Beiträge von Projekt Kuga PHEV

    so, heute den absoluten Tiefpunkt der Reichweitenvorhersage erreicht:

    50% der theoretisch vom Hersteller angegebene Reichweite, nämlich 28km, geladen vorgestern, seit dem Auto in der Garage bei jetzt -2 Grad ...? ja, zugebenermaßen mit eingeschalteter Heizung, aber bei -7 Grad Außentemperatur ist selbst mir das doch zu unkomfortabel, die Reichweite als Maß aller Dinge anzusetzen? (Reichweitenanzeige ohne Heizung übrigens 46km)


    Gruß

    ok, dann wird es wohl in diesem Fall nix mit dem „Vorheizen“, bei diesen Voraussetzungen wäre ein outlander dann sinnvoller gewesen, der hat eine reine elektrische Standheizung, die wiederum nicht bei angestöpselter Ladesäule funktioniert, sondern nur, wenn das Auto nicht lädt? und einen Fernstart gibt es bei dem auch nicht

    ... ich musste da auch ein bisschen umdenken. Ich war immer jemand, der bis vor Kurzem noch ausschließlich eine strikte Kurzstreckeneignung des PHEV vertrat.

    Dieses muss ich jetzt ein bisschen revidieren, denn meine Sicht auf die Dinge hat sich ein bisschen geändert.

    Grundsätzlich halte ich es für nicht verkehrt, insbesondere in Städten und Wohngebieten möglichst emissionsfrei unterwegs zu sein.

    Grundsätzlich halte ich es auch nicht für verkehrt, insgesamt emissionsfrei durch die Gegend zu fahren, dies aber nur dann, wenn


    1. eine Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum für ALLE weitgehend gesichert ist

    2. wenn man global denkt, dürften die Herstellungsemissionen für die E-Autos + Akkus zumindest nicht höher sein, als die von Verbrennerautos + lebenslangem Kraftstoff


    Punkt 1 ist Utopie, also kaum in den nächsten 5-8 Jahren (wenn überhaupt) zu verwirklichen.

    Punkt 2 ist, so man diesbezüglichen wissenschaftlichen Untersuchungen Glauben schenken darf, je nach Akkugröße erst nach 60-160tsd gefahrenen Kilometern ausgeglichen, so dass man erst dann eine positive Wirkung auf die Umwelt erzielt.

    Insofern zeigt sich die positive Emissionsfreiheit zwar im täglichen Betrieb positiv, jedoch global gesehen erst in mehr oder weniger 5 Jahren +.


    Was will ich mit meinen Worten sagen... ein PHEV verfolgt genau das Ziel, im urbanen Raum Emissionen zu vermeiden und dabei möglichst wenig fossilen Brennstoff zu verbrauchen.
    Gehe ich von einem Ford Kuga PHEV aus, und lege ich zugrunde, dass dieses Fahrzeug im Vollhybridmodus 6L Kraftstoff verbraucht, ist ein solches Fahrzeug eher zu den sparsamen zu zählen, zumindest eher weniger umweltschädlich als z.B. ein moderner Benziner ähnlicher Größe (ich war gerade mit unserem t-roc cabrio tanken, der braucht 6,9L in einem Tankzyklus) - Insofern ist ein PHEV im Vergleich immer noch sparsamer als ein Benzinerspezialist...

    Na klar sollte ein PHEV so viel wie möglich elektrisch betrieben fahren, aber wenn’s denn eben mal anders ist, geht er idR immer noch sparsamer mit fossilen Brennstoffen um als die vergleichbar reinen Verbrenner. Ich bin somit schon fast versucht zu behaupten, dass nicht der PHEV das unsinnige Konzept ist, sondern der Vollhybrid, der auch nicht weniger Benzin verbraucht als der gleich große PHEV-Bruder/Schwester, der gleichwohl aber nicht in der Lage ist, emissionsfrei im Urbanen zu fahren...

    Warum also, zerreißen sich Leute wie der Resch das Maul über den PHEV, reden den schlecht bis zum Gehtnichtmehr, verlieren aber kein Wort über die deutlich größeren Nachteile eines Vollhybriden???


