Diskussion zum Rückruf 25SC4 für den Kuga, Brandgefahr des Hochvoltakku

  • Selbst wenn es neue Akkus geben sollte, könnten die den nächsten Fehler mit verbaut haben.

    Man muss bei allen Autos immer bedenken, dass jedes Teil vom billigsten Zulieferer kommt.

    Da wundert man sich eigentlich, dass es nicht mehr Pannen und Rückrufe gibt ...


    Auf so einen unausgereiften Mist mit potentieller Brandgefahr selbst nachts in der Garage habe ich keine Lust.

    Alle Statistiken, die ich so in letzter Zeit zu Fahrzeugbränden gesehen habe, zeigten ein ausgeglichenes Bild bei der Brandgefahr bzgl. des Antriebs.

    Fazit war meist, dass Elektro-Autos nicht öfter oder seltener brennen als Verbrenner-Fahrzeuge.

  • Ich kann einfach nicht verstehen, dass sich manche jetzt wegen des Rückrufs dermaßen in die Hosen scheißen dass sich der Fahrersitz nicht mehr reinigen lässt.

    Leute, leute, 1% ist gefährdet. Bei wieviel verkauften Kugas?

    Was macht ihr, wenn ihr bei lidl einkauft?

    Könnte einfach ein Gurkenglas ausm Regal auf euren Fuß fallen.

    Lasst ihr jetzt einkaufen und sitzt den ganzen Tag nur noch in eurem Bürostuhl?

    Halt, geht ja nicht, eine der Rollen könnte ja brechen.

    Mann, mann

  • Mit Statistik kann ich alles " beweisen". Und überhaupt, wer weiss ob das mit dem 1% stimmt. Gibt es dafür auch eine Statistik? Natürlich ist das Leben gefährlich und endet meist tödlich 😉

    Es geht aber doch nicht nur um die Brandgefahr sondern auch darum, dass das Auto mit einen Mangel behaftet ist der sich nur durch Akkutausch wirklich beheben lässt. Die Software dient nur der Risikominderung. Wenn ich aber ein mangelhaftes Auto habe und der Mangel nicht vollständig behoben werden kann, dann kann ich das Auto entweder zurückgeben oder eine Minderung des Kaufpreises verlangen. Das dumme dabei ist, dass keiner von uns weiss ob er zu dem 1% gehört und damit tatsächlich geschädigt ist und somit Ansprüche an FORD hat. Das ist alles sehr unbefriedigend.

  • Ich bin mir bewusst, das hier ist OT, aber dieser Aspekt darf in dieser Entwicklung nicht untergehen.

    Selbst wenn sich die erfreulichen Zulassungszahlen der BEV und PHEV nicht so positiv entwickelt hätten, bliebe uns mittelfristig keine andere Wahl als die E - Mobilität.

    Ernstzunehmende Klimaforscher prophezeien uns - bei einfach weiter so machen - dass die nördliche Hemisphäre der Erde ab südlich der Alpen um das Jahr 2100 lebensfeindlich sein wird.

    Das möchte ich meinen 3 Enkelkindern und deren Kindern wirklich nicht zumuten.

    Ein Stück weit haben wir es alle, mit der Wahl unserer Mobilität, in der Hand.

    Um dieser Entwicklung gegenzusteuern habe ich mich vor 3 Jahren für einen Kuga PHEV entschieden. Ein zurück zum Verbrenner käme für mich absolut nicht in Erwägung.

    Und ab 2035 hat die Politik, mit dem für dann beschlossen Verbrenner aus, vor einigen Jahren ohnehin eine Grenze gesetzt.

    Ich ertrage nun den für mich 2. Rückruf bzgl. der Akkuproblematik und selbst mit den gebotenen Einschränkungen genieße ich nach wie vor meinen ansonsten perfekten Kuga.

    Ich schaue erwartungs - und hoffnungsvoll auf die dbzgl. Entwicklung und lamentiere nicht permanent rum. 😉

    Grüße aus dem Ruhrpott

  • Es geht aber doch nicht nur um die Brandgefahr sondern auch darum, dass das Auto mit einen Mangel behaftet ist der sich nur durch Akkutausch wirklich beheben lässt.

    Leider... durch Akkutausch ist auch (!) nichts 100% sicher(er).

    Technik kann immer versagen...

  • Was macht ihr, wenn ihr bei lidl einkauft?

    Könnte einfach ein Gurkenglas ausm Regal auf euren Fuß fallen.

