Beiträge von Nicafe

    Ist der Fahrakku hinreichend gefüllt und die Temperatur über 5 Grad, funktioniert der Fernstart bei meinem Exemplar zumeist auch elektrisch - ansonsten wird gerasselt

    Am Samstagabend hatte ich den Fernstart per App ausgelöst, der Kuga stand mit geforenen Scheiben und am Ladekabel hängend vor dem Haus. Die Außentemperetur wurde mit -2°C angezeigt.


    Der Benziner blieb aus, es wurde rein elektrisch geheizt. Der Kuga war nach 10-15 Minuten muckelig warm, die Motortemperaturanzeige im Display stand auf 60°, alle Scheiben waren freigetaut, und der Ladeziegel war kräftig dabei, Strom nachzupumpen. Der Akku (vor dem Fernstart 100%) stand dann auf 97%, elektrische Reichweite bei 46 km.


    Der Kuga ist einfach nur klasse. Ich finde das oberaffengeil, wie schnell man das Auto vorheizen kann. Im Omega (Benziner), Zafira und S-Max (beides Diesel) musste ich die Standheizung dicke über eine halbe Stunde brummen lassen, bevor es auch nur annähernd so warm im Auto war.

    Das muss er ja auch, wenn du „ordentlich“ auf‘s Gas trittst - das ist bei jedem PHEV so, denn die Elektronik des Autos registriert den Tritt aufs Gas und reagiert ab einem bestimmten „Leistungsabruf“ mit der Zurverfügungstellung der gesamten Leistung - und die gibt es beim PHEV nun einmal nur durch beide Antriebsarten

    Nein, das ist falsch. EVjetzt ist ausschließlich elektrisches Fahren, da kann ich das Gaspedal bis zum Bodenblech durchdrücken, wie ich möchte: der Benziner bleibt aus.


    Einzige Ausnahmen: sehr niedriger Akkustand (unter ca. 4 %) und sehr niedrige Außentempereturen (Frostbereich). Ansonsten fahre ich rein elektrisch, egal wie viel Leistung ich in Anspruch nehme.

    Die Frage, die sich mir stellt ist auch, ob der Kuga überhaupt den Akku über die Wallbox vorheizen kann

    Ja das tut er, das ist ja auch Sinn des Vorheizens. Nicht nur der Innenraum wird temperiert, sondern auch der Akku, und der dafür erforderliche Strom (bei mir aus dem Ladeziegel) wird sofort nachgepumpt.


    Ich erkenne das daran, dass bei Abfahrt mit vollem Akku die angezeigte Reichweite und der Füllstand des Akkus auf den ersten Kilometern nicht so überproportional stark nachlassen als ohne das Vorheizen.


    Wie das tatsächlich speziell mit der Wallbox aussieht, kann ich mangels Erfahrung nicht sagen. Ich meine mich erinnern zu können, dass Wallboxen teilweise vor dem Ladevorgang manuell (mit Chip o. ä.) gestartet oder freigeschaltet werden müssen? Wenn dem so sei: dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das Vorheizen zwar grundsätzlich funktioniert, aber der dafür aus dem Akku verbrauchte Strom garnicht aus der Wallbox nachgepumpt werden kann, weil diese ja garnicht gestartet ist? Das können die Wallbox-Besitzer besser beurteilen ...


    Ich für meinen Teil habe nur den Ladeziegel, der immer am Stromnetz hängt, und deshalb auch sofort Strom liefert, wenn der Kuga danach verlangt, ohne weiteres manuelles Zutun.

    Zitat

    • Die am zweithäufigsten ermittelte Ladedauer betrug zwischen einer und zwei Stunden am Tage – was darauf hindeutet, dass Kuga Plug-in-Hybrid-Fahrer tagsüber gerne schnelles Aufladen nutzen, wenn öffentliche Lademöglichkeiten verfügbar sind.


    Daran erkennt man wieder einmal die "hervorragende" Fachkompetenz und Expertise der Verfasser solcher Texte. Man schimpft sich "elektroauto-news.net", gaukelt Fachwissen vor, hat aber tatsächlich keine Ahnung. Und solche Leute sollen Ratschläge geben und beurteilen, ob ein Auto gut ist oder nicht ... Wahnsinn.


