Diskussion zum Rückruf 25SC4 für den Kuga, Brandgefahr des Hochvoltakku

  • Ich habe gerade bei meinem Kuga einen SOH-Wert von 86,5% ausgelesen bei 45.000 km Fahrleistung und einem Alter von 3 Jahren und 10 Monaten. Ist das ein normaler Wert oder eher ein schlechter?

    Bis auf die Monate, in denen die Rückrufe griffen, habe ich immer auf 100% aufgeladen, damit man wenigstens ein paar km weit kommt.

  • Ich habe gerade bei meinem Kuga einen SOH-Wert von 86,5% ausgelesen bei 45.000 km Fahrleistung und einem Alter von 3 Jahren und 10 Monaten. Ist das ein normaler Wert oder eher ein schlechter?

    Bis auf die Monate, in denen die Rückrufe griffen, habe ich immer auf 100% aufgeladen, damit man wenigstens ein paar km weit kommt.

    Mein Akku ist 5.5 Jahre alt und hat 84.5% SOH. Ich persönlich würde das als eher schlecht einschätzen 😅 kann ich aber auch nicht mit Gewissheit sagen, nur damit du einen Vergleich hast.


    Edit: hast du denn schon das Update?

  • Nach ca. 55000km hat mein Akku einen SoH von 88%, habe selten auf 100% geladen, da ab ca. 95% das Laden ewig dauert - meist unter 1 kWh.

    Ford Kuga MK3 PHEV ST-Line MJ2020, Zulassung 05/2021, Farbe: AGATE BLACK METALLIC

    Reifen: Nokian SEASONPROOF 1 225/60R18 104W

    KM-Stand 9.7.2026: 52800

  • Ja, am 1.9.26 aufgespielt. Hab eben gelesen, dass man vorher von 100% auf ca. 10% runterfahren und dann erst die Messung machen soll. Werde ich mal machen.

  • Ich denke wir können aufhören, es wird schlicht nicht sauber von Ford an den Kunden kommuniziert:


    Bei der Rückrufaktion 25SC4 / 26V091 für den Ford Kuga PHEV (bzw. Escape PHEV) gibt es keine klassische Kulanzregelung auf freiwilliger Basis, sondern eine von Ford global festgesetzte, standardisierte Kompensations- und Garantiestruktur.
    Da das Software-Update die nutzbare Kapazität der Batterie künstlich drosselt und dadurch zu einem Reichweitenverlust von bis zu 12 Prozent führt, greift folgendes bindendes Maßnahmenpaket:

    1. Die offizielle Ford-Garantieverlängerung (Kompensation)
    Um den Wertverlust und den Reichweitenverlust rechtlich abzufedern, gewährt Ford jedem Fahrzeug nach dem Aufspielen des Updates automatisch eine massive Verlängerung der Werksgarantie auf die Batteriekomponenten:

    • Neue Frist: 10 Jahre oder 240.000 Kilometer ab Erstzulassung (je nachdem, was zuerst eintritt).
    • Umfang: Sollte das System im laufenden Betrieb eine echte Zelldegradation oder eine Anomalie feststellen, wird das komplette Hochvolt-Batteriepack im Rahmen dieser Garantie kostenlos ersetzt.

    2. Aufhebung der Ladenutzungs-Einschränkung
    Als direkte Gegenleistung für den Software-Reichweitenverlust entfällt die strikte Sicherheitsvorgabe, den Akku nur zu maximal 80 % zu laden. Fahrer dürfen ihr Fahrzeug nach dem Update wieder ordnungsgemäß auf 100 % aufladen, ohne ein Brandrisiko durch Zelldefekte befürchten zu müssen.

    3. Wann greift der kostenlose Batterie-Austausch?
    Ein Anspruch auf ein neues Batteriepack entsteht nicht pauschal durch den Software-Reichweitenverlust von bis zu 12 % (dieser wird durch die Garantieverlängerung abgegolten). Ein Austausch erfolgt laut technischem Bulletin nur, wenn:

    • Das FDRS-Diagnosetool beim Händler einen aktiven Fehlercode (DTC) bezüglich Zell-Ungleichgewicht auswirkt.
    • Die Software im Fahrbetrieb eine kritische Fehlermeldung ausgibt und das Fahrzeug in den Notlauf zwingt.

    Rechtliche Einordnung für Besitzer (Sachmängelhaftung)
    In Europa und Deutschland ist der dauerhafte, herstellerseitig erzwungene Entzug von zugesicherter elektrischer Reichweite ein rechtlicher Graubereich. Sammelklagen und Urteile aus ähnlichen Verfahren (z. B. LG Wuppertal) zeigen, dass eine erhebliche Abweichung von der Prospektangabe als Sachmangel gewertet werden kann, wenn die Ursache in einer fehlerhaften Hardware begründet liegt. Einige Besitzer nutzen diese Argumentation, um über rechtlichen Beistand eine Kaufpreisminderung beim Händler einzufordern.

    Grüße

    Jörg21279


    WF0FXXWPMHPU0599x, Build Date : 05.10.2023, 2.5L PHEV, ST-LINE, start warranty: 17.01.2024

  • 2. Aufhebung der Ladenutzungs-Einschränkung
    Als direkte Gegenleistung für den Software-Reichweitenverlust entfällt die strikte Sicherheitsvorgabe, den Akku nur zu maximal 80 % zu laden. Fahrer dürfen ihr Fahrzeug nach dem Update wieder ordnungsgemäß auf 100 % aufladen, ohne ein Brandrisiko durch Zelldefekte befürchten zu müssen.

    Das ist definitiv eine Lüge. :P

    Denn das, was früher einer 100%igen Ladung (in Bezug auf die kWh) entsprach, ist jetzt softwareseitig auf ca. 80% begrenzt.

    Mit anderen Worten: Die neuen 100% entsprechen den alten 80%.


    Und selbst dann gibt es noch keine Garantie gegen Thermal Runaway bzw. thermisches Durchgehen!

    Allenfalls könnte man sagen, dass es jetzt besser erkannt werden soll.


    Und ja, die Wahrscheinlichkeit, dass eine Li-Ion-Zelle bei 80 % Ladestand Feuer fängt, ist schlichtweg geringer als bei 100 %.

    Kurz gesagt: BS. :cursing:

  • Dann wird irgendwann das KBA Deine Zulassungsstelle informieren und die holen die Nummernschilder ab...

    Ist das so ? Muss die Aufforderung zum Aufspielen der Software nicht dann vom KBA kommen ? Eventuell als Mahnung?

    Bisher habe ich nur von Ford Post bekommen. Ich kann mir nicht vorstellen , dass die einfach auf der Matte stehen.

    Bei meinem Nachbarn bekam der wegen einem Hyundai Post von KBA und vom Hersteller.

    Gruss