Beiträge von Nicafe


    Die Werte erscheinen mir von meinem Gefühl her und unter Berücksichtigung Deines täglichen Fahrprofils (20 % Autobahn / 50 % Landstraße / 30 % Stadt) sowie der Topographie (Bremen = Flachland) doch etwas zu hoch. Es stellt sich zusätzlich die Frage nach Deinem Fahrstil?


    Mit meinem Kuga PHEV habe bei ich meinem täglichen Fahrprofil über nun etwa 12.500 km folgende Werte:


    Variante A

    2 x 12 km weit, zur Arbeit und zurück

    70 % Autobahn / 0 % Landstraße / 30 % Stadt

    Normal oder ECO

    EVjetzt, also rein elektrisch

    Stromverbrauch im Sommer ca. 19 - 20 kWh/100 km , im Winter auch mal 21 - 22

    Spritverbrauch 0,0 l/100 km


    Variante B

    dieselbe Strecke, nur ohne Autobahn, sondern Überland und Stadt

    2 x 12 km weit, zur Arbeit und zurück

    0 % Autobahn / 17 % Landstraße / 83 % Stadt

    Normal oder ECO

    EVjetzt, also rein elektrisch

    Stromverbrauch im Sommer ca. 16 kWh/100 km

    Spritverbrauch 0,0 l/100 km


    bei größeren Strecken (> 500 km am Stück) mit sehr viel Autobahnanteil (> 95 %):

    Stromverbrauch bei ca. 120 - 130 km/h = 20 - 22 kWh/100 km

    Stromverbrauch bei ca. 140 - 150 km/h = 22 - 24 kWh/100 km

    Stromverbrauch bei ca. 160 - 180 km/h = 25 - 28 kWh/100 km

    jeweils plus Spritanteil: bei geladenem Akku ca. 5 - 7 l/100 km, mit leerem Akku 8 - 10 l / 100 km

    jeweils Normal- oder Sportmodus mit EV Auto


    EV-laden habe ich offen gestanden noch nicht ausprobiert aus folgenden Gründen:

    - zuhause brauche ich EV-laden nicht, weil mein normales Tagesprofil deutlich unter 50 km und meist sogar zwischendurch geladen werden kann

    - auf einer Autobahnfahrt braucht der Benziner die Leistung auf der Straße, zusätzlich den Akku zu laden kostet überproportional Sprit

    - möglicherweise könnte ich mir ein EV laden auf ruhigen Landstraßen vorstellen, weil relativ viel Leistung vom Benziner für das Laden abgezweigt und bereitgestellt werden kann. Diese Strecken und/oder Fahrsituationen habe ich normalerweise aber nicht.


    In Summe bin ich mit allen diesen Werten überaus zufrieden und akzeptiere es auch sehr gerne, dass bei leerem Akku und schneller Autobahnfahrt der Spritverbrauch einmal bis an die 10-Liter-Grenze heranreicht. Für ein Auto dieser Größenordnung, dieses Gewichtes, dieser Leistungsklasse und dieses Luftwiderstandes sind das aber immer noch hervorragend günstige Werte. Natürlich kann das ein moderner Diesel vielleicht etwas besser, aber auch mit meinem S-Max 2,0 TDCI war ich über 11 Jahre lang und 207.000 km weit mit erstaunlich identischen Werten im Boot. Ich kenne andere Autos (reine Benziner), die toppen diese Spritverbräuche bei Autos dieser Größenordnungen locker um 50 - 100 %. Von daher: Alles ist gut.


