Da muss es doch eine zentrale Stelle geben, die gemeldete Mängel sammelt, auswertet ...
Klar gibt es diese Stelle, auch bei Ford, aber diese Stelle muss erst einmal von den Werkstätten mit Informationen gefüttert werden. Der Händler muss dazu einen Sachbearbeiter oder Verantwortlichen mit der Aufgabe betrauen, die Probleme auch an diese betreffende Stelle im Konzern weiterzugeben.
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer:
Kleine Werkstätten haben oftmals nicht das Personal, ums solche Probleme strukturiert weiterzuleiten. Der einfache Werkstattmeister weiß oft nicht was, wie und wo, meist sollen die DInge an den Chef weitergeleitet werden, und spätestens da versauern die Problemfälle auf dem Schreibtisch. Denn der hat andere Sorgen.
Große Werkstätten hätten vielleicht eher die Personalkompetenz für solche Dinge, gehen aber, was die Arbeitsbelastung angeht, vollends auf dem Zahnfleisch. Weil aus Kostengründen der Personalbestand meist massiv abgespeckt wurde, hat der einzelne Werkstattmeister einfach nicht die Zeit, um sich intensiv darum zu kümmern. Hinzu kommt, dass der Kunde in großen Werkstätten eben nur einer von Vielen ist ...
Hin wie her, die Kunst liegt darin, eine Werkstatt zu finden, die noch um den Kunden und dessen Auto und dessen Probleme bemüht ist, obwohl Gewährleistungsdienste von den Herstellern nur schlecht bezahlt werden. Eine solche Werkstatt, eher noch die kleinen, erkennt sehr schnell, ob der Kunde ernsthaft eine gute Betreuung sucht, dauerhaft Kunde bleibt und vielleicht bereit ist, dort auch "bezahlte" Dienstleistungen und eben nicht nur Gewährleistungsansprüche machen zu lassen. Und dann kann durchaus eine fruchtbare Zusammenarbeit entstehen. Aber die Bereitschaft dazu muss von beiden Seiten kommen.
Ich bin froh, zwei hervorragende Händler und Werkstätten in meinem Umfeld zu haben, bei welchen ich mich rundum wohl fühle, ernst genommen werde, und sehr gut bedient werde.