Diskussion zum Rückruf 25SC4 für den Kuga, Brandgefahr des Hochvoltakku

  • Falls er abbrennt, kann Ford sicher nachschauen, wie geladen wurde und ob die Empfehlung befolgt wurde. Das könnte uU auch die Versicherung interessieren.

    Das habe ich ihm bereits gesagt, er hat mir nicht geglaubt. Schön, dass meine Warnung an ihn hier bestätigt wird.

    PHEV Vignale 2019, 2,5 Duratec, EZ 11/2021, Kauf 08/2023 (5.315 km, Werkswagen), Vollausstattung

  • Ganz ehrlich, ich verstehe es einfach nicht mehr:


    - Es gibt ein Problem mit der Akkutechnik, was noch nicht gelöst ist

    - Es gibt vom Hersteller eine vorübergehende Handlungsanweisung der Nutzer der Fahrzeuge, um das Risiko eines Schadenseintritts möglichst gering zu halten

    - Die Problematik ist allseits -auch beim KBA und über das KBA und damit auch bei den Versichern- bekannt

    - Der Hersteller hat für 2026 eine Lösung avisiert


    Und dann gibt es immer noch „Hobbyphysiker“, die der Meinung sind, mir scheiß egal, was der Hersteller sagt, mein Auto würde so oder so abbrennen…???


    Leute, hier müsste doch auch dem letzten „Querdenker“ gewahr sein, dass in einem eher sehr unwahrscheinlichen aber immerhin möglichen Schadenseintrittfall alle Lampen auf ROT stehen werden und jeder, der in irgendeiner Form mit dem Schadenseintritt/der Schadenursachenermittlung/-regulierung dann zu tun haben wird, sehr aufmerksam die Ursache untersuchen lassen wird, um sich selbst aus jeglicher (möglicherweise sehr teuren) Verantwortung zu entziehen…

    Wer sich an die Handlungsanweisungen des Herstellers nur auf 80% zu laden hält, sollte damit auch ruhig „schlafen“ können, die Verweigerer müssen sich dann eben im unwahrscheinlichen Schadensfall ums so mehr mit möglichen ganz hässlichen Schadensregulierungsausschlüssen, kommen Menschen zu Schaden sogar möglicherweise mit strafrechtlichen Auswirkungen auseinandersetzen müssen - da bin ich ganz sicher… und sind 5km mehr Reichweite pro Ladung dieses Risiko wirklich wert?


    Wer sich denn so sehr finanziell durch die Ladeeinschränkung geschädigt und vom Hersteller „betrogen“ fühlt, dem steht es doch frei, in einer schlüssigen Begründung dem Hersteller über die bereits zugestandenen 120€ hinaus eine weitere „Schadensausgleichforderung“ abzuverlangen.

    Man darf ja nicht vergessen, dass das Fahrzeug durch die Ladeeinschränkung in seiner wesentlichen Eigenschaft als Fortbewegungsmittel nicht gänzlich fahruntüchtig wird, es wurde bewusst und gewollt auf eine Hybridfortbewegung gesetzt und wir reden hier über 5-10km Reichweitennachteil pro Ladung…


    Grüße

  • Es ist doch allseits bekannt, dass die Hersteller und die Versicherungen im Schadensfall jeden Grund suchen sich vor der Zahlung zu drücken. Die Nichteinhaltung von Herstellervorgaben ist da doch der beste Grund. Und weil der Kuga ja ständig im Kontakt steht mit Ford dürfte der Nachweis sehr einfach sein.

  • Die 80% Ladebegrenzung empfiehlt sich schon alleine aufgrund einer höheren zu erwartenden Lebensdauer des (defektfreien) Akkus. Ich habe aber starke Zweifel, dass diese Maßnahme bei einem potenziell brandgefährdeten Akku (z.B. wegen eines internen Kurzschlusses) einen Akkubrand verhindern würde. Ist es nicht auch nur eine "Empfehlung" seitens Ford, nur bis max. 80% zu laden? Dass aus einer Missachtung dieser Anweisung Schadensregulierungsausschlüsse resultieren denke ich nicht. Man müsste mal seine KfZ-Versicherung dahingehend fragen.

  • Es ist doch allseits bekannt, dass die Hersteller und die Versicherungen im Schadensfall jeden Grund suchen sich vor der Zahlung zu drücken. Die Nichteinhaltung von Herstellervorgaben ist da doch der beste Grund. Und weil der Kuga ja ständig im Kontakt steht mit Ford dürfte der Nachweis sehr einfach sein.

    Ich habe mit Einschreiben an Ford verboten, auf die Fahrzeugdaten zuzugreifen und irgendwo zu speichern. Jetzt dürfen sie gemäß DSGVO meine Daten nicht mehr gegen mich verwenden.

