Beiträge von Projekt Kuga PHEV

    In Deutschland hat der Mach E derzeit “nur” 1.1 - die von dir CaptainHook angeführte Werbung bezieht sich auf außereuropäische Fahrzeuge, die sind da deutlich weiter in den Software- und hardwareständen, zum Teil auch ganz andere (niederschwelligere) Zulassungserfordernisse.

    Beim Mach E ist aber das Gute, dass der eher OTA-Updatefähig ist, denn die Erweiterung für BC ist auch für die Bestandsfahrzeuge mit entsprechender Ausstattung (hardware zur IR-Überwachung des Fahrers) per OTA gekommen. Gleichwohl bin ich mir unsicher, ob es mit den Bestandsfahrzeugen auch weitergehen kann, denn man munkelt, für noch “mehr autonomen Fahrens” wird auch andere hardware benötigt.

    Nur die VW-Derivate Explorer und Capri haben mit Produktionsbeginn 2026.75 Level 2 (inkl. Spurwechselassistent, Ampelrotlicht- und Stoppschilderkennung), gleichwohl nennt sich das nicht “Bluecruise” (ist “echten” Ford-Fahrzeugen vorbehalten) und auch das komplett “handlose” Fahren gibt es bei den beiden Autos nicht.

    Inwieweit künftige Modellpflegen, FL oder ähnlich auch die Level “Autonomes Fahren” anheben, bleibt abzuwarten - da hat eben das KBA die Zulassungskompetenz.


    Grüße

    BlueCruise im Mach E ist auch nur 1.1, 1.3 in den Staaten.

    Zum nächsten “Level” braucht es mehr, zumindest den Spurwechselassistenten.

    Der Explorer und der Capri erfüllen hingegen zwar den automatischen Spurwechselassistenten, aber leider eben immer noch mit Erinnerung a das Lenkradanfassen alle ca. 10-15 Sekunden, obwohl Ford den neuen Assistenten ab 2026.75 mit autonomen Fahren 2.0 deklariert (allerdings gleicht der Assi dem Traveller-Assist von VW, da hat Ford wohl keinen eigenen Gestaltungsspielraum sondern ist von VW abhängig).

    Der neue Assistent bei den VW-Derivaten hat zwar eine Stoppschild- und Rotlichterkennung, aber eben kein “freihändiges” Fahren (warum auch immer die das nicht implementiert haben).

    Im Übrigen: In Staus hilft dir das fordsche Bluecruise nix, denn das wird bei reduzierter Geschwindigkeit automatisch abgeschaltet und funktioniert nur bis 130km/h, Dafür gibt es aber zum einen OPD und den hervorragend funktionierenden Abstandstempomaten iVm dem dem Spurhalteassistenten.


    Grüße

    Meine realen Erfahrungen mit Bluecruise:


    Ist als Gimmick obendrauf einfach ne “geile” Sache!

    Der Mach E hat ja von hause aus einen imho der stärksten Spurführungsassistenten, der funktioniert bei gut markierten Fahrstreifen wirklich gut.

    Die einzigen Unterschiede, die ich zwischen Bluecruise und dem “normalen” Spurführungsasssistenten erkannt habe, bei Bluecruise kann ich eben die Hände komplett vom Lenkrad weglassen und er zieht auch in stärkeren Kurven seine Bahnen “autonom” und die Anzeige für Bluecruise im kleinen “Tachodisplay” wird hübsch in eine große blauen Bubble verändert..

    Das funktioniert auch weitgehend zuverlässig, einzig das für mich zu plötzliche Aussteigen mit zu leisem Warnton führt möglicherweise “zum Entstehen gefährliche Situationen”.

    Bei meinen “Hausautobahnstrecken” knappe 60km Autobahn steigt Bluecruise immer an zwei Stellen aus, die eine ist logisch (ein Autobahnzubringer), die andere nicht. Da steigt er einfach immer an der gleichen Stelle aus, k.A., warum auch immer…🤷🏻‍♂️


    Selbst bei Baustellen auf der Autobahn funktioniert das Ganze ganz gut, wenn die gelben Übergangslinien auch gut geklebt sind und ein Leiten um Baustellenbereiche herum nicht zu S-förmig verläuft.


    Gerade dort, wo es dann auch so eng ist, muss man höllisch aufpassen, denn steigt er an solchen Stellen aus, landet man schneller als man glaubt in der Baustelle, im schlimmsten Fall im Gegenverkehr.

    Daher schalte ich BC grundsätzlich vor Baustellen aus, das ist mir zu unsicher.


