunden Bereich bleibt.

    Ich habe deswegen über das Aufladen im READY-Modus gefragt, weil ich denke, damit man vielleicht die unnötige Fahrt sparen könnte.

    Ich habe ein Ford Kuga Facelift 2024 FHEV (Vollhybrid). Mein Fahrprofil ist 6 x pro Woche je 8km, also immer Kurzstrecke. Das ist für die 12 Volt Batterie sehr schlecht. Ich habe gelesen, dass man die 12V Batterie bei solchem Fahrprofil regelmäßig extern aufladen sollte. Leider habe ich keinen Stromanschluss dafür. Es bleibt nur die Möglichkeit 1: Regelmäßig eine lange Distanz fahren, um 12V Batterie mehr aufzuladen. Oder Möglichkeit 2: Regelmäßig das Auto ca. 30 Minuten einschalten, um die 12V Batterie im READY-Modus des Autos aufzuladen, ohne herum zu fahren.

    Hat jemand die Erfahrung für die Möglichkeit 2, also 12V Batterie Aufladen im READY-Modus?