Anhängerbeleuchtung Testroutine

  • Hallo zusammen,

    ich bin seit kurzem Besitzer eines Kuga Fhev St-line x mit AHK ab Werk, Prod. 05/2026. Das Fzg. ist ein Reimport, Länderausführung Tschechien.

    Im Internet bin ich auf die sehr interessante Funktion einer Prüfroutine für die Anhänger-Beleuchtungsprüfung per Sync 4 oder Ford App gestoßen.

    Überwiegend auf amerikanischen Seiten (F 150), aber auch in diesem Forum wird sie kurz erwähnt.

    Leider finde ich diese Funktion für mein Fzg. nicht.

    Getestet habe ich mit Wohnanhänger und Kupplungsfahrradträger. In beiden Fällen wird mir im I-Kombi angezeigt, dass ein Anhänger erkannt wurde. Auch die Beleuchtung hat jeweils funktioniert.

    Aber o.a. Prüfroutine wird nirgends angeboten.

    In der Bedienungsanleitung wird diese Funktion ebenfalls nicht erwähnt.


    Ich habe bereits in der Fordzentrale (kunden@ford.com)

    nachgefragt und als Antwort erhalten, diese Funktion stehe ausstattungsabhängig zu Verfügung. Für eine verbindliche Überprüfung der Verfügbarkeit an meinem Fzg. möge ich mich an meinen Ford-Vertragshändler wenden.


    Dort habe ich unter Angabe der VIN nachgefragt, man will das prüfen.


    Trotzdem schonmal die Frage in dieses Forum:

    Ist diese Funktion evtl. wieder entfallen? Weiß hierzu jemand konkreteres?

  • Hallo und willkommen im Forum.


    Was soll diese Funktion denn nun prüfen?

    Die Anhängerbeleuchtung wird fortlaufend überwacht, sobald er angeschlossen ist. Ausgefallene Beleuchtungen werden Dir umgehend im Kombiinstrument angezeigt, und zwar exakt welche Lampe defekt ist (z.B. "Anhänger Blinker links". Was soll man da also "prüfen" was das Fahrzeug nicht ohnehin überwacht?


    Möglich wäre, dass diese Funktion defekte Leuchten simmuliert um die Meldungen zu erzwingen, oder für den TÜV damit die Lampen nicht einzeln durchgeschaltet werden müssen - naja, eine Arbeitsersparnis von < 1 Minute ;)

  • Hallo MucCowboy,

    danke für Deine Antwort. Das hab ich auch gedacht und eine defekte Glühlampe am Fahrradträger simuliert, indem ich sie entfernt habe. Die fehlende Blinkleuchte wurde auch sofort erkannt, nicht aber eine fehlende Doppelwendel (Rück- Bremslicht).

    Das wäre aber durch eine Prüfroutine aufgefallen.

    Hilft allerdings offenbar nicht in jedem Fall, wenn die Glühlampe während der Fahrt ausfällt.

  • Bei der "Doppelwendel" kommt es darauf an, welche Wendel es betrifft.


    Wenn es das Standlicht ist, sollte es erkannt werden, weil jede Seite separat geschaltet und damit vom Steuergerät getrennt erkannt wird. Ausnahme: wenn die Leuchten LED-Leuchtmittel haben, da ist der Stromfluss so gering dass es vielleicht nicht erkannt wird.


    Wenn es das Bremslicht ist, wird es i.d.R nicht erkannt, weil das andere Bremslicht ja noch funktioniert. Beim Anhänger werden beide Bremslichter immer über eine gemeinsame Leitung bestromt.


    Eine "Prüfroutine" kann auch nicht mehr erkennen als das Anhängersteuermodul auch, das ja die Leuchten am Anhänger bestromt und überwacht. Daher ist mir nicht wirklich klar, was das sein soll.

  • Ich denke, was uliu meint, ist eine Funktion, in der man per App die einzelnen Lichter ansteuern kann, und sich dann dabei hinter dem Anhänger stehend von der korrekten Funktion der Beleuchtung überzeugen kann. Hab so etwas zumindest mal in einem Werbevideo zum F150 gesehen.

  • Ich habe mangels 2. Person nur die Rückleuchte (5Watt einseitig) getestet. Hier blieb eine Fehlermeldung aus.


