Diskussion zum Rückruf 25SC4 für den Kuga, Brandgefahr des Hochvoltakku

  • Das mit deinem Nissan Akku freut mich, das ist Top.

    Aber zum Thema Balancing deines Solarakkus, das was du da berichtest ist nicht das selbe wie das normalerweise per BMS geschieht.

    Das BMS ist mit dem Plus und Minuspol des Akkus verbunden um es zu laden, entladen und zu überwachen. (Abschaltung bei zu geringer Spannung, Verpolung, Kurzschluss, Schutz vor Überlastung, usw.)

    Weiterhin geht vom BMS zu jeder Zelle oder Zelleinheit ein weiteres Kabel mit dem jedes Zellpaket einzeln angesprochen werden kann. Somit kann das BMS gezielt jede Zelle einzeln laden, mit den anderen vergleichen und somit "ausbalancieren".

    Das Prinzip ist bei fast jedem Akku gleich, ob Fahrrad oder Solar oder Autoakku. Manchmal ist das BMS im Akku, manchmal. Im Ladegerät verbaut.

    Ich habe schon ein paar Akkus gebaut, daher weiß ich darüber relativ gut Bescheid.

    Die Vorgehensweise mehrfach komplett entladen und wieder aufladen funktioniert bis zu einem bestimmten Punkt auch.

  • "Die Vorgehensweise mehrfach komplett entladen und wieder aufladen funktioniert bis zu einem bestimmten Punkt auch." Sorry, ich hatte wohl nicht detailliert genug geschildert, was bei meinem Solar-Akku das Problem war: Das regelmäßige Balancing durch den Akku-Manager funktionierte nicht mehr richtig, weil der PV-Überschuss in der dunklen Jahreszeit längere Zeit keine vollen Ladungen mehr ermöglicht hatte und der Speicher "untenrum" dümpelte. Die o. g. Vorgehensweise war daher die Methode, das BMS "händisch" zu umgehen, um das vorzeitige Abriegeln des Ladevorgangs zu beheben. Ich wollte damit die Frage beantworten, ob die 80%-Regel dem Akku gefährlich werden könnte: Nein, höchstens dem automatischen Balancing! Dann müsste Ford anschließend auch mal händisch ran.

  • Alles gut. 😄

    Aber das bestätigt ein bißchen das ein ausbleibendes Balancing des Akkus Einfluss auf seine Leistung hat. Wie sich das auf die Dauer auswirkt kann ich auch nicht richtig einschätzen.

    Es gilt das Prinzip "das schwächste Glied in der Kette gibt den Ton an"

    In dem Fall eines Akkus kann das bedeuten das eine Zelle schon seine volle Ladung hat aber da die gesamte Batterie die aus 10 Zellen besteht eben noch nicht. Dann wird weiter geladen und die eine, schon volle Zelle evt. "überladen" weil nicht ausbalanciert wird. Ob das auf die Dauer etwas ungesund ist, keine Ahnung.

    Es stimmt aber auch das sich alles im Rahmen der 80% bewegt.

    Wenn dann eine Zelle vielleicht 82% hat ist wahrscheinlich nicht relevant. Ich weiß auch nicht wie weit sowas dann auseinander driften kann ohne Balancing.

  • Es gilt das Prinzip "das schwächste Glied in der Kette gibt den Ton an"..."und die eine, schon volle Zelle evt. "überladen" weil nicht ausbalanciert wird."

    Genau, weil das schwächste Glied den Ton angibt, wird das "Überladen" einer vollen Zelle durch ein funktionierendes BMS ausgeschlossen und dadurch erstmal vorsorglich die Ladekapazität an dieses schwächste Glied angepasst. Das muss dann überprüft und erforderlichenfalls händisch vom Hersteller oder Lieferanten koriigiert werden.

  • Zitat

    Funktion: Das BMS überwacht die Zellspannungen. Weichen Zellen voneinander ab, wird passives Balancing genutzt, um Zellen mit höherer Spannung über Widerstände zu entladen, bis sie dem Niveau der anderen entsprechen.

    Verstehe ich das richtig?

    Wenn der Akku plötzlich länger lädt und das Ladegerät mehr KWh in den Akku pumpt (als bisher), könnte das darauf hinweisen, dass aufgrund von zu hoher Abweichung, Zellen über Widerstände entladen werden?


    Zählt das dann schon als "Defekt"?

    Ford Kuga PHEV Titanium X

    Bestellt: 24.08.2020

    Fahrgestellnummer erhalten: 24.03.2021

    Baudatum: voraussichtlich 31.03.2021 , laut Conversmode 30.03.2021 (als VW)

    Liefertermin: irgendwann im Jahr 2021 , 08.05.2021, nicht eingehalten , unbekannt

    Neuer Übergabetermin: 31.05.2021


    31.05.2021: Der Kuga gehört endlich mir :)


    Samsung Galaxy S23 Ultra, Android

  • Verstehe ich das richtig?

    Wenn der Akku plötzlich länger lädt und das Ladegerät mehr KWh in den Akku pumpt (als bisher), könnte das darauf hinweisen, dass aufgrund von zu hoher Abweichung, Zellen über Widerstände entladen werden?


    Zählt das dann schon als "Defekt"?

    Die Frage beruht auf mehreren falschen Annahmen. Technisch und rechtlich ist das keine Grundlage für die Begründung eines Defekts oder (juristisch) eines Sachmangels.