Beiträge von Fritz2109

    Ich kann mir gut vorstellen das es bauart bedingt ist, die konventionelle Handbremse wurde einfach über ein Zugseil übermittelt, heutzutage ist es eine Spindel die in einer Mutter läuft.

    Dann drückt lediglich die Spindel gegen den Belag und diesen mit relativ geringer Kraft gegen die Scheibe. Durch die geringe Kraft entsteht auch nicht so eine hohe Wärmeentwicklung wie mit der Fußbremse.


    Dass man so nicht aus hoher Geschwindigkeit mehrmals hintereinander bis zum Stillstand bremsen sollte, dürfte klar sein.

    Aber um die Beläge an die Scheibe zu drücken und so regelmäßig das Tragbild in Ordnung zu halten, wird kein Problem darstellen. Schließlich hat mir den Tip mit der Feststellbremse sogar der Fordmitarbeiter genannt.

    Ich hab beim letzten Bremsenwechsel eigene Bremsscheiben und Beläge angeliefert.


    Bei at-rs.de gibts die yellowstuff Bremsbeläge. Die haben einen höheren Reibwert und dadurch einen höheren Verschleiß.

    Das klingt für alle erstmal tragisch, aber für PHEV-Fahrer ist das genau das Richtige.


    Dort rosten die Bremsscheiben weg, weil sie kaum in Benutzung sind. Mit den stärker verschleißenden gelben Bremsbelägen kriegt man die Scheiben wunderbar sauber. Gerade wenn du ausschließlich im Berliner Stadtgebiet herum fährst, wirst du die Stadt doch hin und wieder verlassen. Dort auf der Landstraße vor einer Kreuzung auf "N" schalten und die Bremse treten. Damit bremst du den Kuga ohne Rekuperation und nur mit der Bremsanlage ab.

    Das gleiche machst du dann nochmal mit der elektrischen Handbremse. Rückwärtigen Verkehr kontrollieren, auf "N" schalten und die Handbremse ziehen und halten. Da geht nichts kaputt und da blockieren auch keine Räder. Er verzögert einfach nur.


    Seit ich die gelben Beläge drin hab, sehen die Bremsscheiben immer gut aus.

    Davor hatte ich schon zwei mal die Bremse wegen Rost/Tragbild tauschen müssen. Die hat man auch nicht mehr freibremsen können.

    man kan natürlich aus allem eine Wissenschaft machen.

    Mein Kuga ist jetzt 5 jahre und 70000 km alt und erhielt bisher 2 Ölwechsel. Er schnurrt wie am ersten Tag.

    Den nächsten gibts nächstes jahr zur 3. Jahresinspektion.

    So wie es eben vorgeschrieben ist.

    Ich hab auch nicht behauptet, dass der Kuga sofort kaputt geht, wenn man nur alle 2 Jahre das Öl wechselt.

    Nur seh ich das einfach aus einer anderen Sicht. Ich bin gelernter KfZ-Mechaniker (Meister), der seine Ausbildung in einer Motoreninstandsetzung absolvierte.

    Ich hab dort Motoren komplett zerlegt und auch sich anbahnende Schäden gesehen, die man bestimmt nicht erwartet hätte. Früher hielten Motoren mehrere 100.000 km. Einen Hybrid mit mehr als 100.000 km würde ich nie gebraucht kaufen.


    Und um es noch einmal zu sagen, .... die Ölprobe war mir persönlich wichtig, gerade weil ich beruflich bedingt damit zu tun habe. Und da hier im Forum immer wieder Diskussionen zum Ölwechsel auftauchen und über Sinn oder Unsinn der Ölzustandsanzeige geschrieben wird, habe ich das Ergebnis meiner Ölprobe hier hochgeladen, so dass sich jeder ein eigenes Bild machen kann, der sich dafür interessiert.


