Beiträge von Projekt Kuga PHEV

    Und es sei noch einmal angemerkt:

    Macht euch iZm der Bestimmung eines Ladezyklus frei von den kWh - ein Ladezyklus ergibt sich aus einer Ladung von 0 auf 100%, insofern völlig unabhängig vom kWh-Wert des SOH.

    Beispiel:

    Hatte ich gestern das Auto von 10 auf 80% aufgeladen (scheiß egal, wie viele kWh da rein gingen) und lade heute von 60 auf 100% nach, dann habe ich einen Ladezyklus Rest 10%, die wieder mit den nächsten Ladungen bis auf 100% für den zweiten Ladezyklus addiert werden.


    Grüße

    Bei einem BEV kann man bei der Anzahl der Ladezyklen die Ladung durch Rekuperation sicherlich vernachlässigen. Beim PHEV ist der Anteil zwar höher, da der Akku kleiner ist, aber auch nicht so maßgeblich. Was man aber nicht unterschätzen sollte, ist das Laden des Akkus durch den Verbrennungsmotor. Hier kommen schon einige Ladezyklen zusammen. Überschlägig könnte man im gegebenen Fall die Anzahl der vollständigen Ladezyklen auch so berechnen:

    31.250 km rein elektrisch bei einer Reichweite von 50 km je Ladezyklus sind 625 Ladezyklen, wobei es gleichgültig ist, woher die Ladung kam (Steckdose, Verbrennungsmotor/Generator, Rekuperation).

    …mit deinen Überlegungen wären die 86% von Ben-LDK noch akzeptabler…

    CaptainHook

    Deswegen schrieb ich ja die 100%=14,4 kWh, und das bezieht sich immer auf den Auslieferungszustand und das Datenblatt von Ford - und das hat sich imho nicht verändert.

    Dass sich eine Degradation dazu im Laufe der Zeit ergibt, ist unstrittig, aber physisch bleibt es immer bei der Ausgangskapazität von werksseitig 14,4 kWh. Und daran hat sich auch nach dem Update nix geändert, denn es wurden ja keine Batteriezellen materiell entnommen, so dass die Bruttokapazität durch eine physische Veränderung kastriert wurde.

    Du rechnest ja auch für das Erreichen der 8-Jahresgarantie immer mit den 100%=14,4 kWh, das verändert sich das Batterieleben nicht.


    Ben-LDK

    753 Ladevorgänge ist ja schon mal eine nicht unerhebliche Anzahl.

    Ein Ladezyklus umfasst aber nicht eine einzelne Zuladung sondern die geladene Menge auf 100% der Akkukapazität addiert, was also durchaus mehrere Ladevorgänge beinhalten kann. Die Rekuperation scheint dabei aber wohl nicht in die Berechnung mit einzufließen.

    Wenn ich zB mein Auto immer von 20 auf 70% lade (also 50% der Akkukapazität), erfülle ich mit zwei solcher Ladevorgänge einen Ladezyklus…

    Wenn ich keinen Denkfehler begehe:

    Nehme ich mal an, dass du mit den 750 Ladevorgängen insgesamt im Durchschnitt 80% zugeladen hast, würdest du mit den 750 Ladungen um die 560 vollständige Ladezyklen durch haben, also grundsätzlich von der Lebensdauer des Akkus schon einen ganzen Teil verbraucht haben (man nimmt für einen Fahrakku um die 850-1000 Ladezyklen, eher der Akku überdurchschnittlich degradiert).

    Die Degradationslinie eines Fahrakkus verläuft eben nicht linear, in der ersten Lebensphase geht es etwas schneller, dann folgt eigentlich die lange Zeit der geringen Degradation und mit hohem Akkulebensalter steigt die Degradation unproportional erheblich an. Das sollte aber erst ab ca. 850-1000 Ladezyklen der Fall sein, bis der Akku unter einen SOH von 70% sinkt und dann deutlich schneller abbaut.


    Mit 560 Ladezyklen und 86% SOH würde ich fast davon ausgehen, dass das ein weitgehend „normaler“ Degradationswert wäre.

    Ich würde das sehr genau beobachten (wie hast du eigentlich den SOH bestimmt?), aber erst einmal keinen Grund zur Beunruhigung sehen. Sollte nun in den nächsten Monaten der SOH aber weiter deutlich fallen, dann würde ich mal in der Werkstatt vorstellig werden, wobei ich mir gut vorstellen würde, dass von der Werkstatt dieser Wert als ein ganz normaler angesehen würde, zumal die 70% Garantiezusage auf 8 Jahre bei weitem noch nicht annähernd erreicht ist.

    Es liegt eben in der Natur eines kleinen PHEV-Akkus, der, wird er regelmäßig zugeladen, aufgrund der häufigen Ladungen in kurzer Zeit eben auch zeitlich und kilometermäßig früher degradiert.

    Ich lade meinen BEV nur einmal in der Woche, da komme ich natürlich lange nicht so schnell in den Bereich der Anzahl kritischer Ladezyklen als ein PHEV, den ich täglich laden müsste…


    Grüße

    Na ja, die Frage, die sich mir da stellt:

    Wie viele Ladezyklen hat der Akku denn hinter sich und in welchem Zeitraum verlor der Akku von 87,5 auf 86%.

    Woher nimmst du die Erkenntnis, dass der sinkende SOH ursächlich mit dem hier in Rede stehenden Update zusammenhängt?

    Durch das Update wurde ja imho nicht nachweislich am SOH gedreht, der ist doch bei 100%=14,4kWh geblieben, nur die Netto-Verfügbarkeit wurde offenbar eingeschränkt🤔