Anschließen, um die 12-V-Batterie zu warten

  • Hallo,


    Wir waren ein paar Tage weg, und hatten dabei unseren Kuga PHEV klarerweise mit leerer HV-Batterie abgestellt, ohne ihn aufzuladen.
    Da ich immer wieder etwas aus dem Wagen brauchte, wurde dieser immer wieder (mit dem Handy, hatte den Schlüssel nicht immer dabei) geöffnet und wieder versperrt.
    Am 3. Tag kam dann die Meldung über die FordPass-App 'Anschließen, um die 12-V-Batterie zu warten - Bitte Kuga anschließen, um die Batterie nachzuladen. Ihre Spannung ist niedrig, was das Starten des Fahrzeuges erschweren kann.'.

    Bildschirmfoto 2026-08-10 um 09.36.59.jpg

    Ich habe dann über Homeassistant nachgesehen, und dort hat die 12-V-Batterie einen Ladestand von 74 % angezeigt.
    Als wir uns dann am 4. Tag wieder auf den Weg nach Hause gemacht haben, hat alles (Heckklappe mit Fußsensor, Keyless, ausschwenken der AHK usw.) ohne Probleme funktioniert.


    Meine Frage wäre nun. Kann mir jemand sagen, ab welchem Batteriestand tatsächlich Probleme auftreten können?

    Vielen Dank im Voraus.

    LG ;)

    Manfred

    3 Mal editiert, zuletzt von MaKi68 ()

  • Das lässt sich nicht in einem einfachen Prozentwert sagen.

    Die normale Starterbatterie hat eine Ladekurve, die bei Dir wohl zunehmend fallend war. Das hat das BMS erkannt und bei vielleicht 75% gewarnt, dass - wenn das so weitergeht - die Möglichkeit absehbar ist, dass der Strom für die ganzen Verbraucher zu knapp wird, zumindest solange der Motor nicht läuft.


    Bei komplett leerem HV-Akku ist insbesondere die Starterbatterie gefordert, um über den Spannungskonverter und den E-Motor den Verbrenner anzuwerfen, und wenn sie dabei mangels Ladung zusammenbricht, brauchst Du Starthilfe. Je nach Alter und Zustand der Batterie kann das auch äußerst schnell erfolgen, typischerweise im Spätherbst beim ersten Frost, aber gelegentlich auch zu jeder Jahreszeit. In Deinem Fall ist halt einfach nur häufig Strom entnommen worden ohne nachzuladen.


    Die Warnung ist schon okay, also entweder Fahrzeug laden (lädt nicht nur die HV- sondern auch die Starterbatterie) oder Verbrenner starten und fahren zum Aufladen.

  • … Bei komplett leerem HV-Akku ist insbesondere die Starterbatterie gefordert, um über den Spannungskonverter und den E-Motor den Verbrenner anzuwerfen, …

    Komplett leer ist der HV-Akku nie. Er ist bei angezeigten 0% SoC tatsächlich immer noch zu mindesten 15% geladen, auch um damit den Verbrennungsmotor starten zu können. Das geschieht dann auch umgehend, um den HV-Akku wieder auf 20% zu laden, was aber ebenfalls als 0% SoC angezeigt wird.


    Einen Konverter, der mit der 12V-Batterie den HV-Starter/Generator betreiben könnte, gibt es nicht. Der DC/DC-Wandler kann nur in die andere Richtung arbeiten und aus der HV-Spannung das 12V-Bordnetz versorgen und die 12-Batterie laden.


    Dennoch lässt sich bei leerer 12V-Batterie das Auto nicht starten, da diese benötigt wird um die Schütze des HV-Akkus zu aktivieren. In diesem Fall braucht man wirklich eine 12V-Starthilfe.

  • Lieber Rainer,

    es ist nicht ganz richtig, wie du es hier mit knackigen Worten schreibst - niemand hat dich „voll angegangen“, ich denke, wir alle meinen das gleiche, aber schreiben ein bisschen aneinander vorbei🤷🏻‍♂️

    Niemand wird hier bestreiten, dass die Werte, die der Fahrer mit 0% und 100% auf seinem BC abliest absolute Werte der Batterie sind und da sowohl nach oben als auch nach unten gewisse „Reserven“ zum Schutz des Akkus bestehen, auf die der Anwender keinen Einfluss hat.

    Die Reserven nach unten sind dabei imho wesentlich wichtiger als die nach oben.

    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier der Hersteller auch noch eine kleine Reserve für sich selbst zurückhält, um im Fall der Fälle noch ein bisschen insbesondere vor Ablauf der Akkugarantie nach 8 Jahren an der Stellschraube drehen zu können…🥴

    Ich habe schon viel „Tricksereien“ der Automobilhersteller und insbesondere von Ford erleben müssen.

    Gerade aktuell verscheißert Ford wieder einmal die Käufer in einer laufenden Produktionslinie eines anderen Modells mit heimlich still und leise veränderten Funktionskonditionen (plötzlich kostenpflichtiges Abo für vernetzte Konnektivität nach einem Jahr innerhalb eines Produktionszyklus), insofern ist mein Vertrauen in Ford nun endgültig „erheblich gestört“.

    Sorry für den sidestep, aber so konnte ich den „verbalen Angriff“ nicht stehen lassen…