Diskussion zum Rückruf 25SC4 für den Kuga, Brandgefahr des Hochvoltakku

  • Na ja, die Frage, die sich mir da stellt:

    Wie viele Ladezyklen hat der Akku denn hinter sich und in welchem Zeitraum verlor der Akku von 87,5 auf 86%.

    Woher nimmst du die Erkenntnis, dass der sinkende SOH ursächlich mit dem hier in Rede stehenden Update zusammenhängt?

    Durch das Update wurde ja imho nicht nachweislich am SOH gedreht, der ist doch bei 100%=14,4kWh geblieben, nur die Netto-Verfügbarkeit wurde offenbar eingeschränkt🤔

  • Na ja, die Frage, die sich mir da stellt:

    Wie viele Ladezyklen hat der Akku denn hinter sich und in welchem Zeitraum verlor der Akku von 87,5 auf 86%.

    Woher nimmst du die Erkenntnis, dass der sinkende SOH ursächlich mit dem hier in Rede stehenden Update zusammenhängt?

    Durch das Update wurde ja imho nicht nachweislich am SOH gedreht, der ist doch bei 100%=14,4kWh geblieben, nur die Netto-Verfügbarkeit wurde offenbar eingeschränkt🤔

    Habe ich über der Tabelle doch geschrieben, in exakt 4 Wochen.


    Und nein, ich bringe das nicht unbedingt direkt mit dem Update in Verbindung, ist mir nur bei der Erfassung seit des Updates aufgefallen.


    Ganz genau hat der Akku Stand heute 753 Ladevorgänge an der heimischen Wallbox hinter sich, die Gesamtlaufleistung des Autos mit diesem Akku beträgt 52.480 km bei einem elektrischen Anteil von 59,61 %

    PHEV ST Line X in Sedona Orange mit allem, ausser Pano-Dach und AHK, gebaut 09/2020


    FordPass auf S24 mit Android 15.


  • Durch das Update wurde ja imho nicht nachweislich am SOH gedreht, der ist doch bei 100%=14,4kWh geblieben, nur die Netto-Verfügbarkeit wurde offenbar eingeschränkt🤔

    SoH 100% geblieben? :/

    Wieso?


    SoH nimmt immer ab, im Laufe der Zeit und Ladezyklen.


    Grobweg wird während das Downgrade (25SC4) 80% von aktuelle SoH als neue 100% Ladelimit festgelegt. ;(

  • Bei meinem Kuga PHEV wurde heute Morgen ebenfalls das Downgrade durchgeführt. :(


    Ein kleiner Lichtblick: Die Einstellungen wie „Rückleuchten an in Verbindung mit DRL“ und „automatische Türverriegelung“ sind erhalten geblieben. Mit anderen Worten: Diese Werte wurden nicht zurückgesetzt.

    Das Update dauerte ca. 45 Minuten. Der Mechaniker meinte bereits, dass sich die Dauer in den letzten Wochen deutlich verkürzt habe. Früher soll es wohl über 2 Stunden gedauert haben.


    Alle meine Anzeigen für Bordcomputer 1 und 2 sind unverändert geblieben. Auch in SYNC 3 sehe ich keine zurückgesetzten Einstellungen oder Ähnliches.

    Anschließend habe ich testweise eine Fahrt zur Arbeit und zurück gemacht (eigentlich habe ich Herbstferien). Die Strecke schafft er nach wie vor problemlos. Allerdings war das natürlich noch die elektrische Ladung von VOR der 25SC4-Verstümmelung.


    Als ich zu Hause ankam und noch 1 km elektrische Reichweite übrig war, zeigte das Display allerdings an, dass das Auto in 2,7 Stunden (bei 16 A) wieder vollständig aufgeladen sein würde. 8| Das ist schon ein erstes Anzeichen dafür, dass etwas zurückgeschraubt wurde. Denn vorher zeigte er in diesem Fall 3,2–3,4 Stunden an.


    Mal sehen, gleich kommt er wieder an die Steckdose. :|

    In der Zwischenzeit werde ich schon mal die E-Mail an Ford schicken, um die Wartungsgutscheine anzufordern ... als kleines Trostpflaster für den Ärger ...

  • CaptainHook

    Deswegen schrieb ich ja die 100%=14,4 kWh, und das bezieht sich immer auf den Auslieferungszustand und das Datenblatt von Ford - und das hat sich imho nicht verändert.

    Dass sich eine Degradation dazu im Laufe der Zeit ergibt, ist unstrittig, aber physisch bleibt es immer bei der Ausgangskapazität von werksseitig 14,4 kWh. Und daran hat sich auch nach dem Update nix geändert, denn es wurden ja keine Batteriezellen materiell entnommen, so dass die Bruttokapazität durch eine physische Veränderung kastriert wurde.

    Du rechnest ja auch für das Erreichen der 8-Jahresgarantie immer mit den 100%=14,4 kWh, das verändert sich das Batterieleben nicht.


    Ben-LDK

    753 Ladevorgänge ist ja schon mal eine nicht unerhebliche Anzahl.

    Ein Ladezyklus umfasst aber nicht eine einzelne Zuladung sondern die geladene Menge auf 100% der Akkukapazität addiert, was also durchaus mehrere Ladevorgänge beinhalten kann. Die Rekuperation scheint dabei aber wohl nicht in die Berechnung mit einzufließen.

    Wenn ich zB mein Auto immer von 20 auf 70% lade (also 50% der Akkukapazität), erfülle ich mit zwei solcher Ladevorgänge einen Ladezyklus…

    Wenn ich keinen Denkfehler begehe:

    Nehme ich mal an, dass du mit den 750 Ladevorgängen insgesamt im Durchschnitt 80% zugeladen hast, würdest du mit den 750 Ladungen um die 560 vollständige Ladezyklen durch haben, also grundsätzlich von der Lebensdauer des Akkus schon einen ganzen Teil verbraucht haben (man nimmt für einen Fahrakku um die 850-1000 Ladezyklen, eher der Akku überdurchschnittlich degradiert).

    Die Degradationslinie eines Fahrakkus verläuft eben nicht linear, in der ersten Lebensphase geht es etwas schneller, dann folgt eigentlich die lange Zeit der geringen Degradation und mit hohem Akkulebensalter steigt die Degradation unproportional erheblich an. Das sollte aber erst ab ca. 850-1000 Ladezyklen der Fall sein, bis der Akku unter einen SOH von 70% sinkt und dann deutlich schneller abbaut.


    Mit 560 Ladezyklen und 86% SOH würde ich fast davon ausgehen, dass das ein weitgehend „normaler“ Degradationswert wäre.

    Ich würde das sehr genau beobachten (wie hast du eigentlich den SOH bestimmt?), aber erst einmal keinen Grund zur Beunruhigung sehen. Sollte nun in den nächsten Monaten der SOH aber weiter deutlich fallen, dann würde ich mal in der Werkstatt vorstellig werden, wobei ich mir gut vorstellen würde, dass von der Werkstatt dieser Wert als ein ganz normaler angesehen würde, zumal die 70% Garantiezusage auf 8 Jahre bei weitem noch nicht annähernd erreicht ist.

    Es liegt eben in der Natur eines kleinen PHEV-Akkus, der, wird er regelmäßig zugeladen, aufgrund der häufigen Ladungen in kurzer Zeit eben auch zeitlich und kilometermäßig früher degradiert.

    Ich lade meinen BEV nur einmal in der Woche, da komme ich natürlich lange nicht so schnell in den Bereich der Anzahl kritischer Ladezyklen als ein PHEV, den ich täglich laden müsste…


    Grüße

  • Nehme ich mal an, dass du mit den 750 Ladevorgängen insgesamt im Durchschnitt 80% zugeladen hast,

    Vor dem Update konnte man maximal den SoC-Bereich 14,7 bis 90 % nutzen, somit lag das mögliche Maximum bei 75 %, der Durchschnitt wird vermutlich noch eine Ecke niedriger sein. Nach dem Update ist (bei meinem Kuga) nur noch der Bereich 14,7 bis 81 % nutzbar.


    Während des Schreibens habe ich dann mal gerechnet, die gesamt geladenen kWh durch die Netto-Kapazität von 14,4 kWh geteilt, komme ich aktuell auf 466 volle Zyklen, dazu noch die Ladung aus Rekuperation, kann dann mit den von dir angenommenen 560 Zyklen hinkommen.


    Trotzdem finde ich 1,5 % SoH Verlust in 4 Wochen bei 12 Ladevorgängen schon recht viel, aber sei es drum, ich werde es weiter beobachten.


    Der von mir genannte SoH ist mit Forscan aus dem Steuergerät des Kuga ausgelesen.

    PHEV ST Line X in Sedona Orange mit allem, ausser Pano-Dach und AHK, gebaut 09/2020


    FordPass auf S24 mit Android 15.


  • So, der erste Ladevorgang NACH dem 25SC4-Downgrade ist nun Geschichte.


    Von (fast) komplett leer bis angeblich 100 % voll. Laut FordPass-App 7,5 kWh und satte (irre!) 59 km elektrische Reichweite.

    Tatsächlich wurden aber 9,04 kWh geladen. Das sind also über 20 % weniger als in den letzten drei Jahren! WTF. :cursing:


    Das ist ein trauriger Tag. ;(

    Die Art und Weise, wie ihr mit euren Kunden umgeht, Ford. Sowas muss heutzutage wohl alles möglich sein. <X

  • … Die Rekuperation scheint dabei aber wohl nicht in die Berechnung mit einzufließen. …

    Bei einem BEV kann man bei der Anzahl der Ladezyklen die Ladung durch Rekuperation sicherlich vernachlässigen. Beim PHEV ist der Anteil zwar höher, da der Akku kleiner ist, aber auch nicht so maßgeblich. Was man aber nicht unterschätzen sollte, ist das Laden des Akkus durch den Verbrennungsmotor. Hier kommen schon einige Ladezyklen zusammen. Überschlägig könnte man im gegebenen Fall die Anzahl der vollständigen Ladezyklen auch so berechnen:

    31.250 km rein elektrisch bei einer Reichweite von 50 km je Ladezyklus sind 625 Ladezyklen, wobei es gleichgültig ist, woher die Ladung kam (Steckdose, Verbrennungsmotor/Generator, Rekuperation).

  • Hallo, hat schon jemand mit dem Car Scanner über Android SoH ausgelesen? Wie genau geht das?

    Geht meines Wissens nach gar nicht (hab zuminderst nichts gefunden in der App), aber mit Forscan gehts.

    Kuga PHEV active X, EZ 05/26 in Desert Island Blue Metallic, AHK, Winterpaket, LED Matrix-Scheinwerfer, Ergonomiesitze und noch so einige elektronische Spielereien, deren Sinn oder auch Unsinn ich erst mal noch herausfinden muss.

    Seit 24.08.2026 ists meiner :)