Beiträge von long-tall-earny

    In diesem Fall gebe ich dir auch Recht Kuga20122 .

    Aber dieser sehr "unglücklich" gelaufene Fall sollte nicht zu grundsätzlichen Zweifeln führen.

    In der Ki liest sich die Aufarbeitung und Zusammenfassung wie folgt:


    Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) spielte im Abgasskandal eine Doppelrolle, die bis heute stark kritisiert wird: Einerseits ist es die zentrale Überwachungsbehörde, andererseits wurde ihm eine zu große Nähe zur Automobilindustrie vorgeworfen.

    Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte seiner Rolle:


    1. Die Aufsichts- und Genehmigungsbehörde

    Das KBA ist in Deutschland für die Typgenehmigung (Zulassung) neuer Fahrzeugmodelle zuständig. Es muss sicherstellen, dass Autos die gesetzlichen Umwelt- und Sicherheitsstandards einhalten.

    Versäumnisse vor 2015: Dem KBA wird vorgeworfen, über Jahre hinweg Hinweise auf Unregelmäßigkeiten ignoriert und sich bei den Prüfungen blind auf die Angaben der Hersteller verlassen zu haben.

    Fehlende eigene Kontrollen: Vor dem Skandal führte das KBA kaum eigene Nachmessungen im realen Straßenbetrieb durch, sondern akzeptierte Labortests, die von den Herstellern oft manipuliert waren.


    2. Krisenmanagement und Rückrufe

    Nachdem der Skandal im September 2015 durch US-Behörden aufflog, wurde das KBA zum zentralen Akteur bei der Schadensbegrenzung:

    Verpflichtende Rückrufe: Das KBA ordnete für Millionen Fahrzeuge (allein 2,4 Millionen bei VW) verpflichtende Rückrufe an, um illegale Abschalteinrichtungen durch Software-Updates zu entfernen.

    Überwachung der Updates: Die Behörde prüft und genehmigt bis heute die von den Herstellern entwickelten Nachbesserungen.

    Stilllegungsdrohung: Wenn Fahrzeughalter das geforderte Software-Update verweigern, kann das KBA über die lokalen Zulassungsstellen die Stilllegung des Fahrzeugs veranlassen.


    3. Kritik: "Industrie-Nähe" statt Verbraucherschutz

    Die Rolle des KBA gilt als einer der größten politischen Kritikpunkte des Skandals:

    Schutz der Hersteller: Kritiker und Umweltverbände (wie die Deutsche Umwelthilfe) werfen dem KBA vor, die Autoindustrie geschützt zu haben, indem es "freiwillige Servicemaßnahmen" statt strenger Rückrufe zuließ.

    Das "Thermofenster": Das KBA genehmigte lange Zeit das sogenannte Thermofenster (eine Reduzierung der Abgasreinigung bei niedrigen Temperaturen) als "Motorschutz". Der Europäische Gerichtshof (EuGH) und deutsche Gerichte stuften dies später in vielen Fällen als illegal ein, was das KBA massiv unter Zugzwang setzte.

    Werbe-Briefe: 2018 geriet das KBA in die Schlagzeilen, weil es im Auftrag der Industrie Briefe an Diesel-Besitzer verschickte, um für Umtauschprämien für Neuwagen zu werben – was als unangemessene "Schützenhilfe" empfunden wurde.

    Aktueller Stand (2025/2026)

    Das KBA ist heute deutlich strenger und führt regelmäßig eigene Felduntersuchungen durch. Dennoch beschäftigen die alten Genehmigungspraktiken weiterhin die Gerichte. Erst kürzlich (2024/2025) gab es Urteile, die besagten, dass das KBA bestimmte Fahrzeuge mit Thermofenstern niemals hätte zulassen dürfen, was den Weg für weitere Schadensersatzklagen ebnete.


    ...und, es muss einfach sein,

    Grüße aus dem Ruhrpott

    Unser KBA macht Druck? Sagt das auch die KI?

    Wenn wir mal davon ausgehen, dass deine Fragen auch etwas ernsthaftes beinhalten, hier die KI Antwort auf die Frage -

    Was sind die Aufgaben des KBA (Kraftfahrt-Bundesamt):


    3. Rückrufe und Produktsicherheit

    Wenn ein Fahrzeug einen sicherheitsrelevanten Mangel aufweist (z. B. defekte Airbags oder Bremsen), wird das KBA aktiv:

    • Es überwacht Rückrufaktionen der Hersteller.
    • In schweren Fällen kann das KBA Halter direkt anschreiben oder sogar die Stilllegung eines Fahrzeugs erzwingen, wenn der Mangel nicht behoben wird.

    Und Ford weiß mit Sicherheit, dass sie gut beraten sind, dies nicht auszuprobieren.

    Grüße aus dem Ruhrpott

    Ford wird genau dann die Akkus tauschen, wenn sie Samsung soweit haben, die Kosten dafür zu übernehmen.

    Und dann entsteht in Deutschland so nebenbei auch noch eine Wertschöpfungskette. Denn die FFH werden für den Austausch wie auch für jede andere Garantieleistung von Ford entlohnt. Die leben schließlich nicht von der Winterhilfe.

    Grüße aus dem Ruhrpott

    Ist es sinnvoll das Ford die Akkus alle tauscht? Meiner ist jetzt 5 Jahre alt. 8 Jahre Garantie gab es beim Neukauf. Wenn ich jetzt einen neuen bekomme sollte das Fahrzeug eigentlich ohne Probleme mit neuer Batterie durchhalten bis es gesamt 12 Jahre alt ist.

    Und nach erfolgtem FSA 24S79 Update wurden diese 8 Jahre auch noch schriftlich auf 10 Jahre, respektive 240.000 km Garantie erhöht.

    Zu deiner Frage ob ein Akkutausch sinnvoll wäre.

    Sollte Ford dieses Hochrisiko Problem anders nicht in den Griff bekommen, wird das KBA dran bleiben und schlimmstenfalls mit einer Stilllegung aller betroffenen Kuga PHEV drohen.

    Um dann von Klagen nicht überschwemmt zu werden, wird Ford nichts anderes als ein HV Akkutausch übrigbleiben.

    So jedenfalls ist meine Sichtweise.

    Grüße aus dem Ruhrpott

    Nicht zuletzt durch meine frühere berufliche Tätigkeit habe ich mir angewöhnt zwischen den Zeilen zu lesen.

    Man kann gar nicht so schlecht denken, wie es der Welt möglich ist zu sein.

    Interessanterweise wird bei diesem Rückruf FSA 25SC4 abweichend zum bereits zurückliegenden Rückruf FSA 24S79 nicht mehr von einem Update, sondern von einer Reparatur gesprochen.

    Was immer das zu bedeuten hat. Hat jemand eine Idee?

    Grüße aus dem Ruhrpott