    Es ist jedem selbst überlassen, was er macht. Ich werde mich hüten, irgendetwas vorzuschreiben. Eines würde ich aber noch von den Fahrzeugherstellern verlangen. Neben der Gesamtlaufleistung in Km würde mich noch die Anzahl der Motorstarts interessieren.

    Das "trockene" starten ist ja auch nur ein Punkt. Gerade die Hybrid-Fahrzeuge starten die Motoren, wenn sich das Fahrzeug mit höherer Geschwindigkeit bewegt. Und es macht einen Unterschied, ob der Motor "trocken" gestartet wird und Leerlaufdrehzahl hat, oder ob man mit 80-100 km/h elektrisch unterwegs ist und plötzlich springt der Verbrenner an und ist gleich auf Last und 3000 U/min, bevor das Öl an allen Lagerstellen angekommen ist. Das erhöht auch den Verschleiß, und verschmutzt somit das Motoröl.


    Ich vergleich das immer mit dem Aufstehen. Du wirst wach und schlägst die Augen auf. Dann richtest du du dich auf, drehst dich zur Seite, streckst dich und stehst langsam auf. ......... Oder ..... Ohne Vorankündigung packt dich einer am Kragen, reißt dich aus dem Bett, stellt dich ins Badezimmer. Und das innerhalb von 2 Sekunden. Das wird dein Kreislauf ja auch nicht lange mitmachen.


    Ein weiterer Punkt ist die Bildung von Kondensat. (Ich bin jetzt wieder beim Kuga ^^)

    Wer viel elektrisch fährt und die Reichweite ausreizt, da kann es schon mal passieren, dass der Motor für die letzten 3 Kilometer anspringt. Der Motor wird nicht richtig warm, da ist man schon am Ziel und stellt den Motor wieder ab. Ein typisches Kurzstreckenproblem.


    Google sagt hier:

    Kondenswasser im Motoröl entsteht hauptsächlich im Kurzstreckenbetrieb. Wenn der Motor und das Öl ihre Betriebstemperatur nicht erreichen, kondensiert die natürliche Luftfeuchtigkeit im Kurbelgehäuse. Zudem entsteht beim Verbrennungsprozess von Kraftstoff Wasserdampf, der sich an den noch kalten Zylinderwänden niederschlägt und in das Öl gelangt.



    Wasser setzt sich unten in der Ölwanne ab und wird so recht schnell über das Ölsieb von der Ölpumpe mit angesaugt und zu den Lagerstellen transportiert.


    Wenn man nun das Öl jährlich wechselt, anstatt alle 2 Jahre, hat man grob gesagt 50% weniger Wasser im Öl.

    Bei meiner Ölprobe wurde ja auch ganz klar gesagt, dass die Verschleißwerte im normalen Bereich liegen, nur der Wasseranteil hoch ist.

    Aber auch die Motorentechnik hat sich verändert.


    Wir fahren inzwischen mit Start-Stop.

    Ran an die Kreuzung, Motor aus, Öldruck weg.

    Fuß von der Bremse, Motor startet, Öldruck wird aufgebaut während man bereits los rollt.


    Bei uns PHEV-Fahrern kommt noch hinzu, wir fahren elektrisch. Der Verbrenner ist schon seit Tagen aus, weil hauptsächlich elektrisch gefahren wird. Die Lagerstellen sind "trocken" und die Kurbelwelle liegt auf den Lagerschalen auf. Auf der Landstraße mit 80 km/h ist der Akku leer. Der Verbrenner wird gestartet und geht aus der Kalten gleich auf Drehzahl. So schnell ist das Öl nicht an den Lagerstellen, da hat der Motor die ersten Umdrehungen schon trocken hinter sich. (war übrigens zu Beginn des PHEV hier im Forum auch schon mal Thema.)


    Die Analyse zeigt in der Spalte "Verschleiß" z. Beispiel Metalle, die von Lagerschalen oder anderen Motorkomponenten abgerieben wurden.