    Der Vergleich ist schwer daneben. Hätte ich die Wahl zw. Brandgefahr und Gurkenglas aufm Fuß, würde ich ganz klar Gurkenglas wählen.


    Mich stört im Grunde am meisten, dass so ein Kuga sicherlich schwer zum Verkaufen ist.

    Angenommen, man ist Wenig-Fahrer und macht in 10J. sagen wir 100.000km. Dann wird es schon schwierig. Einen Verbrenner mit dieser km-Leistung werden die meisten Gebrauchtwagenkäufer eher kaufen, als ein Auto mit HV-Akkus. Eigentlich sollte man ein E-Auto nur leasen. 10Jahre fahren damit und dann noch verkaufen wird zukünftig sicher schwierig werden. Sowas kauft Dir niemand ab, es sei denn, es gibt nichts anderes. Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg.

    Die paar Schritte kann ich auch (elektrisch) fahren.

  • Alle Statistiken, die ich so in letzter Zeit zu Fahrzeugbränden gesehen habe, zeigten ein ausgeglichenes Bild bei der Brandgefahr bzgl. des Antriebs.

    Fazit war meist, dass Elektro-Autos nicht öfter oder seltener brennen als Verbrenner-Fahrzeuge.

    Meine Statistik zeigt aber, dass ich schon über ein Dutzend Autos hatte, aber das hier ist das erste mit offzieller Brandgefahr. Oder anders: bisher nur Verbrenner - Diesel, Benziner. Erstes Auto mit Akkus - zack- Rückruf wegen Brandgefahr.


    Mal ehrlich, nimmt das Vertrauen dann eher ab, bleibt es gleich, oder nimmt es sogar zu?

    Die paar Schritte kann ich auch (elektrisch) fahren.

  • Erstes Auto mit Akkus - zack- Rückruf wegen Brandgefahr.

    Ein kurzer Check bei Google zu Rückrufen von Benzinern wegen Brandgefahr liefert viele Treffer, z.B. bei Stellantis-Modellen könnten sich Schrauben der Kraftstoffpumpe lösen, wodurch sich ausgetretener Kraftstoff am Motor entzünden könnte, oder bei BMW könnte ein defekter Starter überhitzen und einen Fahrzeugbrand auslösen, usw. usf.

    Benzinpumpen und Anlasser gibt es seit 100+ Jahren und es treten auch heute noch Defekte auf.

    Wie soll dann eine vergleichsweise neue Technik wie große Akkupacks für Autos auf Anhieb komplett problemfrei sein?


    Ich habe ja auch immer gerne auf Ford geschimpft (in vielen Fällen sicher berechtigt), aber auch bei VW gibt es einen prominenten PHEV-Rückruf beim Top-Modell Touareg:
    Es gibt Probleme an den Zellmodulen der Hochvoltbatterie, die beim Laden erhitzen können, wodurch Brandgefahr besteht.

    (Quelle: https://www.auto-motor-und-spo…ahr-bei-plug-in-hybriden/)


    Rückrufe sind ja grundsätzlich eine tolle Sache, wenn der Hersteller nachträglich seine eigenen Fehler auslöffeln muss.

    Was mich bei Ford geärgert hat ist die Unmenge an Rückrufen für immer wieder die selben Themen, an denen rumgedoktort wurde.

  • Ein kurzer Check bei Google zu Rückrufen von Benzinern wegen Brandgefahr liefert viele Treffer,

    Natürlich, das gibt es wohl. Aber MEINE Erfahrung ist eine ganz andere. Dann kauft man erstmals ein Auto, um bisschen E zu fahren, und dann sowas. Zudem ist es auch nach bisher teuerste, das ich angeschafft habe. Daher ärgert mich das mittlerweile schon. Der Wertverlust wird vermutlich ganz schon reinhauen.

    Die paar Schritte kann ich auch (elektrisch) fahren.

  • Meine Statistik zeigt aber, dass ich schon über ein Dutzend Autos hatte, aber das hier ist das erste mit offzieller Brandgefahr. Oder anders: bisher nur Verbrenner - Diesel, Benziner. Erstes Auto mit Akkus - zack- Rückruf wegen Brandgefahr.


    Mal ehrlich, nimmt das Vertrauen dann eher ab, bleibt es gleich, oder nimmt es sogar zu?