  • "Es wird eine Software entwickelt, die das Hardwareproblem erkennt, analysiert und Maßnahmen ergreift, bevor es zum Brand kommt", wurde weiter oben mitgeteilt. Warum soll das Ladelimit von 80 % etwas an einem möglichen Brand ändern? Ist nicht der Ladevorgang an sich das Problem für einen möglichen Brand?

    Das wurde in diesem Dauerthema sicherlich auch schon mehrfach gesagt:

    Es geht darum, eine Kette von möglichen Effekten zu verhindern, die im aller-ungünstigsten Fall zum Brand führen KÖNNTEN. Das Problem hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein nicht-einwandfreier Akku "ausgasen" könnte, d.h., dass Gase austreten. Das könnte auftreten, wenn der Akku heiß wird. Und diese Erwärmung tritt im Lade- und im Entladebetrieb auf (jeder kennt das vom Handy). Beim Entladen wird ja gefahren, da hilft der Fahrtwind zur Kühlung. Also wird besonders der Ladebetrieb beachtet. Sollten solche Gase austreten, könnten diese sich z.B. am heißen Motor entzünden, und dann kann es brennen. Mit jedem Punkt in dieser Kette wird das Eintreten des ultimativen Ernstfalles (Brand) unwahrscheinlicher, aber er ist nicht völlig ausgeschlossen. Daher die Handlungsempfehlung und angekündigte Nachbesserung.


    Akkus werden gegen Ende des Ladezykus' am wärmsten. Deshalb die Empfehlung mit 80%, um diesen potentiell riskanten Bereich zunächst auszuklammern. Nachdem die Software bereits beim Laden ständig die Temperatur des Akkus überwacht, nehme ich stark an, dass die angekündigte Modifikation genau hier ansetzen wird, z.B. indem bei entsprechenden Temperaturverlauf in den letzten 20 Prozent das Laden gedrosselt wird oder Ladepausen eingebaut werden.


    Ein präventiver Tausch aller möglicherweise betroffenen Akkus ist

    - wirtschaftlicher Wahnsinn für Ford

    - umwelt-seitiger Wahnsinn für uns alle

    - kapazitätsmäßiger Wahnsinn für die Vertragswerkstätten

    - und in dieser Stückzahl am Weltmarkt auch garnicht verfügbar


    Und es stimmt schon: Software kann keine Hardware reparieren. Aber Software regelt die Nutzung der Hardware. Genau darum geht es.

  • Das ist dauerhafte Leistungseinschränkung ohne Entschädigung.

  • Es ist ja schön, dass wir jetzt bis 80 % laden dürfen. Aber ich verstehe nicht, dass wir voriges Jahr nicht laden durften und jetzt bis zu 80 %. Es scheint doch aktuell das gleiche Problem zu sein. Woher wollen die wissen, dass die Batterie nicht auch bei 80 % einen Kurzschluss erleidet und in Brand gerät?


    Mein Nachbar mutmaßt, "dass sich Ford nur an den 120,00 pro betroffenen Halter drücken will und das Problem daher ja gar nicht so schlimm sein kann". Er verweist auf nur sieben Vorfälle von rund 69.000 in Deutschland betroffenen Fahrzeugen (laut ADAC).


    https://www.adac.de/news/auto-ford-kuga-brandgefahr/


    Ich verstehe sein Verhalten nicht, denn er könnte mit einem brennenden Auto auch andere in Gefahr bringen. Ich halte mich an die Anweisungen, Sicherheit geht vor, denn ich will nicht der achte Vorfall sein.

    PHEV Vignale 2019, 2,5 Duratec, EZ 11/2021, Kauf 08/2023 (5.315 km, Werkswagen), Vollausstattung

  • Ich habe mit Einschreiben an Ford verboten, auf die Fahrzeugdaten zuzugreifen und irgendwo zu speichern. Jetzt dürfen sie gemäß DSGVO meine Daten nicht mehr gegen mich verwenden.

    …der Stachel muss bei dir aber richtig tief sitzen…?

    Versuche doch mal, deine persönliche „Befindlichkeit“ gegen Ford etwas zurückzudrängen und zumindest zu versuchen, Argumenten ein klitzekleines bisschen zugänglicher zu werden?


    Nimm doch mal den „worst case“:

    Du lädst in einer Garage auf 100%, das Auto gerät (aus welchen Gründen auch immer) beim Ladevorgang auf 100% in Brand (es ist wunderbar in #926 dargelegt), es kommt nicht nur das Auto und deine Garage sondern auch aus welchen Gründen auch immer ein Mensch dadurch zu Schaden… und nun stelle dir bitte vor, wie viel deine Datenverweigerungserklärung an Ford wert ist, wenn man gezwungen ist, die Schadenseintrittsursache zu ermitteln und festzustellen…🤔