    Ich kann der Aussage von Max Projekt Kuga PHEV also nur voll und ganz zustimmen: Dein Kuga wird als PHEV unter für diesem Antriebskonzept völlig sinnfreien Bedingungen eingesetzt. Weshalb das so ist, musst Du bei Dir selbst hinterfragen, denn eigentlich hätte Dir das im Vorfeld klar sein müssen. Wurdest Du falsch beraten? Hast Du Dich falsch informiert? Hast Du Dich vom günstigen Kaufpreis bzw. vom staatlichen Zuschuss zum für Dich unpassenden PHEV verleiten lassen? Du musst Dich als zunächst einmal an der eigenen Nase packen: Denn der Kuga PHEV ist nicht das falsche Auto, sondern Du setzt ihn falsch ein ...


    Ich vergleiche mal mit dem E-Bike (ist auch ein Hybrid-System wegen E-Antrieb und Pedale): Damit fahre ich auch nur so weit, bis der Akku leer ist, weil ich ansonsten sehr stark selbst in die Pedale treten muss. Und das kostet dann Kraft, viel Kraft, besonders unter erschwerten Bedingungen. Im Nofall geht das hier und da einmal, ganz klar, aber nur im Notfall. Aber beschweren darf ich mich dann nicht ...

    Bei mir bleibt der Schuko-Stecker drin, weil ich teils mehrfach täglich lade und der mechanische Verschleiß einer vielhundertfach jährlich benutzten Steckverbindung auch nicht von der Hand zu weisen ist.


    Ich habe in meine CEE-Dosen-Einheit aber auch einen Mennekes-Schuko-Einsatz eingebaut, der tatsächlich nicht nur für 10/16 A ausgelegt ist (wie normale Einsätze), sondern für volle 16 A. Der Einsatz hat keine 9 € gekostet, den Austausch habe ich selbst vorgenommen, und eine weitere Ersatzdose liegt für den Tag, dass sie vielleicht irgendwann einmal benötigt werden sollte, im Regal griffbereit.

    Viel affiger ist dabei, dass Ford die Zweiklanghupe ja im Programm hat und anfangs ja auch zumindest im Vignale verbaut hat ...


    Ich glaube, da hat die Umstellung der Preislisten und Prospekte und Kataloge und des Konfigurators usw. mehr Geld gekostet als durch die einfache Hupe eingespart wird. Normalerweise sollte man vom umgekehrten Fall ausgehen, nämlich dass die Doppelklanghupe irgendwann in alle Modellvarianten eingebaut wird.

    dass Verbrenner demnächst einen herben Wertverlust erleiden werden

    Über die Masse mag das sein, aber es wird immer Nischen geben, in welchen Verbrenner nach wie vor die erste Wahl sind.


    Eine sehr große Nische sind Geschäftstreibende und Außendienstler, die sehr viel auf der Autobahn unterwegs sind. Beispiel: Beruflich fahre auch ich sehr oft sehr lange Strecken zu Geschäftsterminen. Da kommen auch schon mal etliche hundert Kilometer am Stück zusammen. Extrembeispiel: Anfang August war ich "mal schnell" nach Svebolle / Dänemark und zurück, je Strecke runde 1.000 km. Letzte Woche war es Rosenheim in Bayern (600 km einfache Strecke), vorgestern Münster/Westfalen (340 km, um 7 Uhr Kundentermin, um 11 Uhr zurück). Am Samstag geht es nach Lahr im Schwarzwald, 330 km, um 9 Uhr da sein, Rückfahrt ca. 9:30 Uhr, kommende Woche wird es zuerst Ettlingen (240 km) und ein paar Tage später München (500 km) sein. Im Oktober steht Dresden an (620 km). Und so weiter. In einem anderen Thread hatte ich kürzlich die Tour nach Kißlegg beschrieben, insgesamt 950 km in weniger als 7 Stunden Fahrzeit. Das sind dann zu fast 100 % Termine und Örtlichkeiten, an welchen ich den Akku nicht laden kann (meist, weil es keine Ladestation gibt, aber immer, weil es nicht die Zeit dafür gibt), und zu welchen ich nicht einen halben Tag vorher losfahren möchte oder kann, nur weil ich alle paar 100 km einige Stunden Aufenthalt einplanen muss zum Aufladen.


