Die Messung von Kuga-Stromer scheint mir stimmig und als Vergleich geeignet - und nochmal: die km-Reichweite ist als Vergleich ungeeignet, weil von Temperatur und Fahrstil abhängig.
1. Bruttokapazität 14,4 kWh wie bei allen PHEV
Die Messung von Kuga-Stromer:
"Bei Weiterfahrt rein elektrisch bis der Verbrennungsmotor startet sind es 15% brutto (= 2,2 kWh)."
= Restkapazität bei Reichweite 0 km = Batterie bis zur unteren Reserve entladen (Batteriestand lt. CarScanner 15,28%)
2. Meine Rechnung: Bruttokapazität 14,4 kWh = 2,2 kWh / 15,28%
Mein Fazit:
Bei einem PHEV ohne update ohne KZP ohne massiven Alterungsprozess sollte die Ladekapazität so sein:
14,4 kWh Bruttokapazität
- 1,4 kWh obere Reserve
- 2,2 kWh untere Reserve
=> 10,8 kWh nutzbarer Bereich => daraus errechnet sich abh. von Temperatur und Fahrstil die Reichweite.
Ford vergreift sich mit der Software (KZP und update) zuerst an der oberen und unteren Reserve. Das fällt ohne Messung erst dann auf, wenn viele Zellen defekt sind und sich dadurch der nutzbarer Bereich unter 10,8 kWh verringert.
Zum Nachweis müssen 3 Messungen in kWh erfolgen:
A. Kapazität nach Vollladung (Soll 14,4 kWh bzw. 13,0 kWh ohne 1,4 obere Reserve)
B. Kapazität bei Reichweite 0 km (untere Reserve Soll 2,2 kWh)
C. Kapazität geladen = abgelesen an der wallbox (Soll 10,8 kWh) - wenn laden von min 0% bis max 100%
Abh. von Alterungsprozessen kommt es zu geringen Abweichungen.