Es sind die durch den Stromzähler der Wallbox angezeigten kWh und die tatsächlich in der Hochvoltbatterie ankommenden kWh zu unterscheiden.
Die Ladeverluste betragen gemäß ADAC Test je nach Fahrzeugtype zwischen 10% und 25%. Der ADAC-Test ist unter folgendem Link nachzulesen:
ADAC ermittelt bis zu 25 Prozent mehr an realen Stromkosten.
Im schlechtesten Fall (25% Verluste) werden an der Ladesäule real zu bezahlende 11 kWh angezeigt, von denen jedoch nur 8,25 kWh in der Batterie als Aufladung ankommen. Die Differenz von 2,75 kWh gehen dann während der Aufladung als Abwärme verloren. Leider wurden die Ladeverluste des Kuga nicht durch den ADAC ermittelt. Aufgrund der hier aufgeführten Werte ist jedoch zu vermuten, dass diese auch eher im oberen Bereich liegen könnten.
Weshalb Ford nicht die volle Kapazität der Hochvoltbatterie von 14,4 kWh zur Aufladung frei gibt ist mir leider nicht bekannt.
Wenn die Ladungsverluste immer so hoch sein sollten, werden von den 14,4 kWh also nur 60% genutzt?
Denn sonst würde der Akku ja geladen werden, bis er "voll" ist, und dann müsste mir die Ladesäule ja eher 14 kWh abrechnen.
Und ganz nebenbei hat der ADAC nicht die Ladeverluste ermittelt, sondern die Differenz zwischen geladener Leistung und Verbrauchsangabe im Bordcomputer. Der Verbrauch für Heizung/Kühlung und Nebenaggregate wird da wohl kaum mit eingehen.
Was der ADAC leider auch nicht angibt, ist die Art der Aufladung. Zu vermuten ist DC mit maximal möglicher Ladeleistung.
Da dürften die Verluste u.a. durch Wärme auf jeden Fall häher sein als bei unseren pisseligen 3,7 kW.
Wenn mir mein Kuga aktuell immer anzeigt, dass ich 13 kWh/100 km verbrauche und die rechnerische Reichweite bei nächster Vollladung bei 86 km liegt, dann weiß ich auch, dass das nicht richtig ist. Realistisch sind dann eher 70 km, also 25% weniger. Das entspräche übrigens auch so ziemlich dem lt. WLTP angegebenen Stromverkauf.