Leute, Leute, wie hier objektive Sachverhalte und Fakten zerpflückt und verdreht werden, bis es wieder ins gewünschte Bild vom geliebten Auto passt.
Das ist schon interessant und entspricht psychologischen Verdrängungsmechanismen wie aus dem Lehrbuch. Oder auch, wie der Volksmund vereinfacht sagt, Liebe macht blind. Da wird nichts anderes zugelassen.
Im medizinischen Bereich steht vor allem anderen die unvoreingenommene Analyse/Diagnose, dann erst Rückschlüsse und die Therapie. Eine solche Diagnose unterlässt man I. d. R. nur dann, wenn nichts mehr erfolgversprechend wäre, der Patient (in dem Fall der Kuga) aufgegeben wird. Unvoreingenommene Analyse und Diagnose sind Voraussetzung für alles Weitere, für alles Verhalten und alle Handlungen, in allen Bereichen, auch im technischen Bereich.
Zur Erinnerung: Ich habe mir auch einen Kuga gekauft.
Ich habe ihn nicht aufgegeben. Deshalb analysiere ich noch. Ich mache den Kuga nicht schlecht. Daran hätte ich überhaupt kein persönliches Interesse. Ford und Kuga geben aber Anlass zu analysieren und zu diskutieren. Und das leider reichlich und fortgesetzt.
Nur im Zusammenhang mit dem Thread hier: Brände von Hybrid-Autos.
Nach Bekanntwerden der ersten Brände beim Kuga Mitte letzten Jahres habe ich andernorts die Unterboden-Konstruktion des Kuga kritisiert. Es folgten erste Nachbesserungen, die ich als unzureichend bezeichnete und dass damit die Probleme eher nicht gelöst werden. Weitere Brände folgten, daraufhin der letzte Rückruf mit Auslieferungsstopp. Im Zusammenhang mit den Brand-Problemen von Plug-In auch anderer Hersteller sagte ich, es wird eine Frage der Zeit sein, bis auch Häuser mit abbrennen. Es passierte.
In jedem einzelnen Fall über den gesamten Zeitraum fühlten sich Fan-Boys damit mobilisiert, dies als Panikmache abzutun.
Sogar jetzt noch, nach dieser ganzen Entwicklung.
Wenn die Unterboden-Konstruktion, verantwortet von Ford, kritisiert wurde, ist es nur „der böse Akku“ von Samsung. Ford könne nichts dafür, ist doch Samsung alleine schuld. Samsung muss nur bessere Akkus an Ford liefern.
Jetzt, als es um die Betriebs-Sicherheit und den Umgang mit den Fahrakkus ging und den unbestreitbaren langjährigen Vorsprung von Tesla/Panasonic, baut Samsung auf einmal die besten Akkus, die forschen auch... funktioniert doch auch bei Handys...
Leute, Leute... wirklich lehrbuchmäßig.
Auch das 12Volt-Problem war ja schon vor Monaten gelöst; egal, wer noch Probleme hatte und was man sagte. Ford verbaut auch die besten Bremsen, das Auto macht bei einigen überhaupt keine Probleme, auch nicht die App. Die anderen mit Problemen haben nur Pech gehabt.
Aber, wie ich gesehen habe, man darf inzwischen doch bei einigen äußern, dass die Ford-Hotline und die Kommunikation überwiegend nicht so funktionieren, wie es sollte. Das durfte ich vor ein paar Monaten noch nicht. Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung.
Ich will niemandem hier die rosarote Brille abnehmen. Lasst sie gerne auf, wenn Ihr Euch sonst nicht mehr über Euer Auto freuen könnt.
Für die anderen:
Seid generell vorsichtig im Umgang mit den Fahrakkus. Samsung hat hierfür in Ungarn erst vor kurzem ein Werk neu gebaut und baut selbst in erster, höchstens zweiter Generation Fahrakkus. Dies, gefordert von Automobil-Herstellern, die mit ihren Zulieferern betriebswirtschaftlich und zeitlich nicht zimperlich umgehen. Egal, ob diese im Kuga oder bei sonst einem Hersteller verbaut sind. Es waren von Bränden alle mit Plug-In und Stromern neu auf den Markt drängende Marken betroffen, von Audi, BMW, über Mercedes bis VW.
Nehmt Euch nur fünf Minuten Zeit und schreibt zusammen, was verloren geht, wenn Euer Haus mit abbrennt. Von Personenschäden ganz zu schweigen. Es geht nicht nur um materielle Werte, auch Ideelle Werte, Erinnerungswerte, Unwiederbringliches. Laden in der Garage am oder unmittelbar am Haus sollte bedacht werden.
Am risikoreichsten sind generell Voll-Ladungen mit höchster Spannung im Akku. Wenn hier von anderen (nicht von mir) bereits gemutmaßt wurde, dass Ford/Samsung die Voll-Ladung infolge des Desasters bereits reduziert habe, warum wohl? Solange dies nicht verifiziert ist: Wenn Ihr in Nähe des Hauses/von Häusern laden müsst, befolgt den Rat, den Akku auf 80/90% zu laden. Das verlängert auch die Lebensdauer.
Selbst wenn der Akku fehlerfrei ist. Er kann mechanisch beschädigt werden. Der Akku ist nicht so gut geschützt wie bspw. der Akku von Mitsubishi. Zur Unterboden-Konstruktion des Kuga im Speziellen habe ich mich an anderer Stelle bereits geäußert.
Der Akku altert auch mechanisch und chemisch. Es gibt mit diesen Akkus der neuen Hersteller, Samsung u. a., als Hochvolt-Fahrakku noch keine Langzeit-Erfahrungen.
Es wird in den nächsten Jahren leider noch mehr passieren, bei allen neueren Herstellern.
Bleibt alle sicher und gesund!