Demnach sollte ich erstmal das Update installieren lassen und abwarten, ob der SOH meines HV-Akkus als nicht mehr ganz so gut diagnostiziert wird und automatisch dazu führt, dass der max. SOC auf 88% reduziert wird? Das ist eher für Beta-Tester der Software sinnvoll und nicht für Eigentümer des Akkus, die 100 % gekauft haben.
Na wie sollte es denn sonst gehen???
Ford bietet das SW-Update als Lösung an, um die Brandgefahr zu minimieren. Ich kann doch per se nicht alle IT-Leute von Ford als Hobby-ITler abqualifizieren.
Was möchtest du denn als Lösung eigentlich - sollen alle Akkus des Kuga PHEV unter Generalverdacht stehend bei einer Brandgefahr von 0,003% ausgetauscht werden?
Ford bietet diese Lösung aber nicht an sondern hat einen anderen Weg beschritten.
Ich glaube nicht, dass selbst ein gründlich abwägendes deutsches Gericht der Argumentation, als Besitzer eines entsprechenden Autos, kein Vertrauen in die ITler von Ford zu haben, damit nicht selbst als “Beta-Tester” agieren zu wollen, somit den RR nicht durchführen lassen möchte und die Forderung eines neuen Akkus aufzustellen, folgen würde.
Das BGB hat da auch so seine Regeln, egal, ob es einem passt oder nicht, liegt ein Mangel vor, dann hat der Vertragspartner (also in diesem Fall der Händler) ein Recht auf (2malige) Nachbesserung.
Dieses Prozedere muss doch erst einmal durch sein, bevor der “Geschädigte” seine Ansprüche a den Vertragspartner richtet.
Ich habe bisher zumindest hier im Forum noch keinen Erfahrungsbericht gelesen, der auf eine merkliche Einschränkung (von 20% schon gar nicht) nach Abarbeiten des RR hindeutet.
Und genau deswegen bin ich auch der Meinung, dass die betroffenen User den angebotenen RR durchführen lassen müssen (wie im Übrigen das ja auch zunächst zB beim RR zum Dieselgate der Fall war) und im Rahmen der dann gemachten Feststellungen im Vergleich bei gleichen Strecken-, Fahr- und Wetterprofilen für die objektive Vergleichbarkeit mit den Gegebenheiten vor dem RR ggf. bei Abweichungen rechtliche Schritte je nach eigener Bewertung anzudenken.
Tatsächlich sehe ich das auch so, dass zB eine Dokumentation der Ladevorgänge unter Erfassung der Temperatur- und Fahrbedingungen auch VOR dem RR überaus hilfreich wäre, um überhaupt seine Ansprüche ggf. gerichtsverwertbar begründen zu können.
Wenn man dann unter Zugrundelegung der gesammelten vergleichbaren Werte weitgehend objektiv nachweislich eine negative Auswirkung auf die Reichweite/die Akkukapatät belegt hat, kann man sicherlich auch erfolgversprechend entweder den Austausch des Akkus einfordern. Wenn der Händler da aber nicht “mitspielt”, muss man sich auf einen langen “Prozess” einstellen, eine Rechtschutzversicherung unter Beauftragung eines Fachanwalts halte ich dabei aber für dringend erforderlich - alleine wird man da wohl eher nicht erfolgreich ein gerichtliches Verfahren durchhalten…
Ich denke, dass die doch sehr stark divergierenden Ansätze hier wirklich hinreichend ausgetauscht wurden. Ich halte es für wirklich irrsinnig wichtig, dass User hier aus dem Forum von ihren Erfahrungen nach dem RR berichten und hoffentlich eine nachvollziehbare Vergleichbarkeit der Daten VOR und NACH dem RR in der Hinterhand haben.
Aber noch einmal die eindringliche Bitte:
Bleibt respektvoll allen Beteiligten gegenüber, es hilft nicht weiter, sich emotionalisiert gegenseitig “blöd anzumachen”, es hilft aber auch nicht, Mitarbeiter von Ford, die mit der Lösung des Problems befasst sind, von vornherein eine Täuschungsabsicht den Kunden ggü. zu unterstellen…
Vielen Dank
Grüße
ModMax