    Gruß

    ... Stell die Heizung und das Gebläse aus, dann springt er idR auch nicht an, ist zwar frieren angesagt, aber der Verbrenner bleibt weitgehend aus.?..

    Leider ist das für einen PHEV „normal“, die Elektronik registriert bei eingeschalteten Stromverbrauchern und insbesondere niedriger Temperatur einen erhöhten Stromverbrauch und versucht das, mit dem Verbrenner auszugleichen.

    Ist bei meinem auch so, allerdings mit eingeschaltetem und erzwungenem EV-Modus nur sehr selten, dass der Verbrenner anspringt

    ... bei uns auf dem Mieterparkplatz haben sie 2x aus demselben Fahrzeug das Navi geklaut, Alarmanlage des Autos optisch und akustisch ausgelöst, die ganze Sache hat 2 Minuten gedauert, ein Täter hat abgesichert, der andere hat gearbeitet, den Polizeiruf habe ich sofort getätigt, Polizei war richtig schnell da, beim ersten Mal mit Blaulicht und Martinshorn nach 45(!) Minuten, beim zweiten Mal nach 14(!) Minuten... das passt...

    Ich mache mir da auch nix vor, das „Gimmick“ habe ich eigentlich nur für das subjektive (in diesem Fall sicherlich fehlgeleitetem) Sicherheitsgefühl bestellt...


    Gruß

    ich habe sie bestellt, gleichwohl könnte ich mir vorstellen, dass viele die Wirksamkeit eher als „bescheiden“ ansehen... und im Zusammenhang mit dem Thema „elektronischer Schlüsselklau“ hilft ja letztendlich eine Alarmanlage, die mit dem elektronischen Schlüssel gekoppelt ist, rein gar nichts... dann müsste man schon auf eine „externe“ Lösung mit einer gesonderten Aktivierungstrchnik zurückgreifen


    Gruß

    Zitat

    ... habe ich 6,8l gebraucht bei zügiger AB-Fahrt ...

    Auch da bin ich noch durchaus gewillt, dies als nicht zu viel einzuordnen. Da liege ich mit meinem auch deutlich drüber, 150 km/h quittiert mir meiner mit 7,5-8,5

    Zitat


    ... Meine zentrale Aussage ist, dass im Interesse aller Seiten - der Hersteller und Kunden, des Plug-In als ein Konzept des Übergangs ...

    Ein Interesse der Händler bzw. Hersteller haste noch vergessen: Die Autohersteller sind in Europa durch EU-Gesetzgebung dazu GEZWUNGEN, den Flottenverbrauch zu senken… mit der reinen e-Mobilität kann das noch nicht gelingen, dazu ist die Ladeinfrastruktur einfach noch viel zu katastrophal und somit in der notwendigen Verkaufsmasse und -breite gar nicht möglich. Und dazu ist das Anbieten eines PHEV mit einem wltp-Verbrauch irgendwas um die 2L für Übergangszeiten sehr gut geeignet...

    Ansonsten bin ich komplett bei dir, besser hätte ich’s nicht ausdrücken können und wollen...???
    Es wird sicherlich Weiterentwicklungen der Akkus geben, sie werden leichter und belastbarer, irgendwann auch nicht so Kälte- und wärmeempfindlich. Ich denke, 2025 wird es auch für PHEV schon deutlich größere erreichbare Reichweiten geben, und sein wir mal ehrlich, ein PHEV mit 100km elektrischer Reichweite wäre schon was?


    Gruß

    ... na ja, ich vermute, es wird ein bisschen besser, aber spätestens, wenn die Heizung durch die mitlaufende Klima ersetzt wird, wird es wohl ohne Veränderungen am Fahrzeug durch den Hersteller kaum möglich sein, die theoretische e-Reichweite von 56km zu erreichen, mir ist es jedenfalls noch nie gelungen.

    Hier haben ja User geschildert, bis zu 70km geschafft zu haben, ichcdenke aber, das wird die absolute Ausnahme bleiben. Ohne Klima wird’s im Durchschnitt für 50km reichen, ansonsten tippe ich mal auf 40-45km (ich lasse mich aber gerne überraschen und eines besseren belehren?)