Beiträge von Fritz2109

    Nochmal.... Der Mangel wird nicht mit einer Software behoben. Die Software soll lediglich erkennen, ob überhaupt ein Mangel vorliegt.


    Sollte die Software erkennen, dass mit dem Akku etwas nicht stimmt, geht im Display die Meldung an, das Fahrzeug umgehend abzustellen und die Werkstatt zu informieren. Über den genauen Wortlaut müssen wir jetzt aber nicht auch noch diskutieren. In der Werkstatt wird dann der Akku oder die entsprechende Zelle getauscht.

    Wenn die Software aber nichts feststellt, ist alles in Ordnung, dein Akku bleibt drin und du kannst fahren wie du willst.


    Wer den Kuga PHEV ( mit 50 km elektrischer Reichweite) ausschließlich elektrisch nutzt und sich jetzt wegen einer vorübergehenden Ladung von nur bis 80% aufregt, hat schlicht weg das falsche Auto gekauft. Die 80% reichen jetzt im Sommer immer noch weiter als 100% im Winter.


    Ob ihr eure Akkus bis 80% ladet oder doch bis 100% ist euch überlassen. Aber Ford gibt diese Anweisung nicht ohne Grund heraus. Das hat technische Gründe deren Erklärung hier im Forum aber zu weit gehen würde. Auf Youtube gibt es jedoch genug Videos und Informationen zu Lithium-Akkus und was dort intern beim Ladevorgang passiert. Wen es interessiert, der kann sich dort mal umschauen.

    Weiß jemand, wie es mit Gewährleistung gegen den gewerblichen Verkäufer aussieht, wenn das Fahrzeug innerhalb der letzten 12 Monate gekauft wurde? Ford bestätigt ja schließlich einen Mangel am Fahrzeug an der Antriebsbatterie. Gerade bei den ersten Fahrzeugen, die vielleicht schon 150000km oder mehr drauf haben, könnte man auf die Art ja an einen neuen Akku kommen.

    Der Hersteller/Verkäufer hat auf jeden Fall das Recht, den Mangel 2 x nachzubessern.


    Google sagt:


    "Nach dem deutschen Kaufrecht (BGB) hat der Verkäufer grundsätzlich zwei Versuche zur Nachbesserung, bevor Sie vom Kaufvertrag zurücktreten oder den Preis mindern können."


    "Zwei Versuche: Nach dem Gesetz (gem. § 440 BGB) gilt eine Nachbesserung nach dem zweiten erfolglosen Versuch als fehlgeschlagen."


    "Kein zweiter Versuch bei Fristsetzung: Haben Sie dem Verkäufer bei der ersten Reklamation eine angemessene Frist gesetzt und diese verstreicht erfolglos, ist ein zweiter Versuch oft nicht mehr zumutbar. Sie können dann direkt vom Vertrag zurücktreten."


    "Art des Mangels: Bei extrem schwierigen Reparaturen oder wenn der Verkäufer die Reparatur verweigert, kann das Recht auf Nachbesserung auch schon nach dem ersten Versuch enden."


    *


    Nun lautet zwar der Grund der Nachbesserung immer wieder Brandgefahr, aber es muss nicht immer die gleiche Ursache sein, die behoben werden muss. Rechtlich gesehen, bekommt jeder Grund eine neue Nummer. Aktuell lautet der Grund 25sc4. Der Hersteller/Verkäufer hat also 2 mal die Möglichkeit, diese Nummer 25sc4 nachzubessern. Und von euch hat bestimmt keiner dem Hersteller eine Frist gesetzt, oder?

    Wenn die Updates nichts bringen, wieviel HV-Batterien sind denn da nun schon in Flammen aufgegangen? Nach den Updates wohlgemerkt.

    Wer behauptet, ich hätte die Vorgaben nicht eingehalten, muss das beweisen. Sagt mein Anwalt-Nachbar.

