wurde die Kulanzzahlung am 24.08.26 abgelehnt mit der Begründung, dass der Name auf dem Führerschein nicht mit dem Halternahmen übereinstimmt
Das ist leider das typische Ergebnis, wenn solche Vorgänge nur noch nach Checkliste abgearbeitet werden. Da sitzt dann jemand – vermutlich ohne jede Entscheidungsbefugnis – und arbeitet Punkt für Punkt seine Arbeitsanweisung ab: Fahrzeugschein ✓, Ausweis ✓, Fahrgestellschild ✓, Führerschein ✓. Steht auf dem Führerschein ein anderer Name: ❌ Vorgang ablehnen. Dass auf dem Ausweis der aktuelle Name steht, der Geburtsname daraus eindeutig hervorgeht und damit die Identität zweifelsfrei geklärt ist, interessiert das System dann offenbar nicht mehr.
Gesunder Menschenverstand ist in solchen Prozessen offensichtlich kein vorgesehenes Prüfkriterium. Sobald ein Fall minimal vom Standardschema abweicht, wird lieber abgelehnt, statt einmal fünf Minuten nachzudenken oder jemanden zu fragen, der entscheiden darf.
Ich würde Ford jetzt allerdings nicht einfach weiterlaufen lassen. Schließlich wurde die Kulanzzahlung von 120 € zunächst ausdrücklich zugesagt und die geforderten Unterlagen wurden anschließend vollständig eingereicht. Dass man danach plötzlich eine andere Begründung aus dem Hut zaubert, ist schon ziemlich bemerkenswert.
Ich würde schriftlich verlangen, dass der Vorgang an einen Vorgesetzten bzw. eine entscheidungsbefugte Stelle eskaliert wird. Dabei würde ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass der abweichende Name auf dem alten Führerschein durch den Geburtsnamen und den aktuellen Personalausweis eindeutig erklärbar ist und daraus keinerlei Zweifel an der Identität des Fahrzeughalters entstehen können.
Und wenn Ford dann tatsächlich weiterhin auf einem neuen Führerschein besteht, würde ich mir diese Entscheidung schriftlich mit Begründung bestätigen lassen.
Allein schon, damit man später schwarz auf weiß hat, dass Ford eine zugesagte Kulanzzahlung wegen eines Führerscheins ablehnt, dessen Umtausch der Halter nach den geltenden Übergangsregelungen gar nicht vornehmen muss.
Manchmal ist es erstaunlich, wie viel Hartnäckigkeit man aufbringen muss, um 120 € von einem Konzern zu bekommen, der einem vorher freiwillig genau diese 120 € angeboten hat. 😂
Und spätestens dann wäre die Frage interessant, ob die 120 € tatsächlich an den Führerschein gekoppelt waren – oder ob Ford einfach darauf hofft, dass der Kunde irgendwann entnervt aufgibt.