    Das Gute beim Abo - wer nicht regelmäßig die Funktion nutzt, meldet eben das Abo nicht an. Da das Abo monatlich zu buchen geht, kann man es gezielt für Urlaubsfahrten buchen und entsprechend danach wieder kündigen. So mache ich seit Ablauf der Testphase, das sind ist mir “der Luxus”, den BC bietet, dann für die Urlaubsreise die 25€ auch wert.

    Kommt auch noch die Funktion des eigenständigen Fahrstreifenwechsels dazu (hat meiner noch nicht), dann wird BC aber imho erst komplett.


    Grüße

    …das gilt aber nur für die “echten” MEB-Fahrzeuge. Für die ”VW-Derivate” gibt es aber viele anders klingende Informationen zur Updatepolitik für den Cari und Explorer…

    Ford soll da so gut wie keinen Einfluss haben. Die Möglichkeit, für die Fahrzeuge der MEB-Plattform händisch (wie beim Kuga, Puma, Mach E möglich) ohne die Zustimmung von Ford über VW durchzuführen tendiert gen Null.

    Diesbezüglich, wenn es um die Updates geht, ist man bei “echten” Ford Fahrzeugen deutlich besser aufgehoben.


    Grüße

    Sorry, aber ich glaube, dass 10km pro Strecke gerade für einen Diesel in der Tat „Kurzstrecke“ ist. Insofern wird damit für ich persönlich schon deutlich, dass der Ölwechselturnus deutlich erhöht ist.

    Inwieweit das tatsächlich „in Ordnung“ ist, vermag ich nicht zu beurteilen, ich habe erst einmal in meinem Leben einen Diesel gefahren, der musste aber nicht so oft zum Ölwechsel🤷🏻‍♂️

    Vielleicht kann dazu hucky0611 etwas mehr fundiert beitragen…


    Grüße

    So, eine hoffentlich letzte Anmerkung zu deiner Behauptung, die imho schlichtweg falsch ist:


    Niemand, aber auch wirklich niemand, behauptet hier, dass das Auto 10kWh auf 100km verbraucht.

    Das Auto von MichaelTE hat im Monat März


    - 10,53 kWh/100km PLUS

    - 3,83 L/100km


    verbraucht.

    Zugrunde gelegt hat er die wichtigsten und am nachvollziehbarsten realen Werte: Nämlich die einzigen verlässlich messbaren Werte getankte Liter und geladene kWh sowie gefahrene Kilometer.

    Und genau darauf kommt es doch bei einem PHEV an, hier einen GESAMTVERBRAUCH darzustellen, der vergleichbar mit anderen ist.

    Dabei würde auch kein Umgerechne auf einen gemeinsamen Energiewert helfen (wie es einige früher immer mal wieder gemacht haben), weil das für den Verbraucher wieder nur reine berechnende Theorie und wäre.

    Für die Kostenermittlung sind übrigens sowohl die Rekuperationsleistung meines Autos als auch die Ladeverluste irrelevant, weil ich die als Betreiber eines solchen Fahrzeugs sowohl im positiven Sinne (Rekuperation muss ich idR nicht bezahlen und bekomme ich kostenfrei dazu) als auch im negativen Sinne (die Ladeverluste kann ich nicht verhindern, die sind eben als gegeben da) diese schlichtweg mitbezahlen muss und diese zwangsläufig eben dazugehören.

    Die Angaben des reinen Nettoverbrauchs sind wiederum einfach ungenau, da wir eben nicht verlässlich aus irgendeiner Quelle den realen Verbrauch der kWh abrufen können.

    Niemand geht hier wohl ernsthaft davon aus, dass die Bordcomputeranzeige dazu verlässliche Werte liefert.



    Fazit:

    Die verbrauchten Liter PLUS die von außen zugeladenen kWh ergeben nun einmal bei einem PHEV den Gesamtverbrauch und sind für eine Vergleichbarkeit der Kosten eines Fahrzeugs unter Auslassung der Strecken-, Wetter- und Fahrprofile die einzig aussagekräftigen Eckdaten, die wir haben.


    Grüße

    …das ist doch eine immer wiederkehrende Diskussion, wie man die Verbräuche bei einem PHEV betrachtet.

    Da das Ganze hier ein Gesamtsystem ist, finde ich den Verbrauchsrechenansatz von Michael genau richtig - denn das sind die realen Werte, die unter dem Strich mein portemonnaie belasten - Gesamt gefahrene Kilometer, dafür verbrauchte Energie, also für die Gesamtstrecke verbrauchten/geladenen kWh und für die Gesamtstrecke die verbrauchten Liter…


    Grüße