    Das ist in der Regel für Mechaniker ganz interessant (die sollten diesen Laborbericht verstehen können), um Diagnosen stellen zu können.


    Für Laien gibt es den kleinen Text oberhalb der vielen Daten. Dort ist das wichtigste zusammengefasst. Und wer sich genauer damit befassen möchte, kann sich die Werte, die einen interessieren, auch googlen.


    Ich wollte mit dem Hochladen meines Laborberichtes lediglich mitteilen, dass auch bei wenig Laufleistung und gerade bei den Hybrid-Motoren ein jährlicher Motorölwechsel kein Fehler ist. Denn das Labor gibt eine richtige Auskunft über den Zustand des Motoröls. Die Anzeige in der App sagt dazu nicht wirklich etwas aus.


    Man muss auch nicht jedes Jahr einen solchen Test machen. Die sind ja auch nicht billig. Ich hab ihn nach 50.000 Km gemacht und werde wohl bei 100.000 km den nächsten machen.

    Das erwartet auch keiner von dir. Aber nur falls es dich interessiert und weil du vielleicht den Kuga gekauft und noch eine Weile fahren willst, .... keiner hindert dich, selbst eine Ölprobe deines Kugas analysieren zu lassen.

    Und wie sieht eine Nullmessung aus? Also von frisches ungebrauchtes Öl?


    Sobald man nachfüllt sind schon Reste/Verunreinigungen von innerhalb des Motorblockes vermischt.

    Oder nach nur 100km fahren z.B?

    Darum muss man auch angeben, wieviel Öl in dieser Zeit nachgefüllt wurde. Unter dem Punkt "Nachfüllmenge seit Wechsel".


    Oelcheck hat hat die Ölsorte als Frischöl als Referenz. Nur so können die das Öl beurteilen.


    Der Wassergehalt, der bemängelt wird, ist das Ergebnis von Kaltstarts, und Kurzstrecken. Wer häufig elektrisch fährt und auf den letzten 3 Kilometer der Verbrenner anspringt, der tut seinem Motor nichts gutes.

    Hier mal etwas interessantes.


    Mein Kuga hat nun etwas über 50.000 Kilometer auf der Uhr und von Anbeginn habe ich jedes Jahr den Ölwechsel durchführen lassen. Unabhängig davon, was mir die "Ölqualitätsanzeige" in der App verspricht, schaff ich meinen Kuga auch zum Ölwechsel, wenn da noch mehr wie 50% stehen.


    Mein Fahrprofil:


    Die meiste Zeit steht der Kuga, weil ich beruflich bedingt, mit meinem Transporter im Außendienst unterwegs bin.


    Für Fahrten in meine Heimat (ca. 400 km eine Strecke, 90% Autobahn ) nutze ich den Sportmodus.

    Die letzten Jahre Urlaub verbrachte ich in Österreich. Diese 2 Wochen im Jahr fuhr ich im Eco-Modus oder EV laden.

    Zu Hause und in meiner Heimat fahre ich ausschließlich elektrisch.


    Ich kann das nicht genau bestimmen, aber ich fahre ca. 2/3 mit Verbrenner und 1/3 elektrisch.


    Beim diesjährigen Kundendienst, natürlich mit Ölwechsel, habe ich mir eine Ölprobe des abgelassenen Motoröls geben lassen.

    Seit dem letzten Ölwechsel vor einem Jahr, hat mein Kuga nur 8314 km gefahren. Ca. 2.700 km davon elektrisch.


    Im Anhang seht ihr das das Ergebnis der Laboruntersuchung des Motoröls meines PHEV Verbrennermotors, der demnach nur ca. 5600km gelaufen ist.


    Ignoriert diese "Ölzustandsanzeige". Lieber einmal mehr Öl gewechselt, als einen Schaden zu riskieren. Vor allem, wenn man den Kuga gekauft hat.


    Diese Probensets kann sich jeder bei amazon bestellen, wenn man etwas mehr über den Zustand des Motors erfahren möchte.