… Ich würde aber - obwohl ich Elektrofachkraft bin und auch schon an 10 kV-Anlagen gearbeitet habe - nicht ohne besonderen Anlass an der Hochvoltanlage irgendwelche Verbindungen trennen "nur mal so aus Interesse.
Diese Steckverbindung ist aber genauso wenig eine Hochvoltkomponente wie das Massekabel der 12V-Batterie. Sie unterbricht nur die 12V-Steuerleitung der Schütze, mit denen der HV-Akku vom HV-Netz getrennt wird.
Für Servicezwecke wird diese Verbindung ja getrennt, wenn das Fahrzeug ausgeschaltet ist und die Schütze ohnehin abgefallen sind. So soll lediglich verhindert werden, dass sie während der Arbeiten wieder anziehen, falls z.B. jemand unwissentlich den Startknopf drückt.
Bei einem Unfall sieht das schon anders aus, da dann eventuell das HV-Netz noch in Betrieb ist. Dann ist es zwar besser, das Massekabel der 12V-Batterie zu trennen, um die Schütze des HV-Akkus abfallen zu lassen, weil so auch gleichzeitig Schmorbrände im 12V-System verhindert werden. Aber vielleicht lässt sich die elektrische Verriegelung der Heckklappe nach einem schwereren Unfall nicht mehr öffnen, während die mechanische Verriegelung der Motorhaube noch funktioniert. Wenn jetzt noch Ladung und ein Notrad den Zugang zur 12V-Batterie erschweren, ist es sinnvoll erst einmal den Steckverbinder im Motorraum zu öffnen.
Und ja, auch ich würde diesen Steckverbinder nicht nur aus Neugier testen, vor allem nicht bei eingeschaltetem Fahrzeug. Aber eine Gefahr für die Person, die das macht, sehe ich nicht, eher schon für das Auto.
Dennoch ist es gut zu wissen, dass es diesen Steckverbinder gibt und wo er sich befindet. Das habe ich mir auch sofort nach Erhalt des Fahrzeugs angesehen, nachdem ich die Rettungskarte ausgedruckt und hinter die Sonnenblende fahrerseitig untergebracht hatte.