Nun denn, ich hab‘s heute mal mit „Betreutem Laden“ probiert:
Insgesamt wurde 3x geladen, davon 2x beim Händler, 1x gerade eben vor dem Haus bei ca. 2 Grad Celsius.
Jeweils hat er nur bis 99% geladen.
Zunächst wurde, vorgegeben, nur bis 90% geladen. Anzeige in App und Wagen: 90%/48 km. Okay, Laden auf 100% fortgesetzt.
Daraufhin Anzeige in der App mit Restreichweite bei 99%: 60 km. Oha, Überraschung! Raus zum Wagen, Ladeleuchten am Anschluss dunkel, also Ladevorgang definitiv wieder bei 99% beendet.
Auto aufgesperrt, Ladeleuchten gingen wieder an, Anzeige im Auto auch 99%/60 km. Laut Anzeige im Wagen bräuchte er für den Ladevorgang von 99% auf 100%: 45 Minuten!?
Wieder ins Haus, 2 Minuten später raus, weil App bereits Ladeende meldet. Ladevorgang beendet bei: 99%.
Türe wieder auf, Anzeige im Wagen aktiviert: 99%/44 km ! Aha, Ford hat den übermütigen Jüngling erinnert, wie kalt es ist...
Aber er lädt wieder, ich blieb vor Ort, lädt nur 1 Minute, also Ladestecker weg. Türe aufgemacht, Anzeige im Wagen aktiviert: 99%/60 km...
Also, da fragt man sich, was Software-seitig und Akku-seitig sich noch (zusätzlich) einspielen sollte. Wenn bereits dreimaliges Türe öffnen für eine Differenz von 60 km auf 44 und zurück auf 60 sorgt...
Nun weiß ich noch nicht, ob ich einen besonders „heißen“ Fahrakku spendiert bekam. Ich bin mir sicher, dass die Anzeige morgen einen anderen Wert anzeigt. Dann wahrscheinlich auch mehr oder weniger gerechtfertigt, aber leider wohl genau so wenig objektiviert nachvollziehbar.
Die Anzeigen sind ganz offensichtlich nicht zuverlässig und konstant, weder in der App noch im Wagen.
Wie ich schon mal meinte, wir wissen nicht, was 100% ist. Dies spätestens, seit es zwei verschiedene Akku-Typen gibt. Ich würde mir die zusätzliche Anzeige von kWh und Volt wünschen. Den Prospekt-Angaben zu den technischen Daten mit 14,4 kWh (?) kann man vertrauen, muss man aber nicht.
Die genannten/gewünschten Anzeigen habe ich auch in jedem Wohnmobil oder Boot mit ordentlicher Elektronik-Ausstattung, mit qualifiziertem Display zum Batterie-Status.
Dann können wir über 100% reden, über unterschiedliche Nutzungsprofile/Fahrprofile, Kapazitätsverlust und Garantie-Ansprüche.
Bezüglich Letzterem, sofern uns Ford noch die Garantie-/Austausch-Bedingungen verrät. Was ohnehin interessant wird, da (noch) keine Werkstätten die entsprechenden Prüfungen durchführen kann.
Dasselbe Problem hätte man wohl auch für die Feststellung eventueller Kapazitätsverluste nach dem erfolgten Akkutausch bzw. auch für evtl. über Software erfolgte „Abregelung“.
Wobei ich schon noch bezweifeln wollte, dass Ford (ggf. Samsung) sich trauen, so weit herunter zu regeln, dass bei den hiervon betroffenen Fahrzeugen die gesetzlich erforderlichen 50 km -Reichweite im Jahres-Durchschnitt unterschritten wird.