Diskussion zum Rückruf 25SC4 für den Kuga, Brandgefahr des Hochvoltakku

  • Zum Thema SoH nach dem Update sagt die KI:

    Der SoH eines Akkus beschreibt, wie viel der ursprünglichen Kapazität physisch noch vorhanden ist.

    Nach dem Rückruf‑Update (25SC4) passiert Folgendes:

    1. Die nutzbare Kapazität wird softwareseitig begrenzt

    Ford reduziert die nutzbare Energie, um alternde oder potenziell fehlerhafte Zellen zu entlasten.

    Das ist keine echte Degradation, sondern eine Sicherheitsmaßnahme.

    Quelle: Ford begrenzt die nutzbare Energiekapazität laut Herstellerinfo

    2. Der SoH wird dadurch nicht automatisch schlechter angezeigt

    Da die Begrenzung nicht durch Zellverschleiß, sondern durch Software erfolgt,

    wird der SoH in vielen Diagnose‑Apps nicht sinken, weil die physische Kapazität nicht gemessen, sondern nur die nutzbare Kapazität limitiert wird.

    3. Die reale Reichweite sinkt trotzdem

    Ford bestätigt bis zu 12 % weniger elektrische Reichweite nach dem Update.

    Das ist die Folge der Kapazitätsbegrenzung – nicht eines schlechteren SoH.

    4.Durch die geringere Belastung der Zellen (weniger nutzbare Kapazität → weniger Stress)

    kann der physische Alterungsprozess sogar verlangsamt werden.

    Das ist eine technische Ableitung, keine offizielle Aussage von Ford.

    Fazit: Der Akku hat bei einem SoH von z.B. 88% (meiner nach 65 Monaten) noch eine ganz passable Kapazität, wir können die blos nicht mehr nutzen :cursing:. Dadurch ist es leicht die Garantie zu verlängern - SoH sinkt langsamer.

    Mal sehen, ob sich Anwälte und Gerichte finden, die diese Schummelei nicht akzeptieren.

    Ford Kuga MK3 PHEV ST-Line MJ2020, Zulassung 05/2021, Farbe: AGATE BLACK METALLIC

    Reifen: Nokian SEASONPROOF 1 225/60R18 104W

    KM-Stand 9.7.2026: 52800

  • Mich wundert, dass das KBA sowas gelten lässt. Mag sein, dass es erstmal der Sicherheit dient. Aber dass man die Kunden damit regelrecht verarscht, sollte auch dem KBA auffallen. So harmlos wie das Kartellamt und somit zum Teil unnütz, jedoch trotzdem da und muss mit finanziert werden.

    Die paar Schritte kann ich auch (elektrisch) fahren.

  • Bei uns wurde das Update vor 14 Tagen vom FFH vorgenommen. Das offizielle Ford Schreiben kam dann erst im Nachgang. Die Auswirkungen wurden uns beim Händler selber nicht genannt. Daraufhin Kontakt mit dem Ford Kundendienst gehabt und auf alle Punkte hingewiesen.


    Antwort heute --> Original Wortlaut "Als Geste des guten Willens und in Anerkennung der Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten möchten wir Ihnen zwei kostenlose Serviceleistungen anbieten. Wir hoffen, dass diese dazu beitragen, einen zusätzlichen Mehrwert zu bieten und unsere Wertschätzung für Ihre Geduld widerzuspiegeln." - Ansonsten Hinweis auf das Garantieerweiterungsprogramm für alle betroffenen Fahrzeuge.

    • Kann jemand diese Vorgehensweise bestätigen bzw. hat ein vergleichbares Angebot erhalten?
    • Wie seht Ihr das Angebot?

    Mfg Christian

  • Was sind zwei kostenlose "Serviceleistungen" ?

    Kuga PHEV - Titanium - EZ 08/2022 - MJ 2022.75


    KIA EV3 Earth - 81,4 kWh - EZ 04/2025 - MJ 2025


    Die Ladung erfolgt in der Regel zu Hause über eine Fronius Wattpilot Wallbox

  • Inspektionen

    Definition aus Schreiben:

    „Der Gutschein deckt ausschließlich die routinemäßige planmäßige Wartung ab, einschließlich der zugehörigen Teile, Arbeitszeit, Öle, Filter und Flüssigkeiten.

  • Weil die Werte und Tabellen, die hier herumgeistern, genau das aufzeigen. Ich finde es auch völlig logisch, denn die Begrenzung ist abhängig vom SoH und Nutzungsdauer des Akkus. Und ein Neuwagen hat einen Akku mit SoH 100% und eine Nutzungsdauer von Null.

    ja klar, Degradation von 2% - 3% je Jahr, also 12,5% in 5 Jahren. Aber nicht in 1-2 Jahren. Die aktuellen Neuwagen haben ebenso 12-20% Kapazitätsverlust durch das update.

  • Auch ich habe heute das Pamphlet von Ford bekommen, wie hier schon erwähnt , hat nur Fod Vorteile davon. Werde morgen einfach mal das Autohaus kontaktieren, auch wenn es nichts bringt. Dann rechtliche Seite kontaktieren und mal anfragen, ob mit dem Aufspielen des Updates man automatisch den Zustand akzepiert.

    Du machst das update doch freiwillig und unterschreibst den Auftrag des FFH. Ford kann also feststellen, das update wurde auf deinen Wunsch installiert. Also musst Du auch die Konsequenzen tragen.

    Ich warte auf die letzte Mahnung des KBA und lasse es zwanghaft installieren.


    Das update löst das ursächliche Problem nicht, es verringert die Wahrscheinlichkeit eines Brandes durch Kapazitätsreduktion. Ein freiwilliger Verzicht, nur bis 80% zu laden - wie in den letzten 9 Monaten - hat die gleichen Wirkung.

  • … Die aktuellen Neuwagen haben ebenso 12-20% Kapazitätsverlust durch das update.

    Kannst du das bitte mal belegen? Oder hast du einen Neuwagen mit Update? Oder hat dein Nachbar einen Schwager der einen kennt der davon gehört hat, dass es so ist?

  • Ich habe den Kuga mittlerweile nicht mehr, aber lese hier noch gelegentlich mit, weil mich die Sache und deren Fortgang interessiert. Ist es nicht so, dass Ford eine Garantie auf die HVB gegeben hat, dass die nach x? Jahren noch x? Prozent der Kapazität hat - die genauen Zahlen weiß ich nicht mehr. Wenn jetzt durch die neue Software die Kapazität der HVB schlagartig um 20 Prozent reduziert wird, dann müsste diese Garantie doch sofort greifen, oder nicht?


    Die Garantie wird nicht freudig und freiwillig gewährt. Man muss den Garantiefall beweisen und einklagen.