Und diesen Gedankengang für mich persönlich in der Konsequenz zu Ende gedacht: Ich bin dienstlich sehr viel auf der Piste und fahre hier und da privat schon einmal von Trier nach München, das sind 500 km. Bleiben wir beim Beispiel München: Es gibt auf dieser Strecke über 300 km weit Geschwindigkeitsbegrenzungen von 80 / 100 / 120 / 130 km/h. Zusätzlich gibt es immer wieder viele und lange Baustellen mit weiteren Einschränkungen. Nehmen wir an, wir haben auf dieser Strecke auf 350 km Länge Geschwindigkeitsbeschränkungen von durchschnittlich 100 km/h und ich stelle meinen Tempomaten dann auf 120 km/h ein. Dann fährt der Kuga effektiv 113 km/h, mit abgefahrenen Reifen sogar weniger als 112, und bei Abzug der 3 km/h Toleranzgrenze beim Blitzen kostet mich jedes (!) Foto dann maximal 10 €. Und von Punkten in Flensburg bin ich immer noch sehr sehr weit entfernt. Ich bin dafür aber 50 Minuten (!!!) früher in München, als wenn ich meinen Tempomaten auf 100 km/h einstelle ... Und als Raser gilt man bei 120 km/h doch auch noch nicht, oder?
Das kann man natürlich so machen, halte diese Taktik allerdings schon für gwagt, da du ja auch nicht weißt, wie genau die Messanlage funktioniert und die drei km/h die da in Abzug gebracht werden, sollen ja die Ungenauigkeiten ausgleichen.
Zudem ist die Rechnung mit der Zeit, die du dann früher am Zielort bist, rein theoretischer Natur - das funktioniert, wenn du allein oder allenfalls mit extrem wenig Verkehr unterwegs bist.
Bei den vielen Baustellen und der Verkehrsdichte reichen schon ein paar Stockungen wegen überholender LKW oder notorischen Überholspur-Fahrer, und dein angepeilter Schnitt ist hin...
Gruß Jörg