Beiträge von TomTraveler

    bedenken wir mal was sich innerhalb der 35 Jahre an einem Auto getan hat und wie das heut zu Tage mit Rückrufen gehandhabt wird sollte man nicht direkt alles über einen Kamm ziehen.

    Rückrufe gab es schon immer für alle sicherheitsrelevanten Mängel. Und ich habe in meinem Leben von der Einführung des Dreipunktgurts, der Invasion der Steuergeräte, einschließlich ABS, das Aufkommen der Airbags, bis zum inflationären Einbau der Servolenkung alles mitgemacht. Da war jede Menge Potenzial für Safety-Issues, aber ich habe wie gesagt in den 35 Jahren aktiven Autofahrens (und den 18 Jahren davor) nur einen einzigen Rückruf erlebt: das war die Überprüfung der elektrischen Kontakte der Rückleuchten eines japanischen Wagens und das hat der Meister auf dem Hof in 10 Minuten erledigt gehabt.


    Natürlich bin ich froh, wenn erhebliche Mängel kostenlos vom Hersteller behoben werden. Wenn ich aber jedes Quartal wegen eines anderen Rückrufs in die Werkstatt soll, kann ich nur sagen: da hat der Hersteller zu wenig getestet und ich kanns jetzt ausbaden.

    Klar gibt es Sachen, die nicht so laufen, wie es sein soll und ich war in den Jahren auch nicht frei von Problemen/Rückrufen, aber man zeige mir ein Auto, bei dem das nicht der Fall ist.

    Da könnte ich Dir jedes Auto zeigen, dass ich bisher besessen habe. So viele Rückrufe hatten die alle zusammen in 35 Jahren nicht wie mein Kuga in 11 Monaten. Das in Kombination mit dem erodierten Service meiner Werkstatt ist einfach ein Spaßverderber.

    es gibt halt FFH die sich um diese Information aktiv bemühen

    In meiner Werkstatt gab es früher zwei fähige Werkstattmeister, die eine eigene Halle für Dialogannahme hatten und den Service gut am laufen hielten.

    Heute gibt es nur noch einen (anderen) und der hockt hinterm Tresen. Rückrufe und Serviceaktionen lege ich ihm ausgedruckt vor, denn er hat die Serviceaktionen noch nie gesehen.

    Der liest bestimmt keine technischen Informationen von Ford prophylaktisch, um informiert zu sein, denn der ist schon damit überfordert seine E-Mails zu lesen. Es kämen 80 Mails am Tag, war eins der Statements von ihm …

    Braucht man das?

    Das ist der Apple-Effekt: Du wusstest gar nicht, wie toll etwas ist, bis der Hersteller es Dir an die Hand gegeben hat.


    Im Automobilbereich kommen die Innovationen bedingt durch die längeren Produktzyklen zwar langsamer beim Kunden an, und hier wie dort ist nicht immer alles gleich ein Gamechanger, aber für den technisch interessierten Benutzer bieten Anzeigen wie aktueller Verbrauch, abgerufene Leistung, elektrisch vs. Verbrenner, momentane Steigung, Lenkeinschlag und Verteilung des Drehmoments auf die Achsen (beim Allrad) schon einen Mehrwert.


    Wenn ich persönlich besonders sparsam oder auch mal sportlicher unterwegs bin, ist neben der digitalen Geschwindigkeitsanzeige der Powermeter mein bevorzugtes Instrument.


    Steige ich danach in eines meiner älteren Fahrzeuge mit analogen Rundinstrumenten für Geschwindigkeit und Drehzahl, komme ich mir immer vor wie in der Pkw-Abteilung des Münchner Verkehrsmuseums. 😉