Diskussion zum Rückruf 25SC4 für den Kuga, Brandgefahr des Hochvoltakku

  • Dann kommt doch sicherlich eine Warnmeldung im Cockpit.

    Oder die MKL leuchtet.

  • Die MKL (offiziell: MIL) signalisiert Fehler im Abgasreinigungssystem. Sie ist also für den Verbrenner-Antriebsstrang da, nicht für Angelegenheiten des Elektroantriebs.


    Blick in die Bedienungsanleitung (ich weiß, total unmodern): Systemfehler im Hochvoltsystem werden durch ein dreieckiges Symbol mit Rufzeichen (wie das bekannte "Allgemeine Warnung"-Verkehrszeichen) angezeigt. Auszug:

    Zitat

    Ausfall des Hochvoltsystems - Leuchtet, wenn an Ihrem Fahrzeug ein Ausfall bzw. Fehler einer elektrischen Komponente vorliegt, die zum Ausschalten des Fahrzeugs oder dem Umschalten in einen Betrieb mit begrenzter Leistung führt. Auf dem Display des Kombiinstruments könnte eine Meldung erscheinen.

  • nebenbei: es sind dann auch sämtliche Einschränkungen hinfällig und man kann wieder alle EV-Modi, sowie alle Fahrprogramme schalten?


    Wobei ich festgestellt habe, dass der Kuga meine tägliche Arbeitsstrecke in EV-Auto auch rein elektrisch bewältigt, sofern man nicht zuviel Gas gibt. Davor habe ich immer auf EV-jetzt geschalten, braucht es aber nicht. Das macht er schon ganz gut.

    Die paar Schritte kann ich auch (elektrisch) fahren.

  • Ich bezog mich damit hierauf:


    …so, wie ich das sehe, geht es hier um einen 24er - und da läuft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht die Garantie für das HV-System aus…🤷🏻‍♂️

  • Projekt Kuga PHEV und Kuga-Stromer Ihr habt recht mit den längeren Fristen und Laufzeiten für die HV-Komponenten, aber: Die verlängerten Fristen gelten nur für gesonderte Garantieversprechen von Ford für die Hardware-Komponenten ab Werk und eben nicht für die gesetzliche Gewährleistung der zugesicherten Eigenschaften. Die Eigenschaften des Autos, gem. WLTP im EU-Zulassungsverfahren mit 100 auf 0% SOC bestimmte Reichweiten im Auto-EV oder EV-Only-Modus zu leisten ist nicht von der Zusage der längeren Fristen und Laufzeiten abgesichert. Diese Erweiterung betrifft nur den nachgewiesenen, die Degration des Akkus/Zellverschleiß (in Prozent) oder Defekt/Ausfall der HV-Komponenten. Mein Auto hat jetzt einen Sachmangel im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung, da die Rückruf-Regelung die Akku-Kapazität und Reichweite des Fahrzeugs um 20% gegenüber dem Produktdatenblatt und der Zulassung einschränkt. Wenn ich im Oktober reklamieren würde, hätte ich Anspruch auf die zugesicherte Restkapazität von 80% des Akkus nach 10 Jahren oder 200 000 Km. So lange müsste ich mit max. 80% zufrieden sein. Bis zum 26.09.2026 habe ich Anspruch auf 100% Akku-Kapazität und volle Leistungsabgabe im HV-Antriebsstrang in allen Fahrmodi. Am 27.09. ist die gesetzliche Gewährleistung für mein Auto abgelaufen - inkl. aller HV-Komponenten. Dann habe ich nur noch die Garantie, dass das Auto elektrisch überhaupt noch funktioniert und bis 2034 die Akkukapazität nicht unter 80 % sackt. Ford würde an dieser Stelle anmerken: Durch das Update verringert sich die Degrationskurve, weil der Akku nach dem Update ja garnicht mehr voll geladen werden kann und die Leistungsaufnahme und -abgabe verringert wird ;).

    Oder habe ich das alles vollkommen missverstanden?

  • Wer will kann hier das ganze Disaster kompakt zusammengefasst nochmal nachlesen.

    Insbesondere der letzte Abschnitt bringt das Problem auf den Punkt.


    Ford Kuga PHEV Rückruf: Brandgefahr durch Batteriedefekt
    KBA-Rückruf 15919R für Ford Kuga PHEV. Fast 70.000 Fahrzeuge in Deutschland betroffen. Brandgefahr durch Batteriezellenkontamination.
    hh-autos.com