CaptainHook
Deswegen schrieb ich ja die 100%=14,4 kWh, und das bezieht sich immer auf den Auslieferungszustand und das Datenblatt von Ford - und das hat sich imho nicht verändert.
Dass sich eine Degradation dazu im Laufe der Zeit ergibt, ist unstrittig, aber physisch bleibt es immer bei der Ausgangskapazität von werksseitig 14,4 kWh. Und daran hat sich auch nach dem Update nix geändert, denn es wurden ja keine Batteriezellen materiell entnommen, so dass die Bruttokapazität durch eine physische Veränderung kastriert wurde.
Du rechnest ja auch für das Erreichen der 8-Jahresgarantie immer mit den 100%=14,4 kWh, das verändert sich das Batterieleben nicht.
Ben-LDK
753 Ladevorgänge ist ja schon mal eine nicht unerhebliche Anzahl.
Ein Ladezyklus umfasst aber nicht eine einzelne Zuladung sondern die geladene Menge auf 100% der Akkukapazität addiert, was also durchaus mehrere Ladevorgänge beinhalten kann. Die Rekuperation scheint dabei aber wohl nicht in die Berechnung mit einzufließen.
Wenn ich zB mein Auto immer von 20 auf 70% lade (also 50% der Akkukapazität), erfülle ich mit zwei solcher Ladevorgänge einen Ladezyklus…
Wenn ich keinen Denkfehler begehe:
Nehme ich mal an, dass du mit den 750 Ladevorgängen insgesamt im Durchschnitt 80% zugeladen hast, würdest du mit den 750 Ladungen um die 560 vollständige Ladezyklen durch haben, also grundsätzlich von der Lebensdauer des Akkus schon einen ganzen Teil verbraucht haben (man nimmt für einen Fahrakku um die 850-1000 Ladezyklen, eher der Akku überdurchschnittlich degradiert).
Die Degradationslinie eines Fahrakkus verläuft eben nicht linear, in der ersten Lebensphase geht es etwas schneller, dann folgt eigentlich die lange Zeit der geringen Degradation und mit hohem Akkulebensalter steigt die Degradation unproportional erheblich an. Das sollte aber erst ab ca. 850-1000 Ladezyklen der Fall sein, bis der Akku unter einen SOH von 70% sinkt und dann deutlich schneller abbaut.
Mit 560 Ladezyklen und 86% SOH würde ich fast davon ausgehen, dass das ein weitgehend „normaler“ Degradationswert wäre.
Ich würde das sehr genau beobachten (wie hast du eigentlich den SOH bestimmt?), aber erst einmal keinen Grund zur Beunruhigung sehen. Sollte nun in den nächsten Monaten der SOH aber weiter deutlich fallen, dann würde ich mal in der Werkstatt vorstellig werden, wobei ich mir gut vorstellen würde, dass von der Werkstatt dieser Wert als ein ganz normaler angesehen würde, zumal die 70% Garantiezusage auf 8 Jahre bei weitem noch nicht annähernd erreicht ist.
Es liegt eben in der Natur eines kleinen PHEV-Akkus, der, wird er regelmäßig zugeladen, aufgrund der häufigen Ladungen in kurzer Zeit eben auch zeitlich und kilometermäßig früher degradiert.
Ich lade meinen BEV nur einmal in der Woche, da komme ich natürlich lange nicht so schnell in den Bereich der Anzahl kritischer Ladezyklen als ein PHEV, den ich täglich laden müsste…
Grüße