Wer lässt einen Gutschein schon gerne verfallen? Den hat man ja als Ausgleich für irgendwelche „Unannehmlichkeiten“ und i. d. R. auch tatsächliche Nachteile erhalten.
Einen Gutschein bekam ich für die zwei Monate Verspätung des Fahrzeugscheins, einlösbar für Inspektion und Einkauf bei Ford, so jedenfalls die Auskunft.
Die dann binnen Jahresfrist wesentlich verteuerte Garantie-Verlängerung konnte damit zumindest abgemildert werden. Drauf gezahlt habe ich dennoch. Ford hat mehr bekommen; nicht zuletzt zusätzlich durch die Preiserhöhung.
Auch als bekennender Moral-Apostel und zeitweilig Spaßbremse hätte ich mir moralisch nicht schwer getan, diesen Gutschein vergünstigt abzugeben, wenn ich keinen Bedarf dafür gehabt hätte.
Wo ist das „Geschäft“, wenn hier ein Kollege offen mitteilt, diesen für weniger abgeben zu wollen als der Gutschein eigentlich her gibt und wo der Schaden für Ford?
Im Zusammenhang mit dem Akku-Desaster wurden Tankgutscheine ausgegeben für den PHEV in einer Höhe, die binnen Jahresfrist nur von den aller wenigsten hätten vertankt werden können.
Man wollte den PHEV sinnvoll mit Strom fahren, nicht mit Benzin. Was haben also (fast) alle hier getan, um diese Sinn befreite Zweckbindung zu umgehen?
Im Vergleich dazu ist die vergünstigte Abgabe eines Gutscheins nicht strenger zu sehen und die Moral-Keule zu schwingen.
Im Gegensatz zum Tankgutschein hätte der Kollege ja mit vergünstigter Weitergabe sogar noch einen Vorteil anteilig abgegeben.
Grüße