    Richtig. Das macht dann der Gutachter. Und sollte dein Kuga nicht vollständig abgebrannt sein, wird in irgendeinem Steuergerät auf irgendeinem Chip gleich unter dem tatsächlichen Kilometerstand ( der ja an mehreren Stellen gespeichert wird) auch irgendwo eine Ladestatistik hinterlegt sein. Und dann ist es völlig egal, wenn Ford deine Daten nicht weitergibt. Dann ordnet ein Gericht an, die Daten soweit möglich direkt aus dem Auto auszulesen. Vielleicht fragt das Gericht auch bei deinem Energieversorger nach und stellt dann zusammen mit den Daten der Wallbox fest, wie hoch und wie lange der Stromverbrauch war. Schließlich gibt es leine Ladekurve. Bis 80 % wird schnell geladen und danach langsamer mit weniger Leistung bis die 100% erreicht sind. All das wird auch ohne dein Einverständnis hinterlegt. Oder hast du auch dem Anbieter der Wallbox geschrieben? Und dem EVU?


    Aber vielleicht wünsche ich mir sogar, dass dein Auto brennt. Denn dann kannst du hier detailliert berichten, was die diese ganze Diskussion gebracht hat.

    Kuga20122: Nein, es gibt auch zuverlässige HV-Akkus, bspw. Nissan Leaf, mehr als 10 Jahre ohne Rückruf auf dem Markt

    Dann google mal danach.


    Für den Nissan Leaf gab es in den vergangenen Jahren mehrere Rückrufaktionen. Die wichtigsten betreffen mögliche Überhitzungen und Brandrisiken an der Batterie, weshalb betroffene Halter zeitweise auf das Schnellladen (DC) verzichten sollten.



    Batterie-Überhitzung (Modelljahre 2019–2022)


    Batterie-Masseplatte (Modelljahre 2018–2023)

    Darum geht es doch. Auch diese neue Software erkennt wohl nicht rechtzeitig wenn der Akku " durchgeht" deshalb der Austausch bei Mercedes.

    Um es noch einmal klar zu sagen, mancher Akku hat einen gravierenden Mangel. Jetzt wird nicht versucht diesen Mangel zu beseitigen (durch Austausch) sondern es wird nur versucht die Risiken des Mangels zu minimieren. Der Unterschied sollte für jeden klar ersichtlich sein. Es findet definitiv keine Mangelbehebung statt. Dass man versucht die mangelhaften Akkus rechtzeitig zu entdecken ist aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll. Aber nur wenn es eine zuverlässige Software zur Erkennung gibt. Die Betonung liegt auf zuverlässig. Die sehe ich noch nicht.

    Du sagt es. "Mancher Akku hat einen gravierenden Mangel".


    Was wäre nun sinnvoll? Alle Akkus von allen Kugas weltweit tauschen, nur weil "mancher Akku" ein Problem hat?

    Oder mittels Software genau die Akkus aussortieren, die Mängel aufweisen?


    Man hat das Problem doch inzwischen soweit eingegrenzt, dass man lediglich ein Laden auf 100% vermeiden soll. Bis 80% Ladestand gibts keine Probleme und jeder darf seinen Kuga bis 80% aufladen. Die neue Software erkennt zukünftig Unregelmäßigkeiten und warnt den Fahrer. Er wird aufgefordert, umgehend die Werkstatt aufzusuchen. Ich geh davon aus, dass bei einem Problem mit einer Batteriezelle auch das Laden bis auf weiteres softwareseitig deaktiviert wird, um Schäden zu vermeiden. Man muss dann zwingend in die Werkstatt und dort wird dann der Akku oder einzelne Zellen getauscht.


    Zitat


    Dass man versucht die mangelhaften Akkus rechtzeitig zu entdecken ist aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll. Aber nur wenn es eine zuverlässige Software zur Erkennung gibt. Die Betonung liegt auf zuverlässig. Die sehe ich noch nicht.

    Darum gibt es auch noch keine Lösung, weil Ford noch immer an der Software entwickelt.


    Die zukünftige Software soll ja nicht nur den aktuellen Mangel erkennen, sondern auch für zukünftige Modelle funktionieren.

    Deine Argumente werden durch Wiederholung nicht besser.


    Ich habe dazu eine klare und abschließende Meinung:

    Ein Hardwareproblem kann mit Software nicht gelöst werden. Das ist ein inkompetenter Vertuschungsversuch.

    Und nochmal:


    Es soll damit auch kein Hardwareproblem gelöst werden.


    Es wird eine Software entwickelt, die das Hardwareproblem erkennt, analysiert und Maßnahmen ergreift, bevor es zum Brand kommt.


    Bei erkennen eines Problems werden dann eventuell defekte Zellen sicherheitshalber abgeschaltet. Im Display steht dann, du sollst die Werkstatt aufsuchen und dort werden entweder der ganze Akku getauscht oder nur einzelne Zellen.


    Da wird überhaupt nichts vertuscht. Kann doch nicht so schwer sein, das zu verstehen. Und falls doch, geh zum Anwalt und klage. Der wird sich freuen.

    Schön dass im Anschreiben steht ‚nur bis 80 % laden‘. Meiner läd grad mal null komma nix. Heute an der Ladesäule hat das Auto das Laden einfach nicht freigegeben. Da kann ich morgen mal die Werkstatt meines Vertrauens anrufen. Also ich bin grad echt dezent genervt.


    Hatte das einer von euch auch schon? Ist echt ätzend. Vor allem kommt man sich an der Ladesäule vor wie der letzte Depp.

    Lag das wirklich am Auto oder vielleicht doch an der Ladesäule?

    Und genau weil man das weiß oder wissen sollte, könnte man erwarten, dass die Hersteller der Batterien dazu passend was entwickeln. Scheint aber nicht so zu sein. Der Verbraucher ist am Ende der Dumme und bezahlt diesen Murks.

    Die Batterien funktionieren doch so wie sie sollen.

    Die PKW-Hersteller jedoch sollten ihre Fahrzeuge dahingehend optimieren, dass die 12V-Batterie nicht zu leer gezogen wird. Ford hat dazu den Tiefschlaf aktiviert.


    Ich kann meinen Kuga mehrere Wochen parken. Nach gut 2 Tagen ist er im Tiefschlaf. Aber wenn ich nach 6 oder 8 Wochen das Auto öffne, kann ich einsteigen und losfahren.

    Hallo Fritz2109,


    dass die Garantie für die HV-Batterie erlischt, wenn ich die 12V-Batterie selber austausche, ist mir neu. Wo steht dies geschrieben?

    Dies wäre ein Widerspruch zur Kuga-Bedienungsanleitung. Hier wird ausführlich ab Seite 430 beschrieben, wie eine 12V-Batterie ausgetauscht wird, was zu beachten ist und was anschließend neu eingerichtet werden muss.

    Ich werde morgen diesbezüglich meine FFH ansprechen. Dass eine 12 V-Batterie ein Verschleißteil ist und einmal schlapp macht, habe ich mehrmals erlebt. Immer hat sich diese Schwäche angekündigt. so dass ich rechtzeitig reagieren konnte. Dass sie quasi über Nacht, nach einem Tag Standzeit, ohne Anzeichen total ausfällt ist mir neu.

    Was ich über die Garantie schrieb, hatte nichts mit dem Kuga zu tun. Das kannst du aber bei Mercedes nachlesen.

    Bitte beachte das, wenn du deinen FFH darauf ansprechen willst.


    Dass eine 12V Batterie unerwartet total ausfällt, hab ich oft bei unseren AMG-Batterien erlebt. Wir verbauen an Notstromaggregaten zum Teil 4 Stück 12V240Ah Batterien. Die Aggregate werden in der Regel nur einmal im Monat zum Probelauf gestartet und die Batterien stehen immer im Aggregateraum bei ca. 20 - 25 °C. Letzen Monat hat der Motor normal gestartet und diesen Monat bricht die Spannung ein und der Motor bleibt aus.


    Die Batterie ist also innerhalb von 2 Starts kaputt gegangen.


    In Krankenhäuser wäre so etwas bei einem Stromausfall fatal.