Das ist bei mir etwas anders. Wenn ich ruhig und entspannt fahre, dann wird mir langweilig. Dann spiele ich am Radio, probiere die eine oder andere Funktion in Bordcomputer und Einstellungen aus, gucke aus dem Fenster, bestaune die Ladung des LKW-Schwertransports, schaue nach hübschen Gesichtern in den anderen Autos, krame auf der Rückbank nach der Wasserflasche usw. Kurzum: Ich habe meine Konzentration überall, aber nicht auf der Straße. Sicher ist es von Vorteil, wenn man gerade dann diese Assistenzsysteme hat, aber: sicherer fahre ich, wenn ich dann doch vielleicht etwas schneller unterwegs bin als mit dem Bummelzug, und dann jedoch mit allen Sinnen auf der Straße.
Ich habe es mehrfach erlebt, dass ich mir gesagt habe, ich hab Zeit und kann langsam fahren und bin so mit 120 oder 130 km/h vor mich hingebrummt und hätte dann aber wegen Unaufmerksamkeit fast Unfälle gebaut. Dann lieber mit 170 km/h oder noch etwas mehr unterwegs (wo es erlaubt und möglich ist), dann aber mit voller Konzentration.
Irgendwann einmal auf einer bis dahin ruhigen, aber wegen dieser beschriebenen Langeweile gefährlichen Fahrt habe ich mir regelrecht gesagt: "So, jetzt habe ich die Schnauze voll." , habe alle Systeme abgeschaltet, bin aufs Gas und war erheblich sicherer unterwegs als vorher.
Vielleicht ist die Anwendung der Assistenzsystem aber auch Gewohnheitssache, wir werden sehen ...