Beiträge von TomTraveler

    es gibt halt FFH die sich um diese Information aktiv bemühen

    In meiner Werkstatt gab es früher zwei fähige Werkstattmeister, die eine eigene Halle für Dialogannahme hatten und den Service gut am laufen hielten.

    Heute gibt es nur noch einen (anderen) und der hockt hinterm Tresen. Rückrufe und Serviceaktionen lege ich ihm ausgedruckt vor, denn er hat die Serviceaktionen noch nie gesehen.

    Der liest bestimmt keine technischen Informationen von Ford prophylaktisch, um informiert zu sein, denn der ist schon damit überfordert seine E-Mails zu lesen. Es kämen 80 Mails am Tag, war eins der Statements von ihm …

    Braucht man das?

    Das ist der Apple-Effekt: Du wusstest gar nicht, wie toll etwas ist, bis der Hersteller es Dir an die Hand gegeben hat.


    Im Automobilbereich kommen die Innovationen bedingt durch die längeren Produktzyklen zwar langsamer beim Kunden an, und hier wie dort ist nicht immer alles gleich ein Gamechanger, aber für den technisch interessierten Benutzer bieten Anzeigen wie aktueller Verbrauch, abgerufene Leistung, elektrisch vs. Verbrenner, momentane Steigung, Lenkeinschlag und Verteilung des Drehmoments auf die Achsen (beim Allrad) schon einen Mehrwert.


    Wenn ich persönlich besonders sparsam oder auch mal sportlicher unterwegs bin, ist neben der digitalen Geschwindigkeitsanzeige der Powermeter mein bevorzugtes Instrument.


    Steige ich danach in eines meiner älteren Fahrzeuge mit analogen Rundinstrumenten für Geschwindigkeit und Drehzahl, komme ich mir immer vor wie in der Pkw-Abteilung des Münchner Verkehrsmuseums. 😉

    Ich kann soviel Kickdown machen wie ich will, bei mir geht kein Motor an. Habe das auch im Winter bei Minusgraden getestet, der Motor geht im EV-Jetzt nicht an, so wie es auch sein soll (sonst brauche ich keinen EV-Jetzt-Modus).

    Bei mir kommt dann im Display die Meldung, "Für maximale Leistung OK drücken". Wenn ich das mache geht der Motor an (einmal getestet).

    Da ich eher EV Auto als EV Jetzt fahre, habe ich das Verhalten meines Kugas heute Morgen auch nochmal getestet:


    Kickdown im EV Jetzt bleibt bei rein elektrischer Fahrt und es erscheint die Meldung, ich könne OK drücken, um den Verbrenner zuzuschalten.

    Wenn ich das mache, springt der Verbrenner an und läuft mit, solange seine Leistung benötigt wird und er warm gelaufen ist.

    Nachdem sich der Verbrenner ausgeschaltet hat, springt er beim nächsten Kickdown automatisch an und es wird die bekannte Meldung angezeigt, dass der Verbrenner wegen Systemleistung angesprungen sei.

    Wenn ich den Kuga ausschalte und neu starte, beginnt das Spiel von vorn, d.h. beim ersten Kickdown muss ich den Motorstart mit OK bestätigen und bei allen weiteren Kickdowns derselben Fahrt springt der Motor dann von alleine an.


    Dieses Verhalten war für mich in der Form auch noch nicht bekannt, aber mir gefällt, dass ich bei Bedarf rein elektrisch fahren kann, auch bei schneller Beschleunigung, ohne dass der Verbrenner anspringt.


    Was mir aufgefallen ist:

    Beim rein elektrischen Kickdown dreht der Powermeter bis ca. 130 kW hoch (ca. 176 PS).


    Angegeben ist die maximale elektrische Leistung jedoch mit nur 97 kW (131 PS), wenn ich das richtig im Kopf habe.

    spätestens jetzt wäre ich im Rückabwicklungsprozess

    Gerade eben habe ich noch aus anderem Anlass dazu recherchiert und die Rechtsmeinung gelesen, als Kunde müsse man im Gewährleistungsfall dem Händler bzw. Hersteller zwei Versuche zur Nacherfüllung durch Reparatur oder Ersatzlieferung einräumen, bei technisch komplexen Sachen sogar drei.


    Beim Kuga wäre Versuch 1 der neue Schwingungsdämpfer und Versuch 2 der Getriebetausch. Bliebe noch abzuwarten was Ford sich als drittes überlegt. Gibt ja noch einiges am Antrieb, was man tauschen kann, von Steuergeräten bis Antriebswellen ist der Kreativität freien Lauf geboten.