Diskussion zum Rückruf 25SC4 für den Kuga, Brandgefahr des Hochvoltakku

  • Außerdem müsste ein Ladezyklus auf die 14,4 KWh beziehen, sich auf die BruttoKapazität. Da dieser ja nicht genutzt wird, haben wir die stressigen echten 0 bis 100 Ladevorgänge ja überhaupt nicht..

    2025er grüner Titanium PHEV mit allem außer Panoramadach und Matrixlicht.

  • Außerdem müsste ein Ladezyklus auf die 14,4 KWh beziehen, sich auf die BruttoKapazität. Da dieser ja nicht genutzt wird, haben wir die stressigen echten 0 bis 100 Ladevorgänge ja überhaupt nicht..

    Ein Ladezyklus bezieht sich grundsätzlich bei allen Akkus auf die nutzbare Nettokapazität. Ich setze daher 10,8 kWh an, also von 15% bis 90% Brutto, bezogen auf einen neuwertigen Akku.


    Fun-Fact: Im aktuellen Datenblatt des Modells 26.75 gibt Ford eine nutzbare Kapazität von 14,4 kWh an. Dass das ein Fehler ist, dürfte jedem hier klar sein. Aber so gesehen hättest du trotz falscher Annahme Recht.


    https://www.ford.de/content/dam/guxeu/de/documents/price-list/cars/new-kuga/Technische_Daten_Ford_Kuga_MY26.75_zur_Preisliste_vom_11.02.2026_s.pdf

    Einmal editiert, zuletzt von Kuga-Stromer ()

  • Ich habe jetzt auch das KBA und mit ähnlichen Text den ADAC angeschrieben.


    Ford Kuga PHEV, Rückruf 25SC4, WF0FXXWPMHPU0599*



    Guten Tag,

    ich bitte um Stellungnahme zu obigen Sicherheitsrückruf.


    Die Firma Ford verlangt im Rahmen eines KBA-Sicherheitsrückruf (Brandgefahr) die Installation einer Software für Kuga PHEV PKW.

    Dieses Update reduziert die mögliche Aufladung der Hochvoltbatterie (HVB) und ist nichts anderes als eine feste Einführung der vorübergehenden Empfehlung nur bis 80% zu laden.


    Mit dieser programmierten Ladegrenze der HVB ist es mir nun unmöglich, im Sommer zwei Tage meinen Arbeitsweg zu absolvieren. Im Winter werde ich nicht einmal einen Tag schaffen und der Verbrenner wird für ein paar Kilometer starten müssen.


    Frage 1: Ist es statthaft, derart in die ausgelieferte Flotte einzugreifen (WLTP, Reichweite, CO2-Ausstoss)?


    Frage 2: Neu zur Auslieferung anstehende Fahrzeuge erhalten auch dieses Update. Wie steht es hier mit der Typzulassung?


    Frage 3: Da das Software-Update das Grundproblem der defekten HVB nicht löst, gilt dieses Software-Update als finale Lösung?



    Ich habe das Gefühl, die Firma Ford versucht den dunklen Weg von VW zu gehen, um kostenneutral eine Lösung zu implementieren.


    Kann und wird das KBA als Behörde hier aktiv werden?



    Mit freundlichen Grüße

    Grüße

    Jörg21279


    WF0FXXWPMHPU0599x, Build Date : 05.10.2023, 2.5L PHEV, ST-LINE, start warranty: 17.01.2024

  • Ein Ladezyklus bezieht sich grundsätzlich bei allen Akkus auf die nutzbare Nettokapazität. Ich setze daher 10,8 kWh an, also von 15% bis 90% Brutto, bezogen auf einen neuwertigen Akku.


    Fun-Fact: Im aktuellen Datenblatt des Modells 26.75 gibt Ford eine nutzbare Kapazität von 14,4 kWh an. Dass das ein Fehler ist, dürfte jedem hier klar sein. Aber so gesehen hättest du trotz falscher Annahme Recht.


    https://www.ford.de/content/da…iste_vom_11.02.2026_s.pdf

    Bist Du sicher, dass die 14,4 kWh netto Kapazität nicht stimmen? Möglicherweise wird seit 26.75 eine neue fehlerfreie Batterie mit höherer Kapazität eingebaut ? Der Rückruf umfasst 26.75 nicht mehr.

  • Viel neue (und alte) Info:


    https://www.nhtsa.gov/?nhtsaId=25V789000


    Wähle '13 Associated Documents'


    Fast die ganze Geschichte.

    Ich lese wieder etwas Neues, unter anderem in dem Abschnitt des 4677-Dokuments.


    Ford/Lincoln has developed a software update that contains diagnostic checks to detect cell anomalies which may lead to high voltage battery short circuits and adds further safeguards including a coolant pump activation when a thermal hazard is detected, which will limit thermal venting and ensure the safe use of the vehicles.


