Warnleuchte " sicher anhalten,Fahrzeug verlassen"

  • Hallo Zusammen,

    ich möchte hier von einem Erlebnis mit unserem Ford Kuga Plug-in-Hybrid berichten, das für uns nicht nur sehr ärgerlich, sondern auch durchaus beunruhigend war.

    Wir waren mit unserem Wohnwagen in Südfrankreich unterwegs, als plötzlich die Warnmeldung „Fahrzeug sicher verlassen“ erschien. Gleichzeitig wurde auf eine mögliche Gefahr im Zusammenhang mit der Hochvoltbatterie hingewiesen.

    Unser Kuga hatte zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 30.000 Kilometer Laufleistung. Außerdem bestand noch Garantie, und sämtliche vorgeschriebenen Inspektionen und Wartungen waren regelmäßig und vollständig durchgeführt worden.

    Wir konnten glücklicherweise noch rechts ranfahren und das Fahrzeug abstellen. Anschließend wurde der Kuga aus Sicherheitsgründen von Ford praktisch verriegelt. Es war nur noch möglich, die Türen zu öffnen. Eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich.

    Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Da der Kuga aufgrund des Fehlers nicht normal auf den Abschleppwagen gezogen werden konnte, musste er mithilfe von Luftkissen auf das Abschleppfahrzeug gehoben werden. Unser Kuga und der Wohnwagen wurden anschließend gemeinsam zu einem örtlichen Abschleppdienst gebracht.

    Nachdem wir Ford kontaktiert hatten, wurde das Fahrzeug am folgenden Tag von Ford in eine Ford-Vertragswerkstatt gebracht.

    Was uns allerdings besonders enttäuscht hat: Obwohl für das Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt noch Garantie, eine Mobilitätsgarantie sowie Leistungen über Ford Assistance bestanden, wurde uns von Ford kein Leihwagen zur Verfügung gestellt, mit dem wir nach Hause hätten fahren können.

    Auch eine Rückholung des Fahrzeugs nach Deutschland wurde von Ford verweigert. Uns wurde mitgeteilt, dass laut AGBs Ford erst fünf Tage nach der Diagnose, also nachdem feststeht, was genau am Fahrzeug defekt ist, bereit sei, eine Rückholung nach Deutschland zu veranlassen.

    Auch bei der weiteren Unterstützung ließ uns Ford Assistance im Stich. Eine Kostenübernahme oder Unterstützung für notwendige Übernachtungen und weitere Unterbringungskosten wurde ebenfalls verweigert.

    Wir blieben deshalb zunächst noch drei Tage vor Ort. In dieser Zeit wurden wir immer wieder vertröstet. Eine klare Auskunft darüber, was überhaupt mit unserem Fahrzeug los war und wie lange die Reparatur dauern würde, konnte uns niemand geben.

    Da wir schließlich keine Perspektive mehr sahen und nicht länger in Südfrankreich bleiben konnten, haben wir nach diesen drei Tagen auf eigene Kosten einen Leihwagen organisiert und sind damit nach Hause gefahren unseren Caravan brachten wir dort in einem Depot unter.

    Da wir den Reparaturpraktiken in Südfrankreich nicht vertrauten, haben wir schließlich selbst eine Firma beauftragt, unseren Kuga von Südfrankreich zurück ins Saarland zu transportieren. Auch die Kosten für diesen Rücktransport mussten wir vollständig selbst tragen.

    Bis heute ist die Angelegenheit für uns nicht wirklich transparent. Unser örtlicher Ford-Händler kann in der Fahrzeugchronik bis heute nicht nachvollziehen, welche Arbeiten bzw. Reparaturen in Frankreich an unserem Fahrzeug durchgeführt wurden. Auch von Ford selbst haben wir hierzu bis heute keinerlei konkrete Auskunft erhalten.

    Das Fahrzeug blieb insgesamt zwölf Tage in Südfrankreich in der Werkstatt, bevor wir schließlich informiert wurden, dass der Kuga repariert und wieder fahrbereit sei. Anschließend mussten wir zusätzlich selbst dafür sorgen, dass das Fahrzeug wieder zurück ins Saarland kam.

    Für uns stellen sich deshalb mehrere Fragen:

    • Hat jemand von euch schon einmal die Warnmeldung „Fahrzeug sicher verlassen“ im Zusammenhang mit der Hochvoltbatterie erhalten?
    • Was war bei euch die Ursache des Fehlers?
    • Wurde euer Fahrzeug ebenfalls aus Sicherheitsgründen komplett stillgelegt bzw. verriegelt?
    • Wie hat sich Ford Assistance bei euch in einem solchen Fall verhalten?
    • Wurde euch ein Leihwagen bzw. eine Heimreise organisiert und bezahlt?
    • Wurden bei euch Übernachtungs- oder weitere Unterbringungskosten übernommen?
    • Wurde euer Fahrzeug bei einem vergleichbaren Fall nach Deutschland zurückgeführt?
    • Wie lange hat die Reparatur bei euch gedauert?
    • Könnt ihr in der Fahrzeugchronik nachvollziehen, welche Reparaturen bei einem solchen Schaden durchgeführt wurden?

    Ich würde mich über eure Erfahrungen und Rückmeldungen sehr freuen. Insbesondere interessiert mich, ob wir mit unserem Fall ein Einzelfall waren oder ob es bei anderen Kuga-PHEV-Fahrern ähnliche Probleme mit dieser Warnmeldung, der Hochvoltbatterie und vor allem mit der anschließenden Abwicklung durch Ford und Ford Assistance gegeben hat.

  • Wenn dein Kuga PHEV 30.000 km gelaufen hat, gehe ich mal davon aus, dass er vor April 2026 gebaut wurde. Dann ist er vom Rückruf 25SC4 betroffen. Im Rückrufschreiben ist die von dir beschriebene Meldung erwähnt. Die Reparatur sollte durch Austausch des HV-Akkus erfolgen. Mehr zum Rückruf 25SC4 findest du hier:

    Auch zum Service durch den Ford-Assistance, vor allem im Ausland findest du ähnliche Erfahrungsberichte hier im Forum.

  • …selbst öffentlichkeitswirksam geschilderte “Fehlverhalten” der Ford Assistance haben in den vergangenen Jahren keine Besserung gebracht…traurig Ford, ganz traurig🫣


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    Grundsätzlich hätte dir die Ford Assistance im Rahmen der Mobilitätsgarantie zumindest für zwei Tage ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung stellen müssen - die Buchstaben auf dem Papier sind aber aus Sicht der FA nicht die Druckerschwärze wert…