    Wie sagte der Verkäufer von Audi bei der Vorstellung des E-tron zu mir: "SIE werden noch lange Zeit einen Diesel fahren, solche Strecken wird die Elektromobilität nie leisten können).


    Von daher bin ich sicher, dass der Verbrenner für bestimmte Bereiche noch lange existieren wird. Und weil diese Autos dann doch eher selten sein sind, werden sie im Preis deutlich steigen. Für mich persönlich als Unternehmer steht fest, dass ich für den Fall, dass es den Dieselmotor für Autos irgendwann nicht mehr geben wird, den allerletzten Diesel, der irgendwo vom Fließband läuft, kaufen werde. Inclusive der Nutzungsdauer dieses Autos werden damit dann Zeiträume von den nächsten vielleicht 15 oder 20 Jahren abgedeckt sein, das reicht mir dann bis zum wohlverdienten Ruhestand.


    Danach fahre ich dann wieder E-Auto. Oder Wasserstoff. Oder oder oder ... ;)

    einem stehen bleiben vom Turbo

    Wenn der Turbolader still steht, hast du ganz klar einen deutlichen Leistungseinbruch, aber zusätzlich muss der Kuga aus dem Auspuff schwarz rauchen wie ein Schlot, weil der Motor im Verhältnis zur eingesprizten Spritmenge viel zuwenig Atemluft bekommt. Hast Du etwas in dieser Richtung bemerkt? Deine Auspuffrohre und mindestens auch Dein hinterer Stoßfänger müssten mehr oder weniger stark verrußt sein ... ?


    Die Aussage mit dem stillstehenden Turbo zweifle ich allerdings an, denn ein solcher kommt normalerweise niemals wieder ins Laufen, auch weil er bei einem solchen Stillstand erst Recht überhitzt und die Lager zusätzlich festbacken. Du müsstest dauerhaft den Leistungsverlust haben.


    Problematischer für einen Turbo ist die Start-Stopp-Automatik: Mit stillstehendem Motor gibt es keinen Öldruck mehr und die Schmierung der Lager im Turbo bricht zusammen. Das ist gefährlich insbesondere dann, wenn der Motor immer sehr schnell abgestellt wird (ohne vielleicht zwei oder drei Sekunden "Beruhigungszeit" bei Leerlaufdrehzahl zu bekommen) und der Turbolader ohne Schmierung noch mit relativ hohen Drehzahlen weiterdreht. Das macht er eine Zeitlang mit, aber irgendwann ist Ende der Vorstellung. Und mit häufigem intensivem Stop-and-Go-Stadtverkehr und ständig ausgehendem und wieder anspringendem Motor kann ein Turbolader durchaus Schaden nehmen, da hat der FFH Recht. Dieses Phänomen ist aber bei Schaltgetrieben wiederum stärker ausgeprägt als bei Automatik-Autos, weil diese beim Anhalten eben diese zwei oder drei Sekunden eher schon in der Nähe der Leerlaufdrehzahl sind.


    Dieser Zusammenhang ist auch der Grund, weshalb der 2,5 Liter-Benziner im PHEV mit seinem häufig wechselnden Zu- und Abschalten auch z. B. bei Autobahn-Geschwindigkeiten nur ein Saugmotor ist und keinen Turbolader besitzt.

    Hat hier schon jemand einen PHEV mit 17-Zoll-Rädern? Geht das jetzt oder nicht?


    Für meinen PHEV habe ich auch 17er Winterreifen, obwohl von Ford nur 18er angeboten wurden und auch im COC nur 18er, 19er und 20er Reifengrößen angegeben sind.


    Es gibt aber ein Gutachten von einer Prüforganisation, nach welchem speziell für den PHEV auch 17er zugelassen sind. Ich werde dieses Gutachten heute Abend aus meinen Unterlagen heraussuchen und hier einstellen.