Das Original-Rückrufschreiben habe ich eben hochgeladen: Da steht "sollten Sie"...unter der Überschrift "Vorgehensweise". Die App oder Hinweise auf der Webside ist keine verbindliche Kommunikation. Die Zustellungsfiktion gilt nur für den Postversand des Originalschreibens an den aktuellen Fahrzeughalter.
Beiträge von Kunde1974
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Also wenn ich mir den Text unter Rückruf in der Ford App anschaue steht da nichts von "sollte" usw. Da steht klip und klar drin:
LADEN SIE DIE HV-BATTERIE NICHT AUAUF ÜBER 80% AUF. NUR IM AUTO-EV-MODUS VERWENDEN.
Klingt für mich nicht nach "sollte" oder "überlegt selber was du machst
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Man soll nur EV-Auto nehmen. Das ist zwar mit 80% laden immerhin besser als beim letzten RR, geht aber nicht immer ohne Verbrennereinsatz
Der Original-Wortlaut von Ford:
"Ford hat zwar keine Anweisungen zum Einstellen des
Fahrbetriebs herausgegeben, doch um die oben beschriebenen Risiken
zu minimieren, sollten Sie die Ladung der Hochvoltbatterie auf 80 %
beschränken. Es ist wichtig, diese Grenze nicht zu überschreiten. Sie
können diese Obergrenze für den Ladezustand von 80 % über den
Touchscreen im Fahrzeug oder über die Ford-App festlegen. Weitere
Hinweise finden Sie in der beigelegten Broschüre. Darüber hinaus ist es
wichtig, bis auf Weiteres NUR den Standardmodus „Auto-EV“ zu
verwenden und die Modi „Tiefer Schlamm“ und „Tiefer Schnee“ zu
vermeiden."
Das heißt: Ford hat mit der Formulierung "...sollten Sie..." die individuelle Halter-/Nutzer-Entscheidungen eingeräumt, ob sie die Ladung beschränken und "NUR" Auto-EV verwenden. Ich kastriere mein Auto nur, wenn Ford oder das KBA die Betriebseinschränkungen ausdrücklich vorschreiben und damit Schadenersatzansprüche begründen.
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Ja, das Angebot EUR 15.000 fand ich vor 3 Monaten unverschämt niedrig. Hätte ich das Geld nur genommen, jetzt sind es 5.000 weniger und keiner will es haben.
...kleine Orientierungshilfe für die Preisbildung: Kuga Titanium x, EZ 05/20, Tacho 80 000, 3.Hd. für 16 500€ auf gleiches Auto mit Tageszulassung und Nachlass 37,3 % auf UVP vor 5 Monaten eingetauscht, s. Kopie "Ankaufschein" des Vertragshändlers!
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nun ja.... Gerade die Indoor SAM haben andere Lastprofile, eine andere Ladeinfrastruktur und auch andere Batterietypen (Industrie-LiFePO). Ein E -Auto oder Hybrid steht in der (Tief)Garage oder in Wohngebieten, hat Unfälle (Crash) und eben andere Batterien. Das kann man mE nicht so direkt gegenüberstellen.
Die Technik mag im Neuzustand beherrscht sein, aber Langzeit- und Alterungsrisiken sind noch nicht vollständig empirisch durchlaufen. Und wir haben hier Autos, die keine 3 Jahre alt sind, dabei.
Und ein Rückruf ist zwar lobenswert, aber im Grund ist er Krisenmanagement, den das Produkt ist ja schon zu Tausenden auf dem Markt. Keiner der Hersteller macht sowas präventiv, sondern erst, wenn es schon Schadensfälle gibt. Der Endverbrauch hat so den Nutzungsausfall und trägt zudem den Wertverlust. Im Prinzip wird dann die unzureichende Entwicklung durch Software-Updates versucht zu kompensieren. Ausgereift ist da nichts, wohl auch, weil die Zeit dafür gar nicht vorhanden ist.
Und soweit ich informiert bin, ist es immer noch schwerer einen Akku-Brand zu löschen als einen Diesel, da dieser auch zeitverzögert nochmal auftreten kann.
Ich halte mal mit persönlichen Einzelfallerfahrungen dagegen, obwohl die natürlich statistisch völlig irrelevant sind: Meine erste (Warmwasser-) Wärmepumpe wurde 1984 installiert. Die Meisten fanden die Technik damals höchst fragwürdig. Das Ding hat fast 40 Jahre wartungsfrei so enegiesparend und zuverlässig funktioniert, dass ich bei der kürzlich durchgeführten energetischen Haussanierung ein optimiertes Modell angeschafft habe, das aufgrund des technischen Fortschritts noch effizienter ist und inflationsbereinigt sogar deutlich weniger kostet. Ob das Ding auch wieder 40 Jahre hält? Ich wäre dann 104 Jahre alt. Ichh bin wieder mal in's Risiko gegangen und habe mich für den Stand der Technik entschieden. Die gleiche Erfahrung hat mich Nissan gelehrt: Seit vielen Jahren fuhren weltweit die ersten Generationen des Leaf ohne große Probleme emmissionsfrei, als der Leaf in 3. Generation vor mehr als 6 Jahren pendlertaugliche Akkus und Motoren bekam. Seitdem fahren wir den Kleinen störungsfrei, emmissionsfrei und super kostengünstig mit großem Spaß. Offensichtlich beherrschen Nissan und seine Zulieferer die BEV-Technik. Wie bei Ford-PHEV beträgt die Nissan-Gewährleistung auf den Akku acht Jahre bzw. 160 000 Km. Die Gewährleistungsfrist für die Verbrenner von schlappen 2 Jahren spricht nicht dafür, dass die Verbrennertechnik überlegen wäre.
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Türkei?
Samsung SDI wird doch in Ungarn hergestellt?
...jedenfalls benennen die amtlichen Dokumente nur Produkte aus Ungarn. Andererseits weiß man ja nicht, woher die Vorprodukte für die Akkus kommen. Daher kann man immer nur von den offiziellen Dokumenten auf betroffene End-Produkte schließen. Weitergehende Schlüsse sind daher m. E. eher spekulativ.
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Das meine ich ja, diese Technik wird noch nicht wirklich beherrscht. Der Endverbraucher ist halt der Dumme jetzt.
Vergangenes Jahr ist der Focus Diesel meiner Nachbarin während der Fahrt in Flammen aufgegangen, Totalschaden. Seit Jahrzehnten fahren indoor-SAM mit Traktions-Akkus elektrisch. Ein- bis zweistellige Schadensfälle weltweit bei Massenprodukten sind kein Indiz dafür, dass eine Technik nicht beherrscht wäre. Rückrufe sind sogar Ausdruck des Gegenteils: Schon bei geringer statistischer Evidenz von Pannen greift die staatlich organisierte, internationale Qualitätssicherung auf Kosten der Produktverantwortlichen.
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Das Bild habe ich nach 11 Monaten Betrieb meines früheren Kuga PHEV (EZ. 07/20) vergangenen Herbst gemacht, bevor ich das Auto auf einen "Neuen" der gleichen Baureihe (EZ. 06/24) eingetauscht habe. Fahrprofil in den 11 Monaten über knapp 10 000 Km: Täglich Kurzstrecke Stadtverkehr/Landstraße, ca. 1 Dutzend Fahrten Landstraße/BAB in die Großstadt, hin mit E-, zurück mit Verbrenner-Motor und einmal Urlaubsfahrt mit 1200 Km BAB Hin- und Rückfahrt. In den 11 Monaten habe ich drei mal E10 getankt, die restliche Energie kam mit Ausnahme von November bis Februar ausschließlich von der PV-Anlage, von November bis Februar fast ausschließlich im Öko-Tarif von SüWAG (29,73 ct./kWh) und fünfmal am Urlaubsort von der öffentlichen Ladesäule der örtlichen Stadtwerke (59 ct./kWh) mit Shell-Recharge-App. Mein Bord-Computer hat daraus 2,2 l/100 Km Durchschnitts-Sprittverbrauch für unser Fahrprofil errechnet. Das kann halbwegs stimmen. Den durchschnittlichen Stromverbrauch pro 100 Km und die Stromkosten für unser Fahrprofil kann ich nicht angeben: Der Bordcomputer "berechnet" den Stromverbrauch aus der Differenz zwischen aufgenommenen kWh im Akku und Strecke ohne Benzinverbrauch des Verbrenners. Dabei wird der "Stromverbrauch" m. E. geschönt dargestellt, da die s. g. Ladeverluste bei der Stromaufnahme des Akkus und die Motorabschaltung beim "Segeln" auch dann dem Stromverbrauch gutgeschrieben werden, wenn der Akku leer ist. Jedenfalls zeigt der Bordcomputer auch bei leerem Akku beim "Gas-Wegnehmen) "Elektrisches Fahren" an. Eine weitere Erfahrung: Im echten Winterbetrieb sank die elektrische Reichweite unter 30 Km, also um mehr als 50% des WLTP-Wertes. Bei meinem gleich alten BEV Nissan (Tachostand 65 000 Km) mit 40 kWh-Akku nur von ca. 270 auf ca. 190 Km, also nur um ca. 33% des WLTP-Wertes.
Mein Fazit: Die Angaben des Bordcomputers sind nur grobe Anhaltspunkte für den wahren Energieverbrauch und -mix. Laut ADAC-Testbericht betrug der WLTP-Verbrauch 1,0 l/100 Km. Selbst mit unserem "Rentnerahrprofil" und Laden möglichst, wenn die Sonne scheint, verbraucht das Auto das 2,2-Fache der Werksangabe gem. WLTP an Benzin. Wenn meine Frau das Auto nicht so toll fände, hätte ich für das gleiche Geld einen "ehrlichen" Vollstromer genommen, der weder Sprit, noch Öl, Kerzen, Bremsbeläge, -scheiben, Kühlmittel/-frostschutz usw. verbraucht. Es hätte der Explorer oder Capri sein können, wenn das Design meiner Gattin gefallen hätte.

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...nochmal danke! Hab das auch meinem Bruder und meiner Nicht weitergeleitet, die ebenfalls betroffene Autos und noch keine Rückrufschreiben erhalten haben.
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Herzlichen Dank, ich habe eben auch eine entsprechende Beschwerde an das Ford-Kundenportal gemailt. Über die Reaktion werde ich berichten. Von meiner Werkstatt habe ich zu der "Kulanz" eine interessante Aussage erhalten. "Das macht Ford nur direkt mit dem Halter, wenn die Beschwerde vom Kunden persönlich beim Hersteller erhoben wird. Als Vertragshändler "kann" ich da nichts zu sagen." Ich habe das so interpretiert, dass er nichts sagen darf, um möglichst wenigen Betroffenen die Kulanz zu ermöglichen.