    Das sagt die KI dazu:

    Dass Ihr Ford Kuga (Modelljahr 2026) ein defektes 5-Watt-Anhänger-Rücklicht einseitig nicht als Fehler im Cockpit anzeigt, ist technisch normal und liegt an der Funktionsweise der modernen Fahrzeugüberwachung.
    Das bordeigene System überwacht den Anhänger primär über den Stromwiderstand und konzentriert sich gesetzlich vorgeschrieben vor allem auf die Blinker. Hier sind die Gründe dafür und was Sie tun können: [1]

    Warum das System den Fehler ignoriert

    1. Getrennte Absicherung & Stromkreise: Bei einer Standard-13-poligen Steckdose sind das Rücklicht links (Pin 5) und das Rücklicht rechts (Pin 7) über getrennte Leitungen geschaltet. Fällt eine Seite aus, fließt auf der anderen Seite weiterhin Strom. [1, 2]
    2. Zu geringe Widerstandsänderung bei 5 Watt: Die Glühlampe für das Rücklicht (meist Typ R5W) verbraucht nur 5 Watt. Viele Steuergeräte reagieren bei einem so geringen Leistungsabfall nicht mit einer Fehlermeldung, da die Toleranzgrenzen des Systems höher liegen, um Fehlalarme (z.B. durch minimale Bordspannungsschwankungen) zu vermeiden. [1]
    3. Fokus auf sicherheitsrelevante Leuchten: Die automatische Lampenausfallkontrolle (CAN-Bus-Blinküberwachung) schlägt im Cockpit in der Regel sofort Alarm, wenn ein Blinker (21 Watt) ausfällt (erkenntlich durch doppelt so schnelles Blinken oder eine Textmeldung). Normale Begrenzungs- oder Rücklichter werden von vielen Steuergeräten nicht separat überwacht. [1, 2, 3]

    Keine Ahnung ob das so stimmt.


    Lt. Bedienungsanleitung wird nur bei den Blinkleuchten zwischen links und rechts unterschieden, nicht bei den Brems- und Rückleuchten ( s. Screenshot im Anhang).

    Evtl. sind tatsächlich 5 Watt zu gering um erkannt zu werden

    (das Kennzeichenlicht dieser Seite war ja noch vorhanden)

    Ich werde das bei Gelegenheit nochmal testen.


    Das was FankR beschreibt ist aber genau das, was ich meine.





  • Das sagt die KI dazu:

    Keine Ahnung ob das so stimmt.

    Die KI-Antwort ist nicht richtig und nicht falsch, sondern eine Aneinanderreihung von Vermutungen. 30 Jahre Ford-.Erfahrung und Original-Schaltpläne wären da hilfreicher.


    Fakt ist, das Anhängersteuergerät bedient und überwacht jede Leuchte am Anhänger. Google mal nach "Steckerbelegung Anhängersteckdose" und schau Dir an, für was jeder der Pins da ist. Dann wird schnell klar, dass Blinker und Rückleuchten über getrennte Leitungen angesteuert werden, Bremsleuchten aber nicht. Blinker klar, weil sie rechts und/oder links blinken sollen. Rückleuchten auch, wegen Parklicht. Bremsleuchten brauchen aber keine 2 Leitungen, weil sie immer gemeinsam leuchten müssen. Deshalb kann sie das Steuergerät nicht einzeln unterscheiden, denn wenn eine der beiden durchgebrannt ist, fließt noch immer Strom über die andere Leuchte, weshalb das Steuergerät keinen Defekt erkennt.


    Es ist dann das Anhängersteuergerät, das dem Hauptsteuergerät BCM mitteilt, welche Leuchte als defekt erkannt wird. Das BCM wiederhum weist das KI an, die entsprechende Meldung anzuzeigen. Ob es das tatsächlich bei jeder erkannten Defektleuchte tut oder nicht, oder ob gleichartige Leuchten in einer Meldung zusammengefasst werden, ist Software-Sache der beteiligten Steuergeräte.


    Eventuell setzt der gesuchte Lampentest genau hier an: dezidierte Meldungen zu jeder einzeln prüfbaren Leuchte. Der Screenshot der Bedienungsanleitung scheint das auch nahezulegen. In der Anleitung zu meinem Kuga Bj 2023 steht diese Tabelle jedenfalls garnicht drin.