Diskussion zum Rückruf 25SC4 für den Kuga, Brandgefahr des Hochvoltakku

  • Sie sind immer noch nicht dahintergekommen, WAS genau schiefläuft.

    Das meine ich ja, diese Technik wird noch nicht wirklich beherrscht. Der Endverbraucher ist halt der Dumme jetzt.

    Die paar Schritte kann ich auch (elektrisch) fahren.

  • Hier der aktualisierte Rückruf des NHTSA:


    https://static.nhtsa.gov/odi/rcl/2026/RCLRPT-26V091-2283.pdf


    Der Escape ist nur bis Baujahr 2025 genannt, da er dieses Jahr nicht mehr in den USA gebaut wird.

    Mal schauen, wann auch das KBA den Rückruf auf das Kuga FL erweitert.

  • Das dürfte dann alle Fahrzeuge betreffen, die einen Samsung-Akku haben, der vor dem 10. Oktober 2024 in der Türkei Ungarn gebaut wurde.

    Edit: sorry, Ungarn ist natürlich richtig.

    Viele Grüße aus dem Niederbergischen Land

    Michael

    Facelift PHEV, MJ 2024.50, ST-Line X, desert island blue, Technologie- + Winter-Paket, schwenkb. AHK, Pano
    Best. 06.02.24/Bau 29.05.24/Lieferung Mitte Juli 30.07.24/Zulassung 15.08.24
    ex: PHEV, MJ 2021.50, ST-Line X, chroma-blau, Technologie-, Assistenz-, Winter-Paket, schwenkb. AHK, Pano
    Best. 02.12.20/Bau 14.04.21/Lieferung 09.06.21/Zul. 17.06.21/Verkauf 15.08.24/ 57.500 km, davon 55% e-km; 7,7 kWh und 3,95l;
    Ford App: Samsung S23+, Android 14

    Einmal editiert, zuletzt von MichaelTE ()

  • Das meine ich ja, diese Technik wird noch nicht wirklich beherrscht. Der Endverbraucher ist halt der Dumme jetzt.

    Vergangenes Jahr ist der Focus Diesel meiner Nachbarin während der Fahrt in Flammen aufgegangen, Totalschaden. Seit Jahrzehnten fahren indoor-SAM mit Traktions-Akkus elektrisch. Ein- bis zweistellige Schadensfälle weltweit bei Massenprodukten sind kein Indiz dafür, dass eine Technik nicht beherrscht wäre. Rückrufe sind sogar Ausdruck des Gegenteils: Schon bei geringer statistischer Evidenz von Pannen greift die staatlich organisierte, internationale Qualitätssicherung auf Kosten der Produktverantwortlichen.

  • Türkei?


    Samsung SDI wird doch in Ungarn hergestellt?

    ...jedenfalls benennen die amtlichen Dokumente nur Produkte aus Ungarn. Andererseits weiß man ja nicht, woher die Vorprodukte für die Akkus kommen. Daher kann man immer nur von den offiziellen Dokumenten auf betroffene End-Produkte schließen. Weitergehende Schlüsse sind daher m. E. eher spekulativ.

  • ...jedenfalls benennen die amtlichen Dokumente nur Produkte aus Ungarn. Andererseits weiß man ja nicht, woher die Vorprodukte für die Akkus kommen.

    Daher kann man immer nur von den offiziellen Dokumenten auf betroffene End-Produkte schließen. Weitergehende Schlüsse sind daher m. E. eher spekulativ.

    Da hast du Recht. Dennoch spekuliere ich mal:

    Die Ursache des Problems liegt ja in fehlerhaften Separatorfolien. Ungarn ist eine Hochburg was Separatorfolien betrifft. Eine der größten Produktionsstätten wird von LG mit Toray betrieben und zwar ca. 60km vom Samsung SDI Batteriewerk entfernt.

    Hat Volvo nicht dasselbe Problem mit Akkuzellen von LG?

    Aber ja, alles nur Spekulation …

  • Vergangenes Jahr ist der Focus Diesel meiner Nachbarin während der Fahrt in Flammen aufgegangen, Totalschaden. Seit Jahrzehnten fahren indoor-SAM mit Traktions-Akkus elektrisch. Ein- bis zweistellige Schadensfälle weltweit bei Massenprodukten sind kein Indiz dafür, dass eine Technik nicht beherrscht wäre. Rückrufe sind sogar Ausdruck des Gegenteils: Schon bei geringer statistischer Evidenz von Pannen greift die staatlich organisierte, internationale Qualitätssicherung auf Kosten der Produktverantwortlichen.

    nun ja.... Gerade die Indoor SAM haben andere Lastprofile, eine andere Ladeinfrastruktur und auch andere Batterietypen (Industrie-LiFePO). Ein E -Auto oder Hybrid steht in der (Tief)Garage oder in Wohngebieten, hat Unfälle (Crash) und eben andere Batterien. Das kann man mE nicht so direkt gegenüberstellen.

    Die Technik mag im Neuzustand beherrscht sein, aber Langzeit- und Alterungsrisiken sind noch nicht vollständig empirisch durchlaufen. Und wir haben hier Autos, die keine 3 Jahre alt sind, dabei.

    Und ein Rückruf ist zwar lobenswert, aber im Grund ist er Krisenmanagement, den das Produkt ist ja schon zu Tausenden auf dem Markt. Keiner der Hersteller macht sowas präventiv, sondern erst, wenn es schon Schadensfälle gibt. Der Endverbraucher hat so den Nutzungsausfall und trägt zudem den Wertverlust. Im Prinzip wird dann die unzureichende Entwicklung durch Software-Updates versucht zu kompensieren. Ausgereift ist da nichts, wohl auch, weil die Zeit dafür gar nicht vorhanden ist.

    Und soweit ich informiert bin, ist es immer noch schwerer einen Akku-Brand zu löschen als einen Diesel, da dieser auch zeitverzögert nochmal auftreten kann.

    Die paar Schritte kann ich auch (elektrisch) fahren.

    2 Mal editiert, zuletzt von benello ()

  • nun ja.... Gerade die Indoor SAM haben andere Lastprofile, eine andere Ladeinfrastruktur und auch andere Batterietypen (Industrie-LiFePO). Ein E -Auto oder Hybrid steht in der (Tief)Garage oder in Wohngebieten, hat Unfälle (Crash) und eben andere Batterien. Das kann man mE nicht so direkt gegenüberstellen.

    Die Technik mag im Neuzustand beherrscht sein, aber Langzeit- und Alterungsrisiken sind noch nicht vollständig empirisch durchlaufen. Und wir haben hier Autos, die keine 3 Jahre alt sind, dabei.

    Und ein Rückruf ist zwar lobenswert, aber im Grund ist er Krisenmanagement, den das Produkt ist ja schon zu Tausenden auf dem Markt. Keiner der Hersteller macht sowas präventiv, sondern erst, wenn es schon Schadensfälle gibt. Der Endverbrauch hat so den Nutzungsausfall und trägt zudem den Wertverlust. Im Prinzip wird dann die unzureichende Entwicklung durch Software-Updates versucht zu kompensieren. Ausgereift ist da nichts, wohl auch, weil die Zeit dafür gar nicht vorhanden ist.

    Und soweit ich informiert bin, ist es immer noch schwerer einen Akku-Brand zu löschen als einen Diesel, da dieser auch zeitverzögert nochmal auftreten kann.

    Ich halte mal mit persönlichen Einzelfallerfahrungen dagegen, obwohl die natürlich statistisch völlig irrelevant sind: Meine erste (Warmwasser-) Wärmepumpe wurde 1984 installiert. Die Meisten fanden die Technik damals höchst fragwürdig. Das Ding hat fast 40 Jahre wartungsfrei so enegiesparend und zuverlässig funktioniert, dass ich bei der kürzlich durchgeführten energetischen Haussanierung ein optimiertes Modell angeschafft habe, das aufgrund des technischen Fortschritts noch effizienter ist und inflationsbereinigt sogar deutlich weniger kostet. Ob das Ding auch wieder 40 Jahre hält? Ich wäre dann 104 Jahre alt. Ichh bin wieder mal in's Risiko gegangen und habe mich für den Stand der Technik entschieden. Die gleiche Erfahrung hat mich Nissan gelehrt: Seit vielen Jahren fuhren weltweit die ersten Generationen des Leaf ohne große Probleme emmissionsfrei, als der Leaf in 3. Generation vor mehr als 6 Jahren pendlertaugliche Akkus und Motoren bekam. Seitdem fahren wir den Kleinen störungsfrei, emmissionsfrei und super kostengünstig mit großem Spaß. Offensichtlich beherrschen Nissan und seine Zulieferer die BEV-Technik. Wie bei Ford-PHEV beträgt die Nissan-Gewährleistung auf den Akku acht Jahre bzw. 160 000 Km. Die Gewährleistungsfrist für die Verbrenner von schlappen 2 Jahren spricht nicht dafür, dass die Verbrennertechnik überlegen wäre.

  • Dass deine Wärmepumpe 40 Jahre gehalten hat, freut mich – aber genau wie Negativbeispiele belegen auch positive Einzelfälle keine generelle Reife oder Langzeitrobustheit einer Technologie.

    Eine stationäre Wärmepumpe ist zudem technisch nicht mit einem hochenergetischen Fahrzeugakku vergleichbar, der Crashanforderungen, Schnellladezyklen und hohen Leistungsabrufen ausgesetzt ist.

    Bei der Brandgefahr dieses Rückrufs, geht es weniger um statistische Häufigkeit als um Schadenscharakteristik. Auch seltene Ereignisse können gravierende Folgen haben – insbesondere in (Tief)Garagen oder Wohngebieten.

    Ich bin nicht grundsätzlich gegen E-Mobilität und fahre den Kuga nach wie vor gerne. Mich irritiert eher, dass Entwicklungszyklen immer kürzer werden und technische Anpassungen zunehmend per Software-Update erfolgen. Das erweckt zumindest den Eindruck, dass Produkte sehr früh in den Markt gehen und reale Nutzung Teil der Optimierung ist.

    Das Risiko trägt am Ende der Käufer – durch Nutzungsausfall oder - noch schlimmer - einem Wertverlust.

    Die paar Schritte kann ich auch (elektrisch) fahren.