    ...meine Verbrenner-Statistik: Als Fernpendler ab Ende 1974 bis zum Ruhestand Anfang 2020 ca. 40 Ford-Benziner und -Diesel über 1,5 Millionen Km gefahren, 3 mal unterwegs liegen geblieben, 3 "Montags-Autos" mit zahlreichen, jeweils vergeblichen, Nachbesserungsversuchen im Rahmen der Gewährleistung von Ford. Mein subjektives Vertrauensbarometer war bis dato nicht von dieser Pannen-Statistik geprägt, sondern von 37:3 zuverlässigen Produkten vs. Problem-Autos und 1:1 engagiertem Service bei den Reklamationen zu den "Montags-Autos". Die 3 Problemautos waren 2 Escort in den 80er Jahren und ein Focus 20 Jahre später mit jeweils unausgegorenen technischen Innovationen zur Optimierung der Verbrennereffizienz. Mein Vertrauen in den technischen Fortschritt hat dadurch nicht abgenommen, sonst würde ich heute noch an Fallstromvergaser mit Choke-Seilzug für den Kaltstart glauben.

    Nach der Fernpendelei hat mein geliebter Focus-2-L-Diesel-Automatik bei Tacho 230 000 zum 3. und letzten Mal wegen Turboladerproblemen gemuckt, weil der TÜV die dadurch nicht mehr einzuhaltenden Abgaswerte beim Kaltlaufverhalten bemängelte und die Reparaturkosten den wirtschaftlichen Totalschaden bedeuteten. Im jüngeren Beitrittsgebiet der EU war das Auto dann noch für 2 500 Euro verkäuflich und nicht dem TÜV-Totalschaden unterworfen :-). Die 6-Jahresinspektion laut Checkheft für über 1 495 Euro hatte ich mir dummerweise nochmal gegönnt. Diese Rechnung hat mein Vertrauen in den Diesel nachhaltig gestört.

    Als Nachfolger habe ich mit meiner Schwiegertochter 2020 den Nissan-Stromer mit kleinem 40-kW-Akku, aber dem 2-Liter-Diesel entsprechenden Leistungsdaten angeschafft, da wir nach nach meinem Ausscheiden aus dem Job nur noch selten Langstrecken fahren. Nach 5 Jahren hat unser Leaf 65 000 Km auf dem Tacho, davon 90% BAB. Wir hatten noch keine Pannen, keine Kfz-Steuer, geringere Kfz.-Versicherungskosten, keine Kosten für Schmierstoffe, Bremsbeläge und -Scheiben, Kupplungsverschleiß, Zündkerzen, usw. In den Wartungsberichten und -rechnungen von durchschnittlich 350€ p.a. sind alle Verschleiß-/Ersatzteilkosten und die Mobilitätsgarantie enthalten. Erstzteile in fünf Jahren: Ein Satz Scheibenwischerblätter, 4 Pollenfilter und eine Batterie für den Funkschlüssel. Laut SOH-Test bei der letzten Inspektiondem Bordcomputer und dem geeichten Stromzähler an unserer Wallbox beträgt die Akku-Kapazität ca. 100%.

    Dann haben wir seit 2025 zwei Kuga PHEV als Nachfolger unseres Gran-C-Max gekauft und zum 2. Mal Probleme mit den Akkus. Da hilft keine persönliche Statistik. Die Probleme liegen nach meinen Erfahrungen mit all den Autos nicht an der Technik, sondern an mangelhaften Qualitätssicherungsmaßnahmen einzelner Hersteller vor der Markteinführung technischer Innovationen. Ob das im neuesten Rücktruf Ford oder sein Zulieferer zu verantworten hat, weiß ich nicht. Mein generelles Vertrauen in die E-Technik ist davon unabhängig sehr groß, weil die Akku-Pannenstatistik herstellerübergreifend sehr gering ist und unser technisch eher veralteter Nissan immer noch sehr effizient und 100% zuverlässig ist.

    Im Übrigen: Der Diesel von meiner Nachbarin ging durch Elektropanne auf gerader Strecke ebenfalls in Flammen auf - einen Rückruf für dieses Model hat es nicht gegeben. Statistikvertrauen setzt große Grundgesamtheiten und längere Zeitreihen voraus. Das fehlt bei einstelligen Schadensfällen in 3 Jahren bei sechsstelligen Zulassungen in 6 Betriebsjahren für die betroffene Kuga-PHEV-Baureihe.

    Kein Grund zur Panik oder generelles Misstrauen in die Batterie-Technik - eher in die Ford-Kommunikation zum erneuten Rükruf!