Diskussion zum Rückruf 25SC4 für den Kuga, Brandgefahr des Hochvoltakku

  • Die individuelle Zellen von Samsung SDI...

    Ich vermute, dass nicht nur die einzelnen Zellen, sondern daraus auch die Akkumodule mit jeweils 12 Zellen von Samsung SDI gefertigt werden. Der HV-Akku besteht aus sieben solcher Module, die in Reihe geschaltet sind. Zusätzlich befindet sich noch als achtes Modul das BECM mit dem BMS und den Schützen in dem Akku-Metallgehäuse.


    AkkuAufbau.png

  • Das hatte ich auch schon gesehen. Bleibt die Frage ob alle Varianten geschraubt sind und welches Dichtungsmittel verwendet wurde. Gibt da wirklich böses Zeug zur Abdichtung. In der Flugzeugproduktion haben wir das Zeug immer Bärenscheiße genannt, klebt / schmiert überall und geht fast nicht mehr auseinander.

    Im folgenden Thread wird hier berichtet, dass in einer Werkstatt die Schütze (oder vielleicht auch das gesamte BECM?) erneuert wurden und das Akkugehäuse dazu geöffnet wurde:



    Wie der Deckel des Akkugehäuses abgedichtet wird, weiß ich nicht, aber verschraubt ist er in jedem Fall.

  • Mercedes ist einen Schritt weiter. Habe heute die Info erhalten, dass bei den betroffenen EQA und EQB Modellen die HV Akkus komplett getauscht werden. Frage ich mich, wieso Ford sich so schwer damit tut, zumal nicht Ford den direkten Schaden hat, wohl aber LG. Ford nur den Image-Schaden

  • Mercedes ist einen Schritt weiter. Habe heute die Info erhalten, dass bei den betroffenen EQA und EQB Modellen die HV Akkus komplett getauscht werden. Frage ich mich, wieso Ford sich so schwer damit tut, zumal nicht Ford den direkten Schaden hat, wohl aber LG. Ford nur den Image-Schaden

    Die Akkus im Kuga sind von Samsung...

    PHEV ST Line X in Sedona Orange mit allem, ausser Pano-Dach und AHK, gebaut 09/2020


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  • Mercedes ist einen Schritt weiter. Habe heute die Info erhalten, dass bei den betroffenen EQA und EQB Modellen die HV Akkus komplett getauscht werden.

    Frage ich mich, wieso Ford sich so schwer damit tut, …

    Gilt der Akkutausch bei Mercedes jetzt schon weltweit oder nur für die USA. Ich hatte das bisher nur bezüglich der USA gelesen.


    Verglichen mit Ford gibt es aber auch entscheidende Unterschiede:

    Der Rückruf EQA/EQB betrifft weltweit 51.729 Fahrzeuge, davon 4.677 in Deutschland. Nach NHTSA sind alle, also 100% der Akkus potenziell defekt.

    Der Rückruf Escape/Corsair/Kuga betrifft weltweit 166.989 Fahrzeuge, davon 56.040 in Deutschland. Aber schätzungsweise nur 1% der Akkus sind potenziell defekt. Der Aufwand wäre für Ford also erheblich höher. Und in weltweit 165.319 Fällen würde man dabei fehlerfreie Akkus ausbauen, was ökonomisch und ökologisch wenig sinnvoll ist. Abgesehen vom materiellen und logistischem Aufwand wären in Deutschland sämtliche Ford Vertragswerkstätten etwa zwei Monate damit voll ausgelastet. Da ist es wohl schon sinnvoller, man versucht erst einmal die defekten Akkuzellen per Software zu lokalisieren.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kuga-Stromer ()

  • Die Akkus im Kuga sind von Samsung...

    Ford hat nach meiner ungesicherten Information für die Kuga PHEV seit Einführung des Modells nicht nur Samsung-Akkus verbaut. Das ist wohl ein Grund, warum die Rückrufe sich teilweise auf unterschiedliche Produktionszeiträume des Kuga bezogen haben und bei Weitem nicht auf alle Modelljahrgänge. Leider habe ich nicht herausgefunden, welcher Akkuhersteller diesmal für den Fehler verantwortlich ist. Bei einem früheren Akkumangel soll laut einer ungesicherten Info aus dem Ford-Handel ein anderer Hersteller "fein raus gewesen sein", weil Ford die Akkus aus Kostengründen unter Verzicht auf Gewährleistung durch den Akku-Hersteller "günstiger" beim asiatischen Zulieferer beschafft hatte, also gegenüber den Endkunden selbst ins finanzielle Risiko gegangen war. Damals sollen keine Akkus von Samsung sondern von einem anderen namhaften Batteriehersteller betroffen gewesen sein. Ich habe aber keine belastbaren Nachweise, da alle Akkus "öffentlich" unter dem Ford-Markennamen FOMOCO firmieren.

  • Seit wann sind die Akkus im Kuga von Samsung? Hatten hier nicht einige LG in den Raum geworfen? Sonst vertue ich mich da. Ich hatte LG im Kopf und nicht Samsung.


    Beim KBA veröffentlicht, dass die Akkus bei den beiden o. g. Modellen getauscht werden. Heißt für mich, gilt für Deutschland. Was interessiert mich da die USA. ;)

  • . Da ist es wohl schon sinnvoller, man versucht erst einmal die defekten Akkuzellen per Software zu lokalisieren.

    Auf jeden Fall…

    Leider lassen sich eben wohl die defekten Zellen oder Zellblöcke nicht von außen lokalisieren.

    In Berlin ist eine Firma mit einer Depandance ansässig, die bereitet defekte Akkus auf - die bauen die Akkus aus, öffnen die und lokalisieren zellgenau die defekten Zellen oder Zellblöcke.

