Beiträge von Kuga-Stromer

    Interessant, wie sich Fragen und Antworten innerhalb desselben Threads doch immer wiederholen.



    Offensichtlich macht das Schreiben mehr Spaß, als das Lesen. ;)

    Die ist nicht rein elektro-mechanisch, also die Bremsbeläge werden beim Ziehen nicht unbedingt an die Scheibe gedrückt?

    Im Stand ist das so und es werden nur die Hinterradbremsen elektomotorisch angezogen. Bei der Fahrt passiert nichts wesentlich anderes als beim Bremsen mit dem Bremspedal. Nur dass der Bremsdruck eine definierte Größe hat. Ich meine, in „D“ dabei mal einen Ladestrom gemessen zu haben. Ich meine aber auch, dass beim langsamen Rollen der Bremsdruck auf den hinteren Scheiben größer ist, als beim Betätigen der Fußbremse, was deiner Beobachtung entspricht.

    In der Betriebsanleitung zum Kuga finde ich keinerlei Angaben zu dem Thema. …

    Aus der BA zu deinem Kuga FL:

    AKTIVIEREN DER ELEKTRISCHEN FESTSTELLBREMSE IM NOTFALL


    Ich benutze die Feststellbremse auch, wie schon andere hier geschrieben haben, regelmäßig zur Pflege der Bremsscheiben meines PHEV. Wichtig ist dabei vorher auf „N“ zu stellen, da sonst auch beim Bremsen mit der Feststellbremse rekuperiert wird.

    Trotzdem wirkte der Motor ohne elektrischen Schub auf mich schon etwas gequält. …

    Dieser Eindruck entsteht genau durch den Betrieb des Verbrennungsmotors im Bereich des höchsten Wirkungsgrades. Das wird vor allem im Eco-Modus deutlich, genauso wie der sogenannte „Gummibandeffekt“.

    … Da kommt durch Bremsen, Rollen und Bergabfahrt schon ordentlich was zusammen. …

    Nur durch Rekuperation und Rollen käme kein elektrischer Anteil von bis zu 50% zusammen. Dazu wäre ein Perpetuum Mobile notwendig.


    Der Vorteil des leistungsverzweigenden Getriebes liegt aber darin, dass der Verbrennungsmotor möglichst im Drehzahlbereich des höchsten Wirkungsgrades gehalten wird, auch wenn er dabei viel mehr Leistung abgibt, als gefordert wird. Die überschüssige Energie wird über MG1 (Startermotor/Generator) dem Akku zugeführt und bei niedrigem Leistungsbedarf bei stehendem Verbrennungsmotor durch MG2 (Traktionsmotor/Generator) für den rein elektrischen Antrieb genutzt.


    Tatsächlich stammt ein größerer elektrischer Anteil aus dem Benzin als aus der Rekuperation. Durch den hohen Wirkungsgrad ergibt das aber einen deutlich niedrigeren Bezinverbrauch als bei einem reinen Verbrennungsmotorantrieb.


    Auch ich hatte in der ladefreien Zeit einen Verbrauch deutlich unter 6l/100km bei einem elektrischen Anteil von fast 50%.


    Zu Frage 3:

    Rückrufe sind Sache des Herstellers. Daher müssen alle entsprechend zugelassenen Ford Vertragswerkstätten diese im Auftrag von Ford für den Kunden kostenfrei durchführen. Die Werkstatt rechnet den Aufwand danach mit Ford ab.


    Rückrufe sind an das Fahrzeug gebunden, dabei ist es völlig unerheblich, auf welchem Wege der Halter das Fahrzeug erworben hat. Der aktuelle Halter ist aber in der Pflicht, den Rückruf baldmöglichst abarbeiten zu lassen. Sollte er das nicht machen, erlischt nach erneuter Aufforderung die Betriebserlaubnis.

    Seit Mitte Juli habe ich nach erfolgreichem Update den Akku wieder regelmäßig geladen. Gefahren bin ich hauptsächlich in Normal mit EV-jetzt und Eco mit EV-später. Das Wetter war meist sommerlich warm, daher kam oft die Klimaanlage auf 21° zum Einsatz. Fahrprofil ca. 70% Autobahn, 30% innerstädtisch, wie immer viel bergauf und bergab.


    Juli:

    1.245,1 km gefahren, davon 790,8 km (63,5%) elektrisch, Durchschnittsgeschwindigkeit 43,1 km/h

    Getankt E10: 52,60 l für 84,01 € (1,597 €/l)

    Geladen: 71,9 kWh für 32,35 € (0,450 €/kWh)


    Verbrauch:

    Benzin 4,22 l/100km plus Elektrizität 5,77 kWh/100km, Energiekosten 9,35 €/100km


    Ich bin mit diesen Werten und auch sonst mit dem Auto nach wie vor sehr zufrieden.