Beiträge von Kuga-Stromer

    Jetzt bin ich gespannt... 20% Ladeverlust? Wo denn?

    Im Kuga selbst meinst du? …

    Ja, im Kuga selbst entsteht durch das Onboard-Ladegerät (Spannungswandler, Gleichrichter) und durch den Akku selbst sowie seiner Klimatisierung (hört beim Laden deutlich) einiges an Verlusten. Wobei bei deiner Situation mit dem 6mm^2-Kabel und 3,7 kW aus der Wallbox wenigsten dort kaum Verluste auftreten werden. Mit dem Ladeziegel sind die Verluste außerhalb sicherlich größer.


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    Was ich mich nur Abfrage, ist 12 kWh so ungefähr das Maximum was man laden kann?

    Ja, das ist so. Die Gesamtkapazität des HV-Akkus beträgt 14,4 kW. Davon werden nach oben 10% und nach unten 20% geschützt. Der tatsächliche Ladezustand von 13 kWh wird also SoC 100% angezeigt. Eine Restkapazität von 2,9 kWh und darunter gilt als SoC 0%. Die nutzbare Kapazität beträgt also ca. 10 kWh netto. Beim Beschleunigen mit SoC 0% kann auch noch kurzfristig etwas von der Restkapazität genutzt werden, was aber zeitnah wieder durch den vom Verbrennungsmotor getriebenen Generator und durch Rekuperation wieder nachgeladen wird. Wenn du 12,3 kWh geladen hast, sind der Rest Ladeverluste von ca. 20%.

    … Bisher noch nicht ! …

    Das solltest du vielleicht mal machen, um zu sehen, ob die 12V-Batterie während des gesamten Ladevorgangs des HV-Akkus über den DC/DC-Wandler mitgeladen wird. Die Bordspannung liegt dann über 14 V. So sollte es zumindest sein. Es gibt aber ältere Softwarestände, bei denen das nicht der Fall ist.


    Das Ladekabel ziehe ich immer möglichst zeitnah wieder ab, damit alle Steuergeräte heruntergefahren werden. Wie sinnvoll das ist hängt auch von Softwarestand ab.


    Wenn die 12V-Batterie jetzt schon zweimal so tief entladen war, sollte sie aber auf jeden Fall ausgetauscht werden,

    … Ein E-Auto ist imho immer noch nicht für sehr niedrige Temperaturen, hohe Geschwindigkeiten oder Steigungen gebaut, da hat imho der Diesel und der Verbrenner (rein auf die %uale Steigerung des Verbrauchs) schlichtweg immer noch Vorteile.

    Was niedrige Temperaturen angeht, stimmt es. Da nimmt der Wirkungsgrad beim Elektroantrieb, bedingt durch die dann deutlich nachlassende Effizienz des Akkus, drastisch ab. Bei hohen Geschwindigkeiten ist der Elektroantrieb genauso effizient wie bei niedrigem Tempo. Der Verbrennungsantrieb wird aber bei niedrigen Geschwindigkeiten, vor allem im Stadtverkehr höchst ineffizient. Daher stimmt auch hier, das der Verbrauch prozentual weniger stark zunimmt, da er bei niedrigem Tempo schon sehr hoch ist. Das kennt man ja von den Verbrauchsangaben, für Stadt, Land, Autobahn. Der prozentuale Unterschied im Verbrauch zwischen Flachland und Bergfahrt ist aber beim Verbrenner genauso groß, wie beim E-Mobil, nur dass man beim reinen Verbrenner bergab nicht rekuperieren kann. Beim PHEV ist hier kein Unterschied vorhanden.


    Dass das nicht nur in der Theorie so ist, sieht man an meinem Langzeittest dazu hier: