Diskussion zum Rückruf 25SC4 für den Kuga, Brandgefahr des Hochvoltakku

  • "Die Vorgehensweise mehrfach komplett entladen und wieder aufladen funktioniert bis zu einem bestimmten Punkt auch." Sorry, ich hatte wohl nicht detailliert genug geschildert, was bei meinem Solar-Akku das Problem war: Das regelmäßige Balancing durch den Akku-Manager funktionierte nicht mehr richtig, weil der PV-Überschuss in der dunklen Jahreszeit längere Zeit keine vollen Ladungen mehr ermöglicht hatte und der Speicher "untenrum" dümpelte. Die o. g. Vorgehensweise war daher die Methode, das BMS "händisch" zu umgehen, um das vorzeitige Abriegeln des Ladevorgangs zu beheben. Ich wollte damit die Frage beantworten, ob die 80%-Regel dem Akku gefährlich werden könnte: Nein, höchstens dem automatischen Balancing! Dann müsste Ford anschließend auch mal händisch ran.

  • Alles gut. 😄

    Aber das bestätigt ein bißchen das ein ausbleibendes Balancing des Akkus Einfluss auf seine Leistung hat. Wie sich das auf die Dauer auswirkt kann ich auch nicht richtig einschätzen.

    Es gilt das Prinzip "das schwächste Glied in der Kette gibt den Ton an"

    In dem Fall eines Akkus kann das bedeuten das eine Zelle schon seine volle Ladung hat aber da die gesamte Batterie die aus 10 Zellen besteht eben noch nicht. Dann wird weiter geladen und die eine, schon volle Zelle evt. "überladen" weil nicht ausbalanciert wird. Ob das auf die Dauer etwas ungesund ist, keine Ahnung.

    Es stimmt aber auch das sich alles im Rahmen der 80% bewegt.

    Wenn dann eine Zelle vielleicht 82% hat ist wahrscheinlich nicht relevant. Ich weiß auch nicht wie weit sowas dann auseinander driften kann ohne Balancing.

  • Es gilt das Prinzip "das schwächste Glied in der Kette gibt den Ton an"..."und die eine, schon volle Zelle evt. "überladen" weil nicht ausbalanciert wird."

    Genau, weil das schwächste Glied den Ton angibt, wird das "Überladen" einer vollen Zelle durch ein funktionierendes BMS ausgeschlossen und dadurch erstmal vorsorglich die Ladekapazität an dieses schwächste Glied angepasst. Das muss dann überprüft und erforderlichenfalls händisch vom Hersteller oder Lieferanten koriigiert werden.

  • Zitat

    Funktion: Das BMS überwacht die Zellspannungen. Weichen Zellen voneinander ab, wird passives Balancing genutzt, um Zellen mit höherer Spannung über Widerstände zu entladen, bis sie dem Niveau der anderen entsprechen.

    Verstehe ich das richtig?

    Wenn der Akku plötzlich länger lädt und das Ladegerät mehr KWh in den Akku pumpt (als bisher), könnte das darauf hinweisen, dass aufgrund von zu hoher Abweichung, Zellen über Widerstände entladen werden?


    Zählt das dann schon als "Defekt"?

    Ford Kuga PHEV Titanium X

    Bestellt: 24.08.2020

    Fahrgestellnummer erhalten: 24.03.2021

    Baudatum: voraussichtlich 31.03.2021 , laut Conversmode 30.03.2021 (als VW)

    Liefertermin: irgendwann im Jahr 2021 , 08.05.2021, nicht eingehalten , unbekannt

    Neuer Übergabetermin: 31.05.2021


    31.05.2021: Der Kuga gehört endlich mir :)


    Samsung Galaxy S23 Ultra, Android

  • Verstehe ich das richtig?

    Wenn der Akku plötzlich länger lädt und das Ladegerät mehr KWh in den Akku pumpt (als bisher), könnte das darauf hinweisen, dass aufgrund von zu hoher Abweichung, Zellen über Widerstände entladen werden?


    Zählt das dann schon als "Defekt"?

    Die Frage beruht auf mehreren falschen Annahmen. Technisch und rechtlich ist das keine Grundlage für die Begründung eines Defekts oder (juristisch) eines Sachmangels.

  • Genau, weil das schwächste Glied den Ton angibt, wird das "Überladen" einer vollen Zelle durch ein funktionierendes BMS ausgeschlossen und dadurch erstmal vorsorglich die Ladekapazität an dieses schwächste Glied angepasst. Das muss dann überprüft und erforderlichenfalls händisch vom Hersteller oder Lieferanten koriigiert werden

    Moin zusammen,

    Könnte mich leider erst heute dazu melden und ich wiederhole mich bestimmt in manchen Sachen.

    Ein funktionierendes BMS...

