Auch die Bremsscheiben meines PHEV-Kuga haben oberflächlichen Flugrost, bereits nach drei Wochen, aber das halte ich angesichts der winterlichen Einsatzbedingungen mit viel Nässe und vor allem mit viel Streusalz für völlig normal. Bei meinem Leih-Kuga, den ich zwei Monate gefahren hatte, waren nicht nur die Bremssättel rot, da sahen die Scheiben ähnlich aus und sehr viel schlimmer, als Eure Fotos es zeigen. Der Leih-Kuga war kein PHEV. Und es gab zu dieser Zeit viel weniger Streusalz. Gebremst hat er völlig normal.
Dies aber als Mangel der Bremsscheiben abzutun, halte ich für verfrüht. Man zeige mir bitte derzeit ein Auto mit identischem Einsatzspektrum wie meines oder unseres, dessen Bremsscheiben nicht so aussehen. Aber: Bremsen tun meine Bremsen auch beim etwas festeren Druck auf das Bremspedal bisher ganz normal, da ist kein Rubbeln spürbar oder Kratzen hörbar. Von daher: Erst einmal alles gut. Und zupacken tun sie ordentlich, wie eine unplanmäßige Vollbremsung dieser Tage gezeigt hat.
Rein aus optischer Ansicht kann ich absolut nicht beurteilen, ob es sich bei den auf den Fotos dargestellten Spuren um Riefen handelt oder ob es nur Verfärbungen sind, die sich vielleicht schon mit einem Fingerstrich beseitigen lassen. Es hat auch niemand geschrieben, ob man sich dass nur angeschaut hat oder auch mal mit der Fingerspitze den Gefühlstest gemacht hat? Wenn es denn doch Riefen sein sollten: Natürlich sollte man das im Auge behalten, natürlich kann man auch einmal den Händler nett und freundlich darauf ansprechen. Aber solange das Bremsverhalten und die Fahrzeugstabilität auch über die Rekuperation hinaus völlig normal sind, sehe ich absolut keinen Grund zur Beanstandung.
FordLader: Auf Deinem Foro mit der Endnummer 67 ist auch sehr schön der Abdruck der Elektronischen Parkremse EPB zu sehen: Da, wo die Beläge an der Scheibe angebacken und vielleicht festgefroren waren, hat sich die Rostschicht auf der Oberfläche der Bremsscheibe gelöst. Tipp: Bei Frost nach Möglichkeit keine EPB benutzen.
Keiner unserer Kugas ist bisher drei Jahre alt, keiner hat bisher eine Hauptuntersuchung erlebt. Aber wenn dieser Tag dann kommt und der Prüfer sich abwertend äußert, dann werden wir weitersehen. Und ich habe im Zweifel auch kein Problem damit, mich einmal unterjährig mit einem Prüfer zu unterhalten und ihm meine Bremsen zu zeigen, wenn ich Bedenken habe; das ist mir dann auch ein Trinkgeld wert. Natürlich bevor die Garantiezeit abläuft. Und gegebenenfalls dann mit der Ford-Werkstatt auch. Wie gesagt: Unterhalten, nicht anscheißen.
Und über den Rückschritt zur Trommelbremse würde ich nicht einmal mehr wagen nachzudenken. Genauso wie über das Thema Abdrehen der Scheiben. Über dieses Zeitalter sind ja wohl hoffentlich sehr weit hinweg. Sogar LKW und Baumaschinen kennen keine Trommelbremsen mehr. Man nennt es Fortschritt oder "Stand der Technik".
Wenn es ernsthafte Probleme mit den Bremsen gibt, dann haben wir (alle?) eine Garantieverlängerung mindestens bis einschließlich des 5. Jahres, und bis dahin wissen wir alle, ob und wie sich ein Problem mit der Bremse entwickelt, dank unseres tollen Foums. Ich werde mir aber vorher nicht darüber Gedanken machen, dass uns vielleicht irgendwann der Himmel auf den Kopf fällt.