Assistentssysteme Erfahrungen

  • So nun habe ich die ersten 800 km hinter mir. Auf der ersten längeren ( 280 km ) Autobahn Etappe habe ich mal den adaptiven Tempomat getestet.


    Leider war ich damit nicht hundertprozentig zufrieden so das ich ihn für die letzten 100 km ausgeschaltet habe.


    Was teilweise nervige Fehler verursacht hat war zum Beispiel:


    3 Spurige Autobahn, ich in der Mitte, Rechts LKW’s und links natürlich auch Verkehr.


    hierbei passierte es sehr oft das der Kuga fälschlicherweise auf den ein oder anderen Rechts fahrenden LKW ganz kurz reagierte und dabei kurz aber kräftig die Bremse betätigte. Bei 130-140 im Gegensatz zum LKW Tempo empfand ich das nicht nur als sehr unangenehm sondern auch gefährlich wegen des folgenden Verkehrs hinter mir.

    Meine Frau fragte mich schon was ich hier für einen Scheiss mache?!


    Auf der Landstraße empfand ich den Adaptiven Tempomat jedoch als super praktisch. Hierbei hat alles super funktioniert.
    und das sogar durch die üblichen Kreisverkehre an Orts- Ein- und Ausgängen. Das machen nicht alle Autos so gut. ( der Hyundai Kona beschleunigt im Kreisverkehr volle Pulle weil er den Kontakt zum Vordermann verliert)

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  • generell finde, ich dass der Tempomat viel zu direkt reagiert.


    Ich würde mir wünschen


    - dass Bremsvorgänge beim Auffahren auf den Vordermann früher und sanfter eingeleitet werden

    - dass Beschleunigungsvorgänge, z.B. wenn der Vordermann sich rechtseinordnet - viel sanfter einsetzen sollte - der Wagen geht dann ab wie einer Rakete, im Rahmen des machbaren. Das war aber so schon bei meinem Mondo. Das ist letztendlich eine Frage der Programmierung


    Ich hatte ja jetzt zwangsweise lange einen Passat. Wenn man da in 10er-Schritten die Geschwindigkeit in der GRA herauf- oder heruntergesetzt hat, hat man das Einsetzen der Bechleunigung überhaupt nicht gespürt.


    Besonders unangenehm ist es, wenn man mit Blinker auf die linke Spur wechselt und er Wagen noch einmal wegen des Vordermanns auf der Mittelspur die Bremse reinhaut.

  • "Besonders unangenehm ist es, wenn man mit Blinker auf die linke Spur wechselt und er Wagen noch einmal wegen des Vordermanns auf der Mittelspur die Bremse reinhaut."


    Das nervte mich auch, zumal es ja den Abstand wann gebremst dynamisch anpasst, je nachdem wie schnell man ist. Ich möchte behaupten, wenn man den Blinker zum überholen fest setzt, also nicht nur die 3-mal Kurzblinkung, verhindert das, das abbremsen vor dem überholen, im Gegenteil er gibt sogar ein wenig Gas. Da aber die automatische Bremse dynamisch geregelt wird, hat es bei mir trotzdem ständig ausgelöst, obwohl ich teils noch richtig weit weg war zum Vorausfahrenden und den Blinker daher noch nicht gesetzt hatte....

  • moin,

    beim jetzigen Espace nehme ich bei stark unterschiedlichen Geschwindigkeiten die Adaptive raus, lasse ausrollen und resume erst, wenn annähernd gleiche Geschwindigkeit erreicht ist oder aber der Vordermann auf die rechte Spur wechselt bzw beschleunigt, weil er wieder freie Fahrt hat.

    Das ist mir (beim Espace) alles zu ruckelig, nicht weich (besser vorausschauend) genug. Auch dass im Eco-Mode zum Beispiel, heftigst beschleunigt wird, wenn sich freie Fahrt ergibt, anstatt dem Namen des Fahrmodus gerecht zu werden, sanft und energiesparend zu beschleungen. Alles Software... sollte eigentlich machbar sein.

  • Der Kuga Spurhalteassistent der seinen Namen nicht verdient.


    Diesen Assistenten empfinde ich im Kuga als völlig nutzlos! Wenn man das ganze, um es ausgiebig zu testen provoziert erweist sich dieser Spurhalteassistent als wirklich schlecht.
    Beispiel Autobahn:

    Man lässt das Lenkrad einfach mal los und steuert langsam Richtung der Fahrbahnmakierung. Diese wird erkannt und Gegengelenkt. Das Auto fährt dann Richtung der anderen Fahrbahnmakierung und lenkt wieder dagegen. Es ist für mich eher ein hin und her Taumeln bei dem andere denken könnten das man betrunken sei.