    • With the software update available from August 2026, we will be actively contacting affected customers of Ford/Lincoln Escape/Corsair PHEV vehicles to schedule a service appointment with their dealer/retailer to have this software update installed at no cost with the following effects:


    o Enhancement of the vehicle's diagnostic systems: The safety of our customers is a top priority. By improving capabilities to analyze the high-voltage battery pack, the diagnostic system can detect potential anomalies early and provide the driver with an advanced warning on the dashboard.


    o Adaption of the battery’s usable energy depending on its health status: Depending on the current health status of the vehicle’s battery, the software will adapt the battery pack's useable energy capacity. This may result in a reduced electric driving range. While the exact change in electric range will vary based on personal driving style and environmental conditions, customers might experience a reduction of approximately 12%.


    o No charging limitation: Once the update has been installed, owners no longer need to limit charging. The implemented software update will help to reduce the risk of thermal venting and support the safe use of the vehicle.


    2 Reset of all learned vehicle range information: With the software update all information the system provides to the driver, which is based on driving behavior, will be reset. This includes the expected electric range information as well as the fuel economy information. As customers drive, the system will relearn again their driving behavior and adjust the instrument cluster displays accordingly.



    Und offenbar ist Ford selbst der Meinung, dass:


    The changes implemented with the software have no impact on the technical data including nominal electric range, fuel consumption and CO2 emissions of the vehicle relevant for country specific incentives or tax advantages.


    Mit anderen Worten: Jetzt gibt es endlich eine Bestätigung dafür, dass tatsächlich ein neues Ladelimit festgelegt wird, das vom SoH des Batteriepakets abhängig ist.

    Das hat zur Folge, dass praktisch jedes etwas ältere Modell mit einem deutlich niedrigeren Ladelimit versehen wird. Denn der SoH-Wert ist mit zunehmendem Alter und einer höheren Anzahl an Ladezyklen entsprechend niedriger. :(

  • … Möglicherweise wird seit 26.75 eine neue fehlerfreie Batterie mit höherer Kapazität eingebaut ? …

    Und wovon träumst du nachts? ;)


    Ja, ich bin mir sehr sicher, dass 14,4 kWh netto nicht stimmen. Und der Bauzeitraum der aktuellen KBA Rückrufbeschreibung deckt den 26.75 auch mit ab.

  • Außerdem müsste ein Ladezyklus auf die 14,4 KWh beziehen, sich auf die BruttoKapazität. Da dieser ja nicht genutzt wird, haben wir die stressigen echten 0 bis 100 Ladevorgänge ja überhaupt nicht..

    Ein Ladezyklus eines E-Autos bedeutet, wie Kuga-Stromer schon erläuterte, einen Ladevorgang von 0 auf 100%.

    Um also die Anzahl der Ladezyklen seines Autos zu bestimmen, müsste die insgesamt geladenen Prozente durch 100 teilen und hat damit seine verbrauchten Ladezyklen.

    Dem Ladezyklus ist es damit völlig egal, wie hoch die Brutto-Kapazität eines HV mal war, es ist damit also der Vorgang des Ladens das entscheidende Merkmal. Letztendlich führt jeder vollständige Ladezyklus neben den anderen Umständen wie Temperatur, Leistungsbelastung usw. zur Degradation. IdR bei einem Neuakku anfänglich ein bisschen mehr, dann kommt die lange Phase der einer relativen Stabilität, bevor die Degradation nach eben diesen Ladezyklengrenzen exponentially zunimmt (man sagt immer noch, dass dieser Kipppunkt bei mindestens ca. 1000 Ladezyklen ist, wobei dieser Wert theoretisch ist und je nach Lade- und Fahrverhalten unterschiedlich ausfallen kann.

    Wer seinen Akku regelmäßig durch Beschleunigungsarien oder Höchstgeschwindigkeit an der Leistungsgrenze prügelt, wer das Auto häufig unter 10% fährt und dann auch noch längere Zeit stehen lässt, wer häufig 100% lädt, erschwerend das Auto dann längere Zeit mit diesem Akkustand stehen lässt, wer den Fahrakku extremen Temperaturen/Temperaturschwankungen aussetzt, wird einen merklich früheren Kipppunkt zur merklichen Degradation feststellen…heißt also auch, wer sein E-Auto mit einem hohen Verbrauch fährt, wird wohl früher das Einsetzen einer höheren Degradation erfahren.

    Insofern finde ich immer den Ausspruch, “mir doch egal, was mein Auto verbraucht, ich fahre so, wie es mir Spaß macht…” in Verbindung von Haltbarkeitsängsten des Fahrakkus überaus widersprüchlich, weil das eine das andere bedingt…🤷🏻‍♂️


    Für den “Kipppunkt” der Degradation bedeutet das natürlich auch bei einer Reduzierung der Kapazität des Fahrakkus in der Folge häufigere Ladevorgänge von “0 auf 100%” bei gleichem Fahr- und Streckenprofil, damit natürlich auch das frühere Einsetzen der stärkeren Degradation…


    Grüße

  • ich dachte immer das unter 10% bei unserm Kuga doch gar nicht geht?


    Ein Ladezyklus bezieht sich grundsätzlich bei allen Akkus auf die nutzbare Nettokapazität. Ich setze daher 10,8 kWh an, also von 15% bis 90% Brutto, bezogen auf einen neuwertigen Akku. …

    Warum soll unter 10% netto (27% brutto) nicht gehen?