    Mittlerweile sind die auch markenübergreifend unterwegs, als ich vor einiger Zeit über diese Truppe las, standen sie kurz davor, auch Fordfahrzeuge in ihr Portfolio zu übernehmen.

    Und es war wohl auch ein zu bewältigendes Problem (wurde hier auch schon angesprochen), die Akkus zu öffnen (da gehen die Akkuhersteller wohl keine einheitlichen Wege und jeder Akku je nach Hersteller und Charge kann unterschiedlich „verschlossen“ sein).

    Aber mittlerweile hat diese Firma das wohl gut im Griff.

    So kostet eine Aufarbeitung nur einen Bruchteil eines neuen Akkus, wobei man auch bedenken muss, dass die Kapazität nach dem „Eingriff“ wohl keine 100% sind, sondern sich angeglichen an die schwächsten im Bereich der nicht defekten Zellen oder Zelleinheiten die „reparierte“ Gesamtkapazität bewegen wird.

    Die Frage wird sein, inwieweit sich die Fahrzeughersteller mit den Akkulieferanten „einigen“ werden, wer da welche Kosten übernimmt und ob man den aufwendigen Weg der Reparatur oder den Weg des kompletten Ersatzes geht.

    Mir stellt sich darüber hinaus die Frage, was passiert mit den defekten Akkus (bei einem kompletten Akkutausch), können die recycelt werden und dann als Austauschakkus wieder auf den Markt geworfen werden oder müssen die tatsächlich vernichtet werden?


    Und eines ist auch klar - die Hersteller (sowohl der Akkuhersteller als auch der Fahrzeughersteller) werden ein riesiges Interesse daran haben, den finanziellen Verlust so gering wie möglich zu halten…insofern kann ich die zögernde Haltung von Ford, die ja eh schon Milliardenverluste mit der E-Auto-Sparte eingefahren haben, aus rein wirtschaftlicher Sicht schon nachvollziehen, auch wenn der Kunde der „Angeschissene“ ist - vom Renommee-Verlust mal ganz zu schweigen - und dieser Renommee-Verlust betrifft dann sicherlich nicht nur die betroffenen Fahrzeughersteller sondern auch die E-Mobilität im Gesamten, gerade bei der immer noch allgemein vorherrschenden Skepsis zur E-Mobilität🤷🏻‍♂️


    Grüße

    Kuga PHEV Vignale, Vollausstattung

    Bestellt: 07.08.2020

    Produktion: 18.02.2021

    Auslieferung: 09.04.2021

    Verkauft: 08.12.2022

    Verbrauch im gesamten Zeitraum: ca. 16600 km gefahren, 14,62 kwh/100km (inkl. Ladeverluste)+ 1,45 L/100km


    STOP WAR!!!

  • und dieser Renommee-Verlust betrifft dann sicherlich nicht nur die betroffenen Fahrzeughersteller sondern auch die E-Mobilität im Gesamten, gerade bei der immer noch allgemein vorherrschenden Skepsis zur E-Mobilität

    So ist es!

    Für mich, der mit dem PHEV den Erstkontakt mit der E-Mobilität hat, ist das gleich ein Vertrauensverlust in diese Technik. Die E-Motoren an sich sind offensichtlich ok, aber die Energiequelle.... da stochern die Hersteller wohl viel im Nebel und wissen nicht wie sich was über einen längeren Zeitraum auswirken kann. Selbst wenn es neue Akkus geben sollte, könnten die den nächsten Fehler mit verbaut haben.


    Es wird also wohl darauf hinauslaufen, dass ich den Kuga nach dem Rückruf versuchen werde zu verkaufen und dann zurück zum Verbrenner gehe. Auf so einen unausgereiften Mist mit potentieller Brandgefahr selbst nachts in der Garage habe ich keine Lust. Und man sieht ja, dass auch andere Hersteller so ihre Probleme haben, sodass man eigentlich überall in die Sch.... greifen kann.

    Ich befürchte allerdings, dass mein Kuga nahezu unverkäuflich ist oder ich so viel Verlust mache, wie mit noch keinem anderen Auto zuvor. Der Ankaufspreis, wenn irgendein Händler den überhaupt in Zahlung nimmt, wird möglicherweise unterirdisch schlecht sein.

    Die paar Schritte kann ich auch (elektrisch) fahren.

  • dieser Renommee-Verlust betrifft dann sicherlich nicht nur die betroffenen Fahrzeughersteller sondern auch die E-Mobilität im Gesamten, gerade bei der immer noch allgemein vorherrschenden Skepsis zur E-Mobilität

    Die Zulassungszahlen sprechen da aber eine andere Sprache:


    Wenn man die Zulassungszahlen in Deutschland im Januar 2026 betrachtet, stellt man fest,

    - dass der Bereich der Elektrofahrzeuge im engeren Sinne (BEV, Plug-in, Brennstoffzelle) mit 64.484 Neuzulassungen um 23,5 Prozent im Jahresvergleich gewachsen ist, und

    - dass reine BEV sogar um 23,8 Prozent zulegten und mit 42.692 Neuzulassungen auf einen Marktanteil von 22,0 Prozent kamen.


    Betrachtet man das vor dem Hintergrund, dass im Januar 2026 rund 6,6% weniger Fahrzeuge zugelassen wurden als im Vorjahresmonat, dann ist das ein klares Signal für einen deutlichen Strukturwandel im deutschen PKW-Markt hin z elektrischen Antrieben.


    Quelle:

    63 % alternative Antriebe, 22 % rein elektrisch: Wie sich der Automarkt im Januar neu sortiert
    Der Januar 2026 zeigt: Nicht Marken treiben den Markt, sondern der Antriebsmix. Während BYD stark zulegt, bleiben viele Volumenmarken stabil – und der…
    www.firmenauto.de