    Auf Landstraßen und (sehr) leichten Kurven funktioniert es im Prinzip so gut wie gar nicht. Verlassen würde ich mich nach ausgiebigen Test nun nicht mehr drauf.


    Ich habe hierzu nur ein Vergleichsfahrzeug mit der selben Assistenten Ausstattung wie der Kuga. Und zwar der Hyundai Kona. Und der macht das super zuverlässig und absolut sanft und hält den Wagen genau in der Mitte zwischen den Fahrbahnmakierungen.


    nicht falsch verstehen, ich bin seit eh und je ein Riesen Ford Fan und verzeihe wirklich fast alles, aber hier geht es ja darum seine eigenen Erfahrungswerte kund zu geben.


    Und hier ist meine Meinung dazu:


    Spurhalteassistent Note 4-

  • Sicher das du den Spurführungsassistent eingeschaltet hast, oder war nur der Spurhalteassistent eingeschaltet, denn der Spurhalteassistent macht genau das was du beschrieben hast.

  • Das hätte ich jetzt auch gefragt. Es handelt sich dabei um zwei vollständig unterschiedliche Systeme, die unabhängig voneinander arbeiten.


    Der Spurführungsassistent hält das Auto immer in der Mitte der Fahrspur. Er kann laut Bedienungsanleitung sogar eine "bevorzuge Position" innerhalb der Fahrspur erkennen und hält das Auto immer dort. Wenn ich zum Beispiel auf der rechten Fahrspur der Autobahn immer tendenziell etwas mehr rechts fahren möchte als in der Mitte oder auf der linken Spur etwas mehr links (Thema Rettungsgasse), dann kann der das sogar erkennen und beibehalten. Find ich klasse.


    Eingeschaltet wird er am Lenkrad mit der Taste [Blockierte Grafik: https://www.fordservicecontent.com/images/imagen/imagen2.dll?w=35&id=E262175_EUR&t=JPG]. Dieses Erkennen einer bevorzugten Position kannte ich bisher nicht, sogar unser drei Monate alter Firmenaudi A6 für Listenpreis 96.000 € kann dies nicht.


    Nicht zu verwechseln ist der Spurführungsassistent mit dem Spurhalteassistenten: Der wird am Blinkerhebel eingeschaltet und hat nur die Aufgabe, bei einem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur eine Warnung in Form von Lenkradvibration (einstellbar) und Gegenlenken abzugeben, also das, was du beschrieben hast. Eine Erweiterung hiervon ist der Spurwechselwarner, der im Zusammenspiel mit dem Tot-Winkel-Assistenten arbeitet und ebenfalls Warnung und Gegenlenken ausführt, wenn man überholen möchte und sich ein Auto auf der Überholspur von hinten nähert.

    Fahre seit Ende 2009 einen S-Max 2,0 Diesel und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Der ist aber jetzt zu groß, weil die Familie aus den Kinderschuhen raus ist. Deshalb gibt es nun einen Kuga PHEV Vignale, bestellt am 22.06.2020. Ich freue mich darauf ... :)

  • Nach meiner bisherigen Erfahrung funktionieren Spurhalte- oder Spurführungsassistenten sowie adaptive Tempomaten bei keiner Automarke halbwegs zufriedenstellend. Sehe es zurzeit bei Audi und Mercedes (SQ5, C220). Die Spurhalteassis sind mit vielen Verkehrssituationen überfordert, die Tempomaten reagieren gerne auf Fahrzeuge auf anderen Spuren.


    Meiner Meinung nach sind die meisten Assistenzsysteme weder serienreif noch alltagstauglich.


    Dass der Kuga keine Ausnahme macht, ist keine Überraschung und ärgert mich auch nicht. Ich benutze das Zeug nicht (außer Spieltrieb) und fahre mein Auto mit eigenen Händen und Sinnen.

  • Sehe es zurzeit bei Audi und Mercedes (SQ5, C220). Die Spurhalteassis sind mit vielen Verkehrssituationen überfordert, die Tempomaten reagieren gerne auf Fahrzeuge auf anderen Spuren.


    Das kann ich aus meiner Erfahrung so eigentlich nicht bestätigen. Gerade erst am letzten Wochenende bin ich über 1000 km Autobahn mit dem Audi A6 allroad (wie gesagt drei Monate alt) im Konvoi mit mehreren Fahrzeugen auf der Autobahn gefahren, so immer zwischen 120 und 140 km/h, mal vorneweg , mal mittendrin, mal hintenan, mal mehr und mal weniger Verkehr. Da haben diese Systeme sehr gut funktioniert, ich hatte kaum Situationen, in welchen ich eingreifen musste. Einzig bei größeren Straßen- oder Eisenbahnbrücken, welche über die Autobahn führen, tat er sich einige Male schwer und hat unnötigerweise abgebremst, ansonsten gab es keine Probleme.


