Das wurde in diesem Dauerthema sicherlich auch schon mehrfach gesagt:
Es geht darum, eine Kette von möglichen Effekten zu verhindern, die im aller-ungünstigsten Fall zum Brand führen KÖNNTEN. Das Problem hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein nicht-einwandfreier Akku "ausgasen" könnte, d.h., dass Gase austreten. Das könnte auftreten, wenn der Akku heiß wird. Und diese Erwärmung tritt im Lade- und im Entladebetrieb auf (jeder kennt das vom Handy). Beim Entladen wird ja gefahren, da hilft der Fahrtwind zur Kühlung. Also wird besonders der Ladebetrieb beachtet. Sollten solche Gase austreten, könnten diese sich z.B. am heißen Motor entzünden, und dann kann es brennen. Mit jedem Punkt in dieser Kette wird das Eintreten des ultimativen Ernstfalles (Brand) unwahrscheinlicher, aber er ist nicht völlig ausgeschlossen. Daher die Handlungsempfehlung und angekündigte Nachbesserung.
Akkus werden gegen Ende des Ladezykus' am wärmsten. Deshalb die Empfehlung mit 80%, um diesen potentiell riskanten Bereich zunächst auszuklammern. Nachdem die Software bereits beim Laden ständig die Temperatur des Akkus überwacht, nehme ich stark an, dass die angekündigte Modifikation genau hier ansetzen wird, z.B. indem bei entsprechenden Temperaturverlauf in den letzten 20 Prozent das Laden gedrosselt wird oder Ladepausen eingebaut werden.
Ein präventiver Tausch aller möglicherweise betroffenen Akkus ist
- wirtschaftlicher Wahnsinn für Ford
- umwelt-seitiger Wahnsinn für uns alle
- kapazitätsmäßiger Wahnsinn für die Vertragswerkstätten
- und in dieser Stückzahl am Weltmarkt auch garnicht verfügbar
Und es stimmt schon: Software kann keine Hardware reparieren. Aber Software regelt die Nutzung der Hardware. Genau darum geht es.