    Wenn es richtig funktioniert und die Zellen in Ordnung sind sorgt es für ein Balancing der Zellen.

    Das BMS sorgt dafür das die Zellen alle die gleiche Spannung haben, es werden einzelne Zellen nachgeladen oder entladen um das zu erreichen.


    Wenn einzelne Zellen nicht ganz OK sind kann es passieren das sie soweit abdriften das ein BMS das nicht mehr ausgleichen kann, selber schon erlebt. Dann macht man das Ding auf, misst die Zellen einzeln nach und lädt evti. Die einzelne Zelle wieder bis in einen Bereich auf den das Bms wieder bearbeiten kann. Oder man tauscht sie aus.

    Meine Erfahrungen damit beziehen sich nur auf Fahrrad und Solarakkus.

    Aber das nur am Rande...


    WENN jetzt ein Balancieren der Zellen wirklich NUR bei 100% Ladung erfolgt wird nicht Balanciert, die Zellen weichen irgendwann voneinander ab,

    Ein "händisch eingreifen" das daraus besteht das sich jemand draufschaltet und den Akku dann volllädt, endlädt und dann wieder volllädt, macht doch nix anderes als ein 100% Ladung. Nur eben ferngesteuert.



    Die Frage beruht auf mehreren falschen Annahmen. Technisch und rechtlich ist das keine Grundlage für die Begründung eines Defekts oder (juristisch) eines Sachmangels.



    Also, so unberechtigt ist die Frage glaube ich nicht.

    Ich denke das normalerweise nicht mehr Stom in den Akku gepumpt werden würde da beim ausballancieren der Zellen nur Strom hin und her geht oder evtl. entladen wird.

    Da dieser Vorgang Zeit in Anspruch nimmt dauert der ganze Vorgang natürlich etwas länger (Ladezeit+Balancing).

    Ob sich daraus ein Defekt ableiten lässt glaube ich persönlich nicht, das ganze ist ja ein normaler Vorgang, nachdem die Batterie wieder normal funktionieren sollte.

    Ist aber nur meine Meinung, bin kein Anwalt 🤷


    So, ist schon wieder fast ein halber Roman geworden, sollte eigentlich nur ein kurzer Kommentar werden... 🫣

  • Das ist sehr interessant, aber vielleicht können wir hier wieder btt kommen...

    PHEV, ST-Line X, Frost-Weiß, Technologie-Paket, Fahrerassistenzpaket, Winter-Paket 2, 19-Zoll-Felgen


  • In meiner Familie laufen 3 Kuga PHEV, die lt. Datum der EZ in den Bauzeitraum des Rückrufs passen könnten, so genau weiß man als Halter ja nicht, wann das Auto tatsächlich montiert worden ist. Über Ford.de habe ich festgestellt, das meine FIN unter den Rückruf fallen soll, auf Nachfrage beim FFH hat er das laut seinem Online-Anschluss an's Ford-System bestätigt. Einen Rückrufbrief von Ford habe ich noch immer nicht erhalten. Zum zweiten Fahrzeug in der Familie habe ich bei Ford.de keinen Rückruf zur FIN gefunden und derselbe FFH vor 2 Wochen mitgeteilt, dass das Fahrzeug nicht vom Rückruf betroffen sei. Gestern hat der Fahrzeughalter dennoch den Rückrufbrief von Ford erhalten. Zum dritten Fahrzeug liegen noch keine "Treffer" vor.

    Meine Bewertung: Die Rückrufe werden sehr schleppend verarbeitet und noch schleppender an die FFH und uns Kunden kommuniziert. Dementsprechend erreichen die "Sicherheitsanweisungen" von Ford für betroffene Fahrzeuge die Kunden vor Allem in Abhängigkeit von der Trägheit der Information mit inzwischen monatelanger Verzögerung oder gar nicht?

  • ...die Antwort vom Kundenzentrum auf meine "120-Euro-Frage" (Auszug!):


    "...Damit unsere Fachabteilung eine Entschädigung beziehungsweise eine Kulanzzahlung prüfen kann, bitten wir Sie, uns folgende Informationen vorab bereitzustellen:

    • einen Nachweis über das erhaltene Rückrufschreiben (aus datenschutzrechtlichen Gründen erforderlich),

    • Ein Bild der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (ehemals Fahrzeugschein) (aus datenschutzrechtlichen Gründen erforderlich),

    • sowie Ihre Bankverbindung zur Überweisung der Kulanzzahlung. (Name, Nachname, IBAN, BIC, Bank) ..."


    Die datenschutzrechtlichen Gründe konnte ich nicht ergründen bzw. unter die DSGVO subsumieren. Das Rückrufschreiben habe ich aus dem Internet kopiert, da ich den Rückruf für meine FIN ja auch nur online und vom FFH erfahren habe. Alles nicht so einfach...