    Bei solch einer öffentlich zur Schau gestellten, peinlichen Inkompetenz könnte ich immer wieder in die Luft gehen vor Wut. Allein daran, dass solche Dinge veröffentlicht werden, erkennt man, dass alle Verantwortlichen (Verfasser, Redaktion, Verantwortliche usw.) von völliger Ahnungslosigkeit geprägt sind und ein fachlich gutes und korrektes Arbeiten nicht gelernt haben. Und das betrifft leider nicht nur die Redakteure von Fachblättern (egal ob Online oder Papier), sondern viel zu oft auch auch die Denk- und Arbeitsweise bei vielen Auto-Verkäufern und in den Werkstätten. Oooooaaaah, ich könnte mich aufregen über so etwas.


    Eines steht fest: wir alle hier in unserem Forum, auch die Neulinge auf dem Gebiet eines PHEV, wissen nach erstmaligem Durchlesen der Bedienungsanleitung mehr über unseren Kuga als diese sogenannten Experten.

    wo kann ich denn die Zeitspanne einstellen, in der App habe ich dazu nichts gefunden.

    Du musst Dich mal durchs Forum wühlen: Ich hatte vor längerer Zeit schon einmal eine ausführliche und bebilderte Anleitung gepostet. Die kann sich zwar aufgrund Software-Updates im Sync und in der App mittlerweile geringfügig geändert haben, aber in den Grundzügen hat die immer noch Bestand.

    Du kannst für das Vorheizen eine Zeitspanne 5 min / 10 min / 15 min vorgeben. Diese bedeutet, wann das Vorheizen vor dem eingestellten Zeitpunkt der Abfahrt beginnt. Und das ist auch die Zeit des Nachheizens, wenn man dann doch nicht (pünktlich) abfährt. So lange bleiben alle Heizungen eingeschaltet.


    Habe ich z. B. 17:00 Uhr als Abfahrtszeit eingestellt mit einer Vorlaufzeit von 15 Minuten, dann beginnt das Vorheizen um 16:45 und endet um 17:15, wenn man dann doch nicht abfahren sollte. So lange bleiben alle ausgeählten Kompoenenten (Sitz-/Lenkradheizung) an.


    Und Max Projekt Kuga PHEV: Wenn ich die Viertelstunde Vorlaufzeit einstelle, ist mein Akku bei Abfahrt auf 100 %, auch wenn ich die Hütte auf richtig mollig warm einstelle.

    dass ich bei 99% den Ladeziegel abgeklemmt habe, nach ca. 30 Minuten dann mit 96% losgefahren bin und nach gerade mal einem Kilometer innerorts nur noch 89% angezeigt bekam.

    Das liegt daran, dass der Kuga für die Temperierung des Akkus relativ viel an eigenem Strom verbraucht, der Ladezustand vor allem bei kaltem Wetter damit relativ schnell runtergeht und in der Konsequenz dieser für das Beheizen des Akkus erforderliche Strom natürlich zum Fahren fehlt. Das wird im Sommer bei Außen-Temperaturen um die 20 - 25 °C viiieel besser werden, da sind die Verluste minimal, weil der Akku bei irgendwas um die 22 - 23°C optimal arbeitet und nicht temperiert werden muss.


    Das Extrembeispiel ist, wenn du im kalten Winter viele kurze Strecken hintereinander, aber in relativ großem zeitlichen Abstand fährst. Zum Beispiel immer mal wieder nur wenige Kilometer Strecke, und dabei immer eine längere Pause dazwischenliegt. Denn dann muss jedes Mal aufs Neue der Akku beheizt (oder im Hochsommer auch gekühlt) werden. Die effektive Rechweite geht dann massiv in den Keller, weil mit jedem Motorstart diese von Dir beschriebenen ca. 10 % Ladezustand verbraucht werden.


    Du verbrauchst im Extremfall mehr Strom zum Beheizen des Akkus als zum Fahren. Das ist systembedingt, das muss man aber wissen, bevor die große Enttäuschung über eine zu geringe Reichweite entsteht.