    Ich war begeistert, wie der Abstandstempomat und der Spurführungsassistent das Fahrzeug immer auf Sicherheitsabstand zum allen anderen Verkehrsteilnehmern gehalten haben, auf freier Strecke, beim Überholen und Wiedereinscheren, auf der rechten / mittleren / linken Fahrspur, bei Stau sogar bis zum Stillstand und selbständigen Wiederanfahren. Weil er dann ja auch noch das absolut saubere und selbständige Lenken übernommen hat (habe ich bis hin zum Warnpiepser, zum Gurt-Zuppeln und zur Zwangsbremsung ausprobiert), kam ich mir fast vor wie im Auto-Pilot.


    Wenn es nun beim Kuga tatsächlich so sein sollte, dass als Tüpfelchen on Top diese "bevorzugte Position" funktioniert, dann sind der Begeisterung keine Grenzen mehr gesetzt. Ich bin gespannt auf die erste Fahrt. Noch 7 oder 8 Wochen (wenn alles dabei bleibt) ...

    Fahre seit Ende 2009 einen S-Max 2,0 Diesel und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Der ist aber jetzt zu groß, weil die Familie aus den Kinderschuhen raus ist. Deshalb gibt es nun einen Kuga PHEV Vignale, bestellt am 22.06.2020. Ich freue mich darauf ... :)

  • Ja, Nicafe, unter bestimmen Bedingungen funktioniert es, aber die Fehlerquote der Assis ist mir einfach (noch) zu hoch. Klassiker: Linkskurve Autobahn, das Radar schaut auf die rechte / mittlere Spur und bremst dich bei hoher Geschwindigkeit auf der Überholspur vehement ab. Blöd, wenn man einen kleinen Konvoi hinter sich hat.


    Brücken sind, wie du richtig sagst, auch manchmal ein Problem. Außerdem reagieren die Assistenzsysteme (Spur, Tempo) oft in identischen Situationen unterschiedlich, was eine Vorhersage über ungewolltes Verhalten erschwert.


    Mich belastet die Kontrolle der (unzuverlässigen) Assistenzsysteme beim Fahren auf Dauer mehr, als das Fahrzeug selbst zu führen. Am liebsten mit Tempomat im "Normal" Modus.


    Richtig gut hingegen: Stauassistent. Der ist eine echte Entlastung.

  • Also ich Fahre gerade einen aktuellen Focus. Assis sind ja gleich zum Kuga. Ich bin von jetzigen 15000km ca 10tkm mit den Assis gefahren. Ich verwende nur den Laneassi nicht. Das gerüttelt an Lenkrad nervt zum anderen hält der Spurhalte Assistent ja das Auto in der Mitte. Der adaptive Tempomat funktioniert viel besser als im MK2 Kuga. Dort konnte der eigentlich nur bremsen oder Vollgas. Das ist jetzt viel besser geregelt. Zum anderen „lenkt“ (Software)das Radar in Kurven mit. Wie ihr euch da LKW einfangt ist mir unklar, wie bei allen Autos mit Adaptiven Tempomat. Ich fahr sogar im Stadtgebiet von München mit den Assistenten und es funktioniert sehr gut.

  • Mich belastet die Kontrolle der (unzuverlässigen) Assistenzsysteme beim Fahren auf Dauer mehr, als das Fahrzeug selbst zu führen. Am liebsten mit Tempomat im "Normal" Modus.

    Ich gebe Dir vollkommen Recht: Wenn ich im "Normalbetrieb" unterwegs bin, d. h. nicht vor mich hin bummele, sondern z. B. zu einem Geschäftsermin muss, es meist natürlich eilig habe weil ich zu spät an bin, dann sind die Assistenszsysteme eher hinderlich.


    Dann fahre ich ebenfalls völlig ohne Hilfsmittel, weil es entspannter ist als wenn ich einerseits auf den Verkehr und andererseits zusätzlich noch auf die Assistenzsysteme des Autos aufpassen muss und was sie denn mit mir machen wollen. Das kann schnell in vermeidbaren Stress ausarten.

    Fahre seit Ende 2009 einen S-Max 2,0 Diesel und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Der ist aber jetzt zu groß, weil die Familie aus den Kinderschuhen raus ist. Deshalb gibt es nun einen Kuga PHEV Vignale, bestellt am 22.06.2020. Ich freue mich darauf ... :)

  • Seh ich genau andersrum. Ich fahre im Jahr ca 50Tkm und davon das meiste mit Assis. Auch damit kann man zügig fahren und für mich viel entspannter.