Beiträge von TomTraveler

    Wenn man den bisherigen Berichten Glauben schenken darf,

    Ich lese in dem Artikel nur „gestrichen“, „durch billigere Variante ersetzt“, „nicht mehr in Ausstattungslinie enthalten“ und „in aufpreispflichtiges Paket verschoben“.


    So gesehen eine konsequente Fortführung der Preispolitik, die nur eine Richtung kennt, nach oben.

    Um es in der Firmensprache von Ford zu formulieren:

    The sky is the limit. ⛅️

    Neue Stossstange und die wurde nur grundiert geliefert, musste also lackiert werden.

    Okay, dann musstest Du doch nich ordentlich investieren.


    Wobei mein Lackierer mir mal an einem Mk2 ein Teil getauscht hat, das er bei Ford fertig lackiert hätte bestellen können, was aber so unverschämt teuer war, dass er das grundierte bestellt und selber lackiert hat, was am Ende deutlich günstiger war.

    wie sind da die allgemeinen Erfahrungen?

    Mein 2022er PHEV hatte zwar schon einen intakten Fahr-Akku, wurde dafür aber mit defektem Telekommunikations-Modul ausgeliefert, weswegen ich bis zum entsprechenden Rückruf keinen Notruf an Bord hatte. Der Modultausch hat dank guter Zusammenarbeit zwischen FFH und Ford Köln zwei Tage Werkstattaufenthalt gekostet.


    Ich schätze den Querverkehrswarner sehr, leider gab es für den auch schon einen Rückruf.


    Mit Panoramadach habe ich kein Problem gehabt. Wahrscheinlich aber nur, weil ich mur sowas unnötiges nicht ins Auto einbauen lasse.


    Den meisten Spass habe ich mit dem 2.5l Duratec Motor:

    1. Zunächst sind die Kühler-Jalousie-Lamellen amputiert und die untere Motorabdeckung durchlöchert worden.

    2. Danach gab es zusätzlich noch ein Software-Update, das wegen massiver Fehler von Ford wieder zurückgezogen wurde.

    3. Inzwischen ist das Update in neuer Version verfügbar. Das horcht jetzt auf Klopfgeräusche im Motor und meldet diese mit einer kryptischen Fehlerkombination. Tritt diese auf, hat man einen neuen Rumpfmotor von Ford gewonnen.

    Der Motortausch setzt voraus, dass man eine fähige Werkstatt findet, die sich den Tausch zutraut, und man - wie hier im Forum berichtet wurde - sechs Wochen auf sein Fahrzeug verzichten kann.


    Vor dem Hintergrund solcher Höchstleistungen im Automobilbau ist die Geschichte mit dem AVAS nur noch eine lustige Anekdote:

    Bei niedrigen Geschwindigkeiten müssen BEVs und PHEVs per Lautsprecher ein künstliches Fahrgeräusch abgeben, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Dazu hatte der Kuga anfänglich vorne und hinten einen Lautsprecher, bis Ford auf die geniale Idee kam, einen Lautsprecher einzusparen und dafür die Lautstärke des verbleibenden zu erhöhen.

    Damit klang der Kuga wie ein Ufo im Landeanflug und war die Show auf jedem Parkplatz.

    Dank der Info hier im Forum habe ich erfahren, dass Ford dafür irgendwann ein Software-Update herausgegeben hat, das allerdings nur auf aktive Beschwerde des Kunden beim FFH aufgespielt wurde, um die Lautstärke wieder zu normalisieren.


    Insgesamt gesehen hatte ich noch nie ein Fahrzeug, das so gemischte Emotionen hervorgerufen hat. Für jedes Feature, über das ich mich freue (z.B. Keyless Go und elektrische Heckklappe), gibt es ein Gegenstück, über das ich mich ärgere (z.B. die schwach geladene 12-Volt-Batterie, wegen der der Sensor auf der Beifahrertür deaktiviert wird, und Fords Einsparung dieser Sensoren an den hinteren Türen).


    Es macht riesigen Spass den Kuga laufen zu lassen, aber wenn Du ihn geparkt hast und kurze Zeit später das Auto per App schon nicht mehr erreichen kannst, weil es in den Tiefschlaf gegangen ist, nervt das bei einem 50T€-Auto einfach nur noch.

    Der Kleine ist halt müde, wenn er Auslauf hatte.


    Mein Fazit:

    Das ist mein dritter Kuga in 9 Jahren, aber jetzt zähle ich nur noch die Tage bis zum Leasingende: 278 Tage.

    Zum Glück habe ich die Karre nicht gekauft!

    Allerdings frage ich mich, warum das so programmiert und die Energie nicht ausschließlich aus den HV-Akkus holt.

    Weil der Akku wahrscheinlich bei den Temperaturen Unterstützung vom Verbrenner braucht, um auf Betriebstemperatur zu kommen.

    Bekanntermaßen sinkt im Winter die Akkukapazität bis auf die Hälfte herunter. Wenn der Rest dann noch zum Heizen des Autos und zum Selbst-Heizen des Akkus verbraten würde, wäre kaum noch elektrische Reichweite übrig.

    Wenn ich jetzt aber bspw. im Skiurlaub bei -10°C und fett zugefrorenem Auto bin, was passiert dann beim Fernstart? Geht der Benzinmotor an?

    Wie Kugi71 bereits schrieb, springt der Verbrenner an, was nicht erlaubt ist.

    D.h. wenn du im Winter nicht am Ladekabel hängst, dann ist der Spass vorbei und Du hast keine Chance, die elektrische Energie des Fahrakkus zu nutzen, um das Auto zu enteisen.


    Es geht halt nix über eine benzinbetriebene Standheizung. Hatte ich bei meinen Benziner-Kugas davor und die war echt in Ordnung.