…. Da ist es wohl schon sinnvoller, man versucht erst einmal die defekten Akkuzellen per Software zu lokalisieren.
Auf jeden Fall…
Leider lassen sich eben wohl die defekten Zellen oder Zellblöcke nicht von außen lokalisieren.
In Berlin ist eine Firma mit einer Depandance ansässig, die bereitet defekte Akkus auf - die bauen die Akkus aus, öffnen die und lokalisieren zellgenau die defekten Zellen oder Zellblöcke.
Mittlerweile sind die auch markenübergreifend unterwegs, als ich vor einiger Zeit über diese Truppe las, standen sie kurz davor, auch Fordfahrzeuge in ihr Portfolio zu übernehmen.
Und es war wohl auch ein zu bewältigendes Problem (wurde hier auch schon angesprochen), die Akkus zu öffnen (da gehen die Akkuhersteller wohl keine einheitlichen Wege und jeder Akku je nach Hersteller und Charge kann unterschiedlich „verschlossen“ sein).
Aber mittlerweile hat diese Firma das wohl gut im Griff.
So kostet eine Aufarbeitung nur einen Bruchteil eines neuen Akkus, wobei man auch bedenken muss, dass die Kapazität nach dem „Eingriff“ wohl keine 100% sind, sondern sich angeglichen an die schwächsten im Bereich der nicht defekten Zellen oder Zelleinheiten die „reparierte“ Gesamtkapazität bewegen wird.
Die Frage wird sein, inwieweit sich die Fahrzeughersteller mit den Akkulieferanten „einigen“ werden, wer da welche Kosten übernimmt und ob man den aufwendigen Weg der Reparatur oder den Weg des kompletten Ersatzes geht.
Mir stellt sich darüber hinaus die Frage, was passiert mit den defekten Akkus (bei einem kompletten Akkutausch), können die recycelt werden und dann als Austauschakkus wieder auf den Markt geworfen werden oder müssen die tatsächlich vernichtet werden?
Und eines ist auch klar - die Hersteller (sowohl der Akkuhersteller als auch der Fahrzeughersteller) werden ein riesiges Interesse daran haben, den finanziellen Verlust so gering wie möglich zu halten…insofern kann ich die zögernde Haltung von Ford, die ja eh schon Milliardenverluste mit der E-Auto-Sparte eingefahren haben, aus rein wirtschaftlicher Sicht schon nachvollziehen, auch wenn der Kunde der „Angeschissene“ ist - vom Renommee-Verlust mal ganz zu schweigen - und dieser Renommee-Verlust betrifft dann sicherlich nicht nur die betroffenen Fahrzeughersteller sondern auch die E-Mobilität im Gesamten, gerade bei der immer noch allgemein vorherrschenden Skepsis zur E-Mobilität🤷🏻♂️
Grüße