Diskussion zum Rückruf 25SC4 für den Kuga, Brandgefahr des Hochvoltakku

  • Die Verlängerung der Garantie der HV-Batterie war doch schon Bestandteil der Lösung zu 24S79 Schreiben Ford Deutschland v. 05/06/2025 Seite 2 "Lösung"


    Die Verlängerung der Garantie für die HV-Batterie ist eingeschränkt. Ford schreibt im rot umrandeten Schreiben:


    "Die Hochvoltbatterie Ihres Fahrzeuges enthält ebenfalls eine erweiterte Garantie, die dieses potentielle Problem für 240.000 km oder 10 Jahre abdeckt, je nachdem, was zuerst eintritt".

    PHEV Vignale 2019, 2,5 Duratec, EZ 2021, Vollausstattung

  • Für viele Besitzer ist das Auto im Prinzip nicht mehr verkäuflich oder eben nur mit immensem Wertverlust. Und es soll ja schon soweit sein, dass FFHs den nicht mal mehr in Zahlung nehmen wollen.

    Das ist dein Bauchgefühl oder kannst du diesen immensen Wertverlust auch beziffern? Die Gebrauchtwagenportale zeigen da ein anderes Bild. Und mein FFH wird mein Auto auch ganz problemlos in Zahlung nehmen.

  • Das ist dein Bauchgefühl oder kannst du diesen immensen Wertverlust auch beziffern? Die Gebrauchtwagenportale zeigen da ein anderes Bild. Und mein FFH wird mein Auto auch ganz problemlos in Zahlung nehmen.

    Jetzt mal ehrlich. Du möchtest eine PHEV kaufen, liest dich schlau und stößt dabei auf diese Theater mit dem Kuga - wäre der dann auf Platz 1?

    Ich fahre zwar jz auch schon den 4. Kuga, aber hätte ich damals in 2024 mich besser eingelesen, hätte ich keinen PHEV gekauft.

    Und ja, auf den Portalen sind die Preis unberührt dessen was die ganzen techn. Unzulänglichkeiten angehen. Man muss halt den uninformierten Käufer finden. Inzahlungnahme durch ein FFH ist idR mit einem unterirdischen Preis gekoppelt. Mein letzter Kuga Diesel : Angebot 9500 vom FFH, privat verkauft für 17800. Aber wer's hat redet sich das auch noch schön.

    Die paar Schritte kann ich auch (elektrisch) fahren.

  • benello

    Also ich muss da schon ein wenig Kuga-Stromer beipflichten:

    Warum? Ich habe, für die langjährigen Mitglieder hier nix Neues, genau die gleichen Sorgen 2022 mit meinem 2020er Kuga PHEV gehabt. Auch der war von dem seinerzeitigen “Akkugate” betroffen und ich hatte Sorge, dass ich meinen “Montags-Rassel-Kuga” nie bzw. nur deutlich unter Wert verkaufen würde…

    Weit gefehlt- ich habe das Auto sogar beim Händler sehr gut verkaufen können, der Verlust hielt sich wirklich in Grenzen.

    Ich muss dazu anfügen, dass mein Kuga Vignale voll ausgestattet war und eine Garantieverlängerung auf 7 Jahre hatte. Und ich glaube, eine solche verlängerte Garantie gibt einem potenziellen Ankäufer ein gewisses Maß an Sicherheit.

    Und so haben die beiden Nachfolger auch eine 7-jährige Garantie, ganz davon abgesehen, dass E-Autos (glücklicherweise) offenbar ganz gut gefragt sind auf dem Markt - und dazu zähle ich auch PHEV mit einer E-Zulassung.


    Und ganz ehrlich - Für die jetzt Betroffenen ist es natürlich eine Einschränkung, nicht mehr die volle Netto-Kapazität zu haben, aber jemand, der sich für ein solches Auto als Gebrauchtfahrzeug interessiert, der wird auch 8kWh Nettozuladekapazität mit 50km Reichweite akzeptieren.

    Denn Hand auf’s Herz - der Kuga PHEV ist ja im Prinzip kein schlechtes Auto, er bietet Platz, er bietet (ab 26) mit Bluecruise eine teilautonomes Fahren, was viele andere Mitbewerber am Markt nicht haben, und selbst ohne Bluecruise verfügt der Kuga über einen sehr gut funktionierenden Spurhalteassistenten mit weiteren anderen Assistenten, er verbraucht auch im Hybridbetrieb relativ wenig für seine Größe und Gewicht undundund…


    Jeder Gebrauchtwagen verliert im ersten Jahr immens an Wert, aber von einer generellen Unverkäuflichkeit zu schreiben, geht imho stark mit der mittlerweile negativen Grundstimmung vieler Betroffener aufgrund des erneuten “Akkugates” einher.

    Der Kuga PHEV geht eben nicht sofort “in Flammen auf”!!! Wie man hier lesen kann, gehen ja insbesondere wegen der “Brandgefahr” auch viele sehr locker mit dem Thema um und warten nach dem Update erst einmal ab, wie sich die Nettokapazität in den nächsten vier Wochen entwickelt.


    Den Rechtsweg zu beschreiten, bleibt ja jedem offen, genauso, wie sich am Markt zu orientieren und die Gebrauchtwagenpreise des Kuga PHEV zu beobachten. Und wenn die Preise jetzt in den Keller rutschen sollten, dann muss ich als potenzieller Verkäufer eben noch ein paar Monate abwarten, wie sich der Markt entwickeln wird. Ich bin mir relativ sicher, in einem Jahr wird kaum mehr jemand von dem “Akkudesaster” reden und der Kuga PHEV wird genauso wie ein PHEV anderer Hersteller genauso gut oder schlecht verkäuflich sein…


    Wer also seinen Groll aufschieben kann, dem würde ich raten, etwas abzuwarten, den RR durchführen zu lassen und das Fahrzeug und ggf. bei Verkaufsabsichten den Markt zu beobachten. Ein parallel dazu evtl. eingeleitetes gerichtliches Klageverfahren bleibt ja davon völlig unberührt…


    Grüße