Wenn ich eine 11kW-Wallboyx mit 6mm2 anschließe, brauche ich mir als Elektrofachkraft keinerlei Gedanken um Absicherung bzw. Leitungslängen zu machen - aber ich habe die VDE-Vorschriften nicht verfasst und die sind letztendlich maßgebend für das, was der Elektriker da installiert.
Richtig ist, dass diese Vorschriften die Mindestanforderungen definieren - "besser" darf ich immer sein...Grundsätzlich ist man mit größeren Leitungsquerschnitten immer "auf der sicheren Seite"! Die "Grenztemperaturen" von solchen Leitungen liegt irgendwo bei 70° und die würde ich (schon wegen der beschleunigten Alterung der Isolierung) auch nie ausnutzen.
Bei einer Leitungslänge von 15m könnte man definitiv nicht mehr mit 1,5mm2 arbeiten, da Spannungsfall bzw. Erwärmung zu groß sind - dafür gibt es auch entsprechende Vorgaben, die ich aber jetzt auch nicht komplett parat habe.
Denkt immer daran: die Installtion von Ladeeinrichtungen ist für die Elektrobetriebe ein lohnendes Gescjhäft und Kupfer ist inzwischen eine richtige Wertanlage geworden - da lohnt es sich für den Elektriker, wenn er ein bis zwei Querschnitte mehr installiert, als eigentlich erforderlich ist - falsch ist es ja nicht ..ich habe meine Wallbox mit 10m 5x2,5mm2 angeschlossen und bei Nennbetrieb ist eine Erwärmung der Leitung nicht spürbar.
Eine Überprüfung der vborhandenen Anlage macht grundsätzlich immer Sinn (vor allem, wenn über den Ziegel mit einer Schukosteckdose geladen wird!) und bei der Installation der Wallbox muss ja ohnehin i.d.R. eine neue Leitung verlegt werden.
Gruß Jörg