Zumal es ja die lösung gebe den Akku zu tauschen ... Das wäre das ehrlichste und sauberste ... Es hat doch der Zulieferer gepfuscht... Soll der doch neue Akkus bereitstellen.
Gruß Karl
Gedanken eines Nichtbetroffenen zum Thema, damit eher “emotionslos” und alle Seiten abwägend::
Genau, das schüttelt Ford einfach mal so aus dem Ärmel…???
Ca. 19.000 betroffene Fahrzeuge in Deutschland, 850.000 weltweit…Kosten für einen HV lt. KI inkl. Werkstattkosten im günstigsten Fall ca. 7500€ = Kosten für Ford in D = 143 Millionen Euro, weltweit = 6,38 Milliarden Euro…
Das Ford sowohl aus einem Selbsterhaltungstrieb als auch aus ökologischen Gründen nicht sofort den allersichersten Weg eines Kompletttauschs gehen möchte, sollte angesichts dieser Summen klar sein…Man darf idZ nicht vergessen, dass statistisch gesehen nur ein Bruchteil der betroffenen Fahrzeuge wirklich einen defekten Akku aufweisen dürften.
Insofern ist für mich aus unternehmerischer Sicht irgendwo verständlich, dass man nach einer Lösung gesucht hat, mit der sich die Brandgefahr zum einen weiter deutlich minimieren, zum anderen im Fall des Falles frühzeitig die Brandgefahr erkennen lässt.
Nun haben wir bisher hier einige Meldungen, nach denen der Akku nur noch über ca. 8kWh Zuladung verfügt, andere laden weiterhin um die 10kWh (lt. Hrsteller 10,3 kWh Nettokapazität) dazu, also ohne weiteren Nachteile.
Warum nun einige nur 8kWh laden können, scheint hier erst einmal nicht beantwortet werden können, aber imho sehr wohl so oder so einen Mangel darstellen sollte.
Diesen Mangel muss der “Geschädigte” imho beim Händler geltend machen, der sich wiederum mit dem Hersteller darüber auseinandersetzen muss.
Eine wie hier geäußert strafrechtliche Konsequenz für den Händler wegen Betruges würde ich aus Laiensicht verneinen, da der Händler ja auf die Zuarbeit des Herstellers angewiesen ist und nur das umsetzen kann, was der Hersteller auch ihm anbietet.
Ich darf daran erinnern, dass die Verfahren zum Dieselgate bei VW letztendlich als strafrechtlich relevant in einigen Fällen für Mitarbeiter des Herstellers geführt wurden…
Hier spielt aber der Hersteller “mit offenen” Karten insofern, als dass er einen möglichen Verlust von bis zu 12% indirekt der Reichweite, i.Z. stehend mit einer Reduzierung der zu ladenden kWh 0-100% einräumt, insofern im strafrechtlichen Sinne wohl nicht “täuschen” will…
Schwieriges Thema, auf das sich letztendlich die Rechtsanwaltskanzleien als ein Nutznießer des Desasters die Hände reiben und sich schon über die Mandate freuen werden🤷🏻♂️
Es ist nunmehr interessant, wie sich Ford bei den “Reklamationen” der reduzierten Ladefähigkeit positionieren wird. Das muss man wohl erst einmal abwarten, ob Ford da gewillt ist, bei den Fällen der 8kWh-Ladungen nachzubessern (in welcher Form auch immer, ob durch einen Ersatz-HV oder Ausgleichszahlungen oderoderoder), oder ob sie für weitere Zugeständnisse nicht zugänglich sein werden.
Ich bin ziemlich sicher, erstinstanzlich wird da nichts entschieden werden, und je nach dem, vor welchem Gericht verhandelt wird, kann sich so ein Verfahren über Jahre ziehen…
Grüße