Beiträge von Nicafe

    höchstens für den Mk4

    Wer weiß, wie die Antriebstechnik im Fahrzeugbau bis dahin aussieht? Der Kuga MK 3 ist jetzt fast zwei Jahre auf dem Markt. Beim üblichen Modellzyklus von etwa 5-6 Jahren ist der MK 4 bei Ford sicherlich schon über die Phase der Vorprojektierung hinaus, weil in drei, spätestens vier Jahren der MK 4 zumindest als Erlkönig laufen wird.


    Es sollte deshalb eigentlich bereits jetzt erkennbar sein, wohin der Trend geht. Natürlich lassen sich die Hersteller nicht in die Karten schauen; ob es in der Zukunft bei den heute bekannten E-Antriebskonzepten PHEV, FHEV, BEV, usw. bleibt, wage ich jedoch zu bezweifeln. Effizientere und kleinere Antriebe in allen Bereichen, das Thema Wasserstoff, geringere erforderliche Motorleistungen (weil 130 km/h auf der Autobahn und 80 oder 90 km/h auf der Landstraße sehr bald sicher kommen wird), damit größere erzielbare Reichweiten, aber eingeschränkte Ladeleistungen wegen mangelhaften Ausbau unseres Stromnetzes, usw. zwingen auch die Autoindustrie zum Umdenken. Und ein Regierungswechsel in Richtung Grün dürfte die Entwicklung beschleunigen.


    Vielleicht noch nicht für den MK 4, aber spätestens danach werden wir eine andere automobile Antriebswelt erleben. Ich halte den E-Antrieb, wie wir ihn heute einsetzen, immer noch "nur" für eine Übergangslösung ...

    Wenn nahezu 100% elektrisch gefahren wird, wäre wohl eher ein BEV das richtige Auto?

    Nein, für mich persönlich wahrscheinlich nicht. Mein Jahres-Fahrprofil mit dem Kuga von insgesamt etwa 20.000 - 22.000 km verteilt sich auf ca. 6.000 - 8.000 km auf der größeren Strecke (dann überwiegend mit dem Benziner) und der Rest ca. 14.000 km ausschließlich im Alltag zuhause (dann rein elektrisch). Diese Verteilung passt sehr gut zum PHEV.


    Weil ich immer wieder einmal (durchschnittlich aber nur vielleicht alle 1 - 2 Monate) für Verwandtschaftsbesuche, Urlaube, berufliche Termine, usw. Strecken von bis zu 500 - 600 km am Stück fahre, stößt ein BEV aufgrund der erzielbaren Reichweiten sehr schnell an seine Grenzen und verursacht wegen des teils mehrfach erforderlichen Ladevorgangs eine nicht unerhebliche Verlängerung der Gesamt-Reisezeit.


    Es gab mit dem Kuga PHEV auch schon mal 1.300 km an ein und demselben Tag, an welchen ich auch aus Zeitgründen zwischendurch nicht laden konnte. Zuletzt, weil der Firmen-Audi TDI nicht frei war, hatte ich mit dem Kuga eine Fahrt mal eben von Trier nach Kißlegg im Allgäu und zurück, um ein Ersatzteil für eine Maschine abzuholen, die schnell wieder laufen musste. Macht 950 km innerhalb von weniger als 8 Stunden, inclusive Aufenthalt in Kißlegg. Da muss die Kiste fliegen (es war Samstagfrüh von 4 - 11 Uhr, alle Straßen trocken, frei und hell), da habe ich aber nicht die Zeit, um viele mehrstündige Ladepausen einzulegen. Betonung auf "viele" (!), denn bei meinen auf dieser Reise gefahrenen Geschwindigkeiten beträgt die Reichweite eines BEV pro Akku-Ladung auch bei einem Tesla oder einem Audi E-tron deutlich weniger als 200 km (!). Hätte bedeutet: Mindestens viermal oder fünfmal oder sechsmal Stillstand und Nachladen ... Das wäre dann ein Wochenend-Trip geworden! "Mal schnell" große Strecken geht mit einem BEV nicht.


    Klar, solche Distanzen sprechen dann wiederum eher für den reinen Verbrenner, insbesondere für den Diesel. Weil mein Auto aber im Alltag nahezu immer auf Tagesstrecken von maximal 50 - 60 km eingesetzt wird und die Batterie des PHEV oft sogar zwischendurch nachgeladen werden kann, kann ich dort den günstigen und umweltschonenden Elektro-Antrieb einsetzen, erhalte mir aber mit dem PHEV die Freiheit, auch auf den größeren Fahrten bequem zu reisen, sprich an der Tankstelle schnell Sprit nachzuzapfen und die Fahrt ohne lange Wartezeiten forstetzen zu können. Das kann ein BEV (noch) nicht. Ob der es jemals können wird?


    Und da der Benzinmotor im PHEV ebenfalls sehr wirtschaftlich zu betreiben ist, habe ich kein großes Problem damit, auch einmal ein Stück weit mit leerem Akku zu fahren. Mit einem reinen BEV für den Alltag hätte ich wegen der größeren Strecken zusätzlichen Bedarf eines von der Größe gleichwertigen zusätzlichen Autos mit Verbrenner. Weil es aber den PHEV gibt und ich keine zwei Autos parallel benutze, macht der Kuga PHEV absolut Sinn.


    Ergo: Für mich persönlich macht weder ein reiner Stromer noch ein reiner Verbrenner Sinn, weil mein Fahrprofil übers Jahr gesehen extrem unterschiedlich ist. Deshalb ist der PHEV eine sehr gute Lösung. Anfangs habe ich den PHEV noch misstrauisch als Kompromiss betrachtet, aber mittlerweile bin ich zur Überzeugung gelangt, dass dieser Kompromiss die für mich absolut richtige Variante ist.

    komm ich natürlich auf einen Verbrauch von 1 Liter

    Bei mir: 0,0 Liter. Und das über Wochen und Monate bzw. über tausende Kilometer hinweg ...


    Wie Du völlig richtig sagst: das Fahrprofil ist entscheidend. Und weil mein persönliches Fahrprofil auf die Möglichkeiten, die mir der PHEV bietet, passt wie die Faust aufs Auge, bin ich nun nach insgesamt über 12.000 km überzeugter denn je, dass der PHEV für mich die absolut richtige Entscheidung war.


    Wenn man bedenkt, dass ich bis zu einem Kilimeterstand von ca. 4.500 ausschließlich im Sport-Modus gefahren bin (um dem Benzinmotor das Laufen beizubringen), danach nur noch ca. 2.000 km im gemischten Hybrid-Betrieb gefahren bin (Urlaub), aber ansonsten nur noch elektrisch unterwegs bin (Tendenz steigend), ist das schon klasse ...

    Einige Informationen über Dein Auto (Motor, Getriebe, usw. ) wären aufgrund der Vielfalt an Antriebsmöglichkeiten für uns alle sehr interessant und auch wichtig zur Beurteilung der Situation.

    Beim zu frühen Schalten in P zickt er aber schon rum und haut die Getriebesperre rein. Ich wollte einmal rückwärts einparken und war wohl noch in der leichten Vorwärtsbewegung, als ich schon in R stellen wollte und bin versehentlich eine Raste zu weit in P geraten. Da hat er sofort blockiert und abrupt gestanden. ..

    Je höher die Fahrgeschwindigkeit ist, desto größer ist auch die Rekuperation beim Gaswegnehmen und/oder Bremsen, unabhängig vom Fahrprogramm. Je langsamer die Fahrgeschwindigkeit, desto geringer ist auch zwangsläufig die Rekuperation, die beim Abbremsen unter ca. 5 km/h vollständig zusammenbricht.


    Und im Eco-Modus ist die Rekuperation beim Ausrollen spürbar größer als in Normal.


    Deshalb kann es durchaus passieren, dass ich bei einem längeren leichten bis mittelprächtigem Gefälle aus Normal in Eco schalte, um nicht ständig auf der Bremse stehen zu müssen und ohne gleich die L-Taste zu benutzen. In der Ebene rolle ich eher im Normal-Modus wegen der bewusst geringeren Rekuperation und dem sanfteren Ausrollen.


    Beim Zurollen auf Kreuzungen oder roten Ampeln mache ich es eher so, dass ich bei den höheren Geschwindigkeiten, also auch bei noch 50 - 60 km/h in der Stadt nicht nur ausrollen lasse, sondern zusätzlich die Bremse benutze, um die dann noch vergleichsweise stärkere Rekuperation zu erreichen. Erst bei langsamer Geschwindigkeit, wenn es ohnehin nichts mehr zu rekuperieren gibt, lasse ich dann gemächlicher ausrollen.


    Ob das nun einen zählbaren Vorteil hinsichtlich Reichweite bringt, vermag ich nicht zu sagen, eher wohl nicht, auch wenn die erzielte Rekuperation gefühlt größer sein sollte ...

    Aus der Steckdose
    Rekuperation, nachdem unser Kuga mit Strom beschleunigt wurde
    Rekuperation, nachdem unser Kuga mit Benzin beschleunigt wurde
    Und nicht zu vergessen! Rekuperation, die durch begab fahren gewonnen wurde
    (Falls das Ziel niedriger ist als der Startpunkt war)
    Strom der vom Verbrenner erzeugt wurde um die Energie des Benzins optimal zu nutzen.

    Du hast das Herstellen von Strom mit Wasser vergessen: Mein Kuga erzeugt in der Waschstraße auf wundersame Weise immer so 2 - 4 km Reichweite ... :6444:

    Ergo incl. Rekupierung


    gehe ich solchen Aussagen gerne etwas genauer auf den Grund...


    Wenn du ohne Verbrenner durchgehend nur elektrisch fährst sind bei deinem Fahrprofil 95km rein elektrisch schlichtweg mit einem 14,4kwh Fahrakku unmöglich…


    Wenn ihr es so genau nehmt,


    Aus allen diesen Gründen kam meine Nachfrage. Natürlich ist bei allen Fahrten immer auch eine Rekuperation mit dabei; es ist das große Plus des Kuga, dass er dies so optimal leisten kann. Aber nur wenn der Benziner z. B. im Sport-Modus mitläuft und zusätzlich Strom erzeugt sind solche"elektrischen" Reichweiten denkbar.


    Deshalb bin ich nun beruhigt, wenn mein Kuga unter günstigen, wenn auch nicht optimalen Bedingungen im Winter "nur" seine 45 - 55 km und im Sommer bis zu 65 - 70 km rein elektrisch (inclusive Rekuperation, aber ohne Benziner) zurücklegt.


    Es kommt wie immer auf die Vergleichsbasis an. Da sind wir wieder bei den